Firma testet Einsatz von KI-Bodenrobotern an der Ukraine-Front
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Russische Soldaten Gefangen:Firma testet Einsatz von KI-Bodenrobotern in der Ukraine

Ukraine setzt Putin mit Drohnen, Bodenrobotern und KI unter Druck
Hightech-Waffen machen Russland zunehmend Probleme

Russland gerät zunehmend unter Druck: Die Ukraine setzt immer stärker auf Hightech-Waffen, KI und Roboter an der Front. Gleichzeitig sucht Putin neue Unterstützung in China. Welche Entwicklungen den Krieg jetzt verändern.
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Die Ukraine setzt im Kampf gegen die Ukraine vermehrt auf den Einsatz von Bodenrobotern.
Foto: imago/Ukrinform

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ukraine nutzt moderne Waffen mit westlicher Unterstützung und erhöht Druck auf Russland
  • Über 10'000 Bodenroboter-Missionen pro Monat, Entwicklung bewaffneter Modelle läuft
  • Putin stärkt Kooperation mit China, erhält Technologie für Drohnen und Aufklärung
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Daniel MacherRedaktor News

Die Berichte über Rückschläge auf russischer Seite haben sich zuletzt deutlich gehäuft. Mal war von Gebietsverlusten die Rede, mal von der wachsenden Überlegenheit ukrainischer Drohnen im Kriegsgeschehen. Zudem kursierten Gerüchte, Moskau bereite sich intern bereits auf ein mögliches Ende des Krieges vor. Für den Kreml läuft es offenbar längst nicht mehr nach Plan. Vielmehr gelingt es der Ukraine zunehmend, die Dynamik des russischen Angriffskrieges umzukehren – wie zuletzt Angriffe auf Moskau zeigten.

Ein zentraler Grund für die ukrainischen Erfolge liegt in modernen Waffentechnologien, die Kiew auch dank umfangreicher westlicher Unterstützung entwickeln und einsetzen konnte. Die Ukraine treibt derzeit mehrere technologische Projekte parallel voran – und erhöht damit den Druck auf Russland spürbar. Neben dem modernen Drohnenkrieg stechen besonders diese Entwicklungen hervor.

Bodenroboter – immer wichtiger an der Front

Während Drohnen den Luftraum dominieren, gewinnen auch unbemannte Fahrzeuge am Boden zunehmend an Bedeutung. Diese sogenannten UGVs (Unmanned Ground Vehicles) werden in der Ukraine immer häufiger eingesetzt – ihre Zahl steigt rasant. Laut dem ukrainischen Verteidigungsministerium hat sich die Zahl der Einsätze seit dem Herbst mehr als verdreifacht. Wolodimir Selenski (48) sprach zuletzt von über 10'000 Missionen pro Monat. Er kündigte an, ihren Einsatz deutlich auszuweiten: «Wir werden die Produktion aller Arten von Drohnen und robotergestützten Systemen weiter steigern», so der ukrainische Präsident.

Die Systeme übernehmen vor allem logistische Aufgaben: Sie transportieren Nachschub an die Front, verlegen Minen oder evakuieren Verwundete. Doch auch im Kampf liefern die Roboter einen wesentlichen Vorteil, wie ein Video zeigt, das Ende Januar von dem ukrainischen Roboterhersteller Devdroid veröffentlicht wurde. Es zeigt, wie drei russische Soldaten gefangen genommen werden. Zugleich entwickelt sich die Technik rasant weiter. Neue Modelle können mehrere Hundert Kilogramm transportieren und über grosse Distanzen ferngesteuert werden. Perspektivisch könnten die Systeme auch bewaffnet zum Einsatz kommen. Erste Modelle mit Maschinengewehren befinden sich bereits in der Entwicklung, wie die «FAZ» berichtet.

Künstliche Intelligenz – Autonomie auf dem Schlachtfeld

Parallel dazu arbeitet die Ukraine daran, ihre Systeme intelligenter und unabhängiger zu machen. Künstliche Intelligenz soll dafür sorgen, dass Roboter und Drohnen weniger stark auf direkte Steuerung angewiesen sind. Entwickelt werden unter anderem Autopilot-Funktionen, die Fahrzeuge automatisch zurückführen können, wenn die Verbindung abbricht. Andere Anwendungen ermöglichen es, Soldaten per Kamera zu erkennen und ihnen eigenständig zu folgen. Das erleichtert Bewegungen im Gelände und entlastet die Truppen im Einsatz.

Auch beim Schutz vor Angriffen spielt KI eine immer grössere Rolle. Systeme sollen feindliche Drohnen erkennen und teilweise autonom darauf reagieren können. Das Ziel ist klar: Menschen sollen so weit wie möglich aus den gefährlichsten Bereichen herausgehalten werden. Hinter der Entwicklung steckt auch eine strategische Notwendigkeit. Die Ukraine verfügt über deutlich weniger Personal als Russland – und versucht, diesen Nachteil durch technologische Überlegenheit auszugleichen.

Putins Antwort – engere Zusammenarbeit mit China

Die wachsende technologische Stärke der Ukraine bleibt in Moskau nicht ohne Reaktion. Kremlchef Wladimir Putin (73) setzt zunehmend auf Unterstützung aus dem Ausland – insbesondere aus China. Beim jüngsten Treffen mit Staatschef Xi Jinping (72) in Peking betonten beide Seiten ihre enge Partnerschaft. Gleichzeitig verdichten sich Hinweise darauf, dass auch die militärische Zusammenarbeit intensiver geworden ist. Berichten zufolge wurden russische Soldaten in China an Drohnensystemen ausgebildet.

Darüber hinaus liefert Peking grosse Mengen an Bauteilen, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Dazu zählen Motoren, Batterien und Mikroelektronik. Solche Komponenten gelten als entscheidend für die Produktion moderner Waffensysteme – insbesondere im Drohnenbereich. Hinzu kommt laut Geheimdienstinformationen eine verstärkte Kooperation bei der Aufklärung. China soll Russland unter anderem mit Satellitendaten unterstützen, die für die Zielerfassung genutzt werden können.

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