Leser zur Bargeld-Initiative
«Fünfliber bis Tausendernote – Bargeld ist unsere Freiheit!»

Weichen «Münz» und «Nötli» bald dem Plastik? Nicht, wenn die Bargeld-Initiative angenommen wird. Diese zwingt den Bund, die Verfügbarkeit von Münz- und Papiergeld sicherzustellen. Wie steht die Community dazu? Wir haben nachgefragt.
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Ein Initiativkomitee rund um die Freiheitliche Bewegung Schweiz will Bargeld in die Verfassung schreiben.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Am 8. März wird über die Bargeld-Initiative und Gegenvorschlag abgestimmt
  • 76 Prozent der Befragten nutzen regelmässig Bargeld und lehnen Abschaffung ab
  • Leser fordern Schutz des Bargelds als Freiheit und echte Zahlungsoption
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Alessandro KälinRedaktor Community

Am 8. März fällt die Entscheidung. Dann wird über die heiss diskutierte Bargeld-Initiative abgestimmt. Gemäss dieser soll der Bund in der Verfassung verpflichtet werden, immer genügend Münzen und Banknoten zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich soll es nur mit Einverständnis von Volk und Ständen möglich sein, den Franken durch eine andere Währung zu ersetzen. 

Der Bundesrat ist mit der Formulierung der Initiative nicht zufrieden. Daher wird am Stichtag auch über einen Gegenvorschlag abgestimmt. Mit dem Grundgedanken stimmt er aber überein. Hängt unsere Leserschaft noch am Bargeld? Wir haben nachgefragt. 

So stehen unsere Leserinnen und Leser zum Bargeld

Das Ergebnis ist eindeutig. In einer nicht repräsentativen Umfrage mit über 2000 Teilnehmern kam heraus, dass ganze 76 Prozent, also drei Viertel aller Teilnehmer, Noten und Münzen noch regelmässig nutzen und klar gegen ein Verschwinden von Bargeld sind.

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Weitere 21 Prozent brauchen zwar kein physisches Geld mehr, finden aber trotzdem, dass es eine Zahlungsoption bleiben sollte. Gerade mal 3 Prozent zahlen nur noch digital und sind für eine Abschaffung von Bargeld. Dieselbe Meinung prägt auch die Kommentare.

«Mein Ja ist sicher, Bargeld ist das einzig Wahre»

Analog zur Umfrage hat sich auch in der Kommentarspalte kaum jemand gegen die Forderung ausgesprochen. Die Bargeld-Initiative wird von der Community hoch gewertet. Adrian Boller kommentiert: «Höchste Zeit, dass dieses Verfassungsmanko behoben wird. Bargeld schafft Vertrauen – ganz im Gegensatz zu Karte und Telefon.» Auch für Hans Ulrich Georg Pfister ist klar: «Mein Ja ist sicher, Bargeld ist das einzig Wahre.» 

Elisabeth Barbara Zürcher schliesst sich an: «Vom Fünfliber bis zur Tausendernote, Bargeld ist unsere Freiheit! Daher Ja zu Bargeld und dass es uns erhalten bleibt!» Sie will sich nicht ausmalen, was passieren würde, wenn nur noch digitale Währungen existierten: «Bei einem Stromausfall hat man keine Zahlungsmöglichkeit mehr.» Auch Rudolf Megert kritisiert neue Zahlungstechnologien: «Wer mit Bargeld bezahlt, handelt mit einem realen Wert. Wer mit Karten oder Apps bezahlt, gibt immer etwas an die dahinter steckenden Firmen ab.»

Franz auf der Maur geht beim Bargeldschutz sogar noch weiter: «Es muss eine Bargeldannahmepflicht in die Verfassung.» Es ist nicht das erste Mal, dass Bürgerinnen und Bürger für die Annahme von Bargeld kämpfen.

«Unser Recht, mit Bargeld zu zahlen, muss geschützt werden»

Im letzten Jahr häuften sich die Proteste gegen eine bargeldlose Schweiz. Als zwei Filialen der Beck-Kette Hug für eine Zeit nur noch Digitalzahlung akzeptierten, war der Aufschrei bereits gross. «Da gibt es nur eines: Diese Läden boykottieren!», hiess es damals von Blick-Lesern wie Hans Grau. Mittlerweile hat die Bäckerei das Experiment wieder abgebrochen.

Auch im Postauto gerät die Billett-Bezahlung mit Bargeld immer mehr unter Druck, was unsere Leserinnen und Leser ebenfalls empört hat. User Hans Eggi kommentierte etwa: «Ich bestehe darauf, mit Bargeld zu bezahlen. Wenn dies in einigen öffentlichen Verkehrsmitteln nicht im Angebot ist, fahre ich jeweils ohne gültigen Fahrausweis.»

Ein weiteres Beispiel war der Weihnachtsmarkt in der grossen Halle des Zürcher Hauptbahnhofs. Der Veranstalter wollte keine Barzahlung mehr anbieten. Das sorgte abermals für grosse Empörung in der Community. Auch in diesem Fall nahmen dies einige als eine Einschränkung ihrer Freiheit und Selbstbestimmung wahr. «Das ist ein Grossangriff auf unser Bargeld! Unser Recht, mit Bargeld zu zahlen, muss dringend besser geschützt werden», forderte etwa Leser Markus Räber. 

«Auch der Gegenentwurf würde Bargeld in Verfassung verankern»
2:19
Karin Keller-Sutter:«Gegenentwurf würde Bargeld auch in Verfassung verankern»
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