Darum gehts
- YouGov-Umfrage zeigt: Klischee über deutsche Tüchlibesetzer ist überholt
- Italiener und Franzosen reservieren öfter Liegen als Deutsche oder Briten
- 45 % der Italiener und Franzosen nutzen Handtücher, Deutsche nur 38 %
Wenn bereits ein Badetuch auf dem Liegestuhl vor dem Pool liegt, ist er besetzt. Auf dieses ungeschriebene Gesetz haben sich die meisten Hotelgäste in Europa geeinigt. Allerdings machen sich jene, die das Gesetz missbrauchen und bereits im Morgengrauen oder am Abend vor ihrem Poolbesuch einen Platz belegen, extrem unbeliebt. Das Klischee: Es sind immer die Deutschen oder allenfalls die Briten.
Laut dem «Guardian» zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage unter europäischen Urlaubern jedoch, dass dieses Klischee mittlerweile überholt ist und eigentlich nur noch die Deutschen und Briten selbst daran glauben. Während 51 Prozent der Deutschen und 46 Prozent der Briten angeben, dass die Deutschen die grössten Tüchlibesetzer sind, teilen dieses Stereotyp nur 5 bis 17 Prozent der Befragten aus anderen Ländern.
Italiener und Franzosen sind am schnellsten
Tatsächlich greifen laut der Befragung Italiener und Franzosen am häufigsten zum Badetuch, um sich ihren Platz zu sichern. Bei der Umfrage gaben 45 Prozent der Teilnehmer beider Nationen zu, den Trick schon einmal benutzt zu haben. Das sind sieben Prozent mehr als bei den deutschen Befragten. Zuletzt kommen die Briten: Nur 33 Prozent gaben an, sich auf diese Weise eine Liege geschnappt zu haben.
Doch ganz egal, welche Nation wirklich hinter der Tüchli-Mafia steckt – nervig ist die Angewohnheit allemal. Dabei lauern in den Ferien neben dem Hotel-Pool noch viele weitere Orte, an denen man leicht ins Fettnäpfchen treten kann. Blick zeigt, worauf man besser verzichten sollte.
Die Situation am Frühstücksbuffet
Man hat morgens Hunger und man hat dafür bezahlt: Das Frühstück im Hotel gehört dazu und sollte genossen werden. Dennoch sollte man sich nicht das ganze Buffet auf den Teller füllen, wenn danach die Hälfte davon in den Müll wandert. Noch schlimmer: Die Reste werden heimlich für den Zmittag eingepackt.
Selfies sind nicht überall erlaubt
Natürlich will man sich mit schönen Fotos an seine Ferien erinnern. Wenn für das perfekte Instagram-Foto aber die halbe Fussgängerzone lahmgelegt wird, wird es zum Problem. An bestimmten Orten, wie in engen Gassen oder auf den Brücken Venedigs herrscht deshalb ein Selfie-Verbot.
Den Strand lässt du besser dort
Sand, Muscheln und Kieselsteine landen bei vielen als Souvenir im Koffer. Das schadet jedoch der Umwelt und ist daher an einigen Stränden Europas streng verboten. Besonders hoch sind die Bussen auf der italienischen Insel Sardinien: Bis zu 3000 Euro drohen dort den Sand-Schmugglern.
Badekleidung in der Stadt?
Nach dem Strandausflug direkt in die Stadt? Lieber vorher kurz umziehen. Einige Städte haben genug von zu viel nackter Haut. In Italien gilt seit diesem Sommer unter anderem in Venedig und Caorle ein Verbot für Badebekleidung in der Stadt. Wer dagegen verstösst, muss bis zu 500 Euro bezahlen.
Rauchen am Strand
Wer sich am Strand gemütlich eine Zigarette anzünden möchte, sollte sich im Voraus vergewissern, dass es erlaubt ist. Rauchverbote nehmen tendenziell in allen europäischen Ländern zu. Während Spanien und Italien eher streng sind, findet man in Griechenland noch leichter ein Raucherplätzchen.