Einfach Claudio fragen
Pralle Sommerliebe: Die Ananastomate

Die Ananastomate ist der Star des Sommers: Prall, saftig und geschmackvoll. Geschält und ananaskantig geschnitten wird sie zum Tomatensalat, der mit Burrata und Basilikum garniert ein paradiesisches Geschmackserlebnis bietet.
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Beim Ananastomatensalat wird die Frucht standesgemäss in dieselbe markante Form geschnitten wie eine Ananas.
Foto: Claudio del Principe

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Tomaten nie kühlen, sie verlieren sonst Geschmack und Qualität
  • Ananastomaten sind die fruchtigste Sommerliebe, ideal in grossen Stücken
  • Sizilianische Tomaten wie Datterini kosten mehr, bieten aber intensiven Geschmack
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Claudio Del PrincipeKolumnist

Ganz grundsätzlich: Eine Tomate gehört reif gepflückt und subito gegessen und nicht lange gelagert, transportiert oder – Gott behüte! – gekühlt. Nie und nimmer gehören Tomaten in den Kühlschrank. Das ist der sicherste Geschmackskiller.

Ich schwöre auf regionale Tomaten vom Markt oder direkt vom Produzenten. Auf meinem liebsten Biohof finde ich eine grosse und überraschende Auswahl neuer und alter Sorten.

Die süsse Sünde aus dem Süden

Okay, manchmal mache ich eine Ausnahme. Da erliege ich dem Wahnsinn, das Zigfache für sizilianische Tomaten zu bezahlen. Datterini, Pachino oder Piccadilly – voller geballter Süsse und Geschmack. Bei diesen Tomaten gibt es für mich nur einen zulässigen Schnitt: einmal längs. Sie eignen sich auch für einen schnellen Sugo: Mit der Schnittfläche im Olivenöl schmurgeln, bis sie zerfallen. Salzen, pfeffern, Knoblauch und Basilikum dazu. Ein Gedicht!

Und welche Tomate muss für den maximalen Genuss zwingend in ananaskantige Stücke geschnitten werden? Die Ananastomate natürlich! Oh, nicht gewusst? Jede Tomatensorte sollte auf eine ganz bestimmte Art zugeschnitten werden.

Eine Ochsenherztomate offenbart ihre saftigen Kammern am besten, wenn sie quer in dicke Scheiben geschnitten und auf einem grossen Teller ausgelegt wird. Wer immer sie gedankenlos würfelt, bricht mir das Herz. Salz und bestes Olivenöl reichen zum Würzen. Essig wäre schon zu aufdringlich. Aber handgemörserten Basilikumpesto darüber verteilen – das ist eine kongeniale Kombination.

Piennolo-Tomaten vom Fusse des Vesuvs wiederum werden gar nicht geschnitten, sondern zu Dolden gebunden und bis Weihnachten getrocknet. Dann werden sie mit Vongole sautiert und verwandeln sich in das aromatischste Spaghettigericht der Welt.

Die grosse Sommerliebe häuten

Aber zurück zur Ananastomate. Sie ist es: die mit Abstand grösste Sommerliebe. Jede Einzelne so prall, dass sie bereits auf dem Nachhauseweg leicht aufplatzt. Keine ist fruchtiger, saftiger und geschmackvoller.

Für den perfekten Genuss bitte in eine Schüssel legen und mit kochendem Wasser übergiessen. Dies aus zwei Gründen:

  1. So temperiert schmeckt sie noch intensiver nach Sommer.
  2. Auf diese Weise lässt sich die Haut ganz leicht abziehen.

Das Finale mit dem Löffel

Die fragile, glitschige Konsistenz der geschälten Ananastomate ist einzigartig paradiesisch. Wichtig: beim Schneiden in grosse, ananaskantige Stücke den Saft auffangen!

Ich esse diesen Tomatensalat – kein Witz – mit dem Löffel. Kein Tropfen dieses köstlichen Fruchtwassers darf verloren gehen. Gut salzen, pfeffern und den Tomatensud mit bestem Olivenöl und wenig hochwertigem Rotweinessig (kein Balsamico!) mischen.

Mit kleinen Basilikumblättern und frischer Burrata garnieren.

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