Der Bürger, der die Einzelinitiative einreichte, kritisiert, dass «immer mehr Betriebe die Annahme von Bargeld verweigern». Besonders ärgerlich sei das etwa bei den öffentlichen Toiletten im Zürcher HB. Dies sei, «wenns pressiert» nicht gerade kundenfreundlich.
Mit seinem Vorstoss verlangte der Bürger deshalb, dass alle öffentlich zugänglichen Betriebe Bargeld annehmen müssen, also vom Restaurant über den Billett-Automat bis zum Notariat. Anbieter, die sich weigern, sollen seiner Ansicht nach gebüsst werden. Die Einzelinitiative holte jedoch kaum Unterstützung.
Noch hängig ist im Kantonsrat ein Vorstoss von AL, SP, EVP und Grünen. Sie fordern, dass zumindest im Zürcher Verkehrsverbund weiterhin Bargeld genutzt werden kann. Sonst würden Kinder, Senioren und Touristen bald von der Benutzung des ÖV ausgeschlossen.
Das Thema Bargeld wurde in den vergangenen Monaten schon mehrfach Thema für die Politik. Nachdem das Kunsthaus Zürich und der Weihnachtsmarkt im Zürcher HB auf Cashless setzten, sorgte dies vielerorts für rote Köpfe. Beide Betriebe krebsten daraufhin zurück und gaben ihre Bargeldlos-Strategie wieder auf.