Video zeigt Angriff auf das grosse Munitionslager
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Mit Bunkerbrecher-Bomben:Video zeigt Angriff auf das grosse Munitionslager

Rächt sich Trump wegen des kaputten Spionagefliegers?
Massiver US-Angriff mit Bunkerbrechern

Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. Der Nahe Osten steht unter Beschuss. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Blick Newsdesk
04:50 Uhr

Trump schickt wieder Bunkerbrecher los

Von Guido Felder, Auslandredaktor

Die US-Streitkräfte haben ein grosses Munitionslager in der zentraliranischen Stadt Isfahan angegriffen. Laut einem US-Regierungsbeamten kamen dabei «2000 Pfund schwere» Bunkerbrecher-Bomben (Penetratormunition) zum Einsatz, um tief liegende Strukturen zu zerstören. Es könnte die Rache für das zerstörte Spionageflugzeug gewesen sein. Wie der teure Flieger funktioniert, beschreibt meine Kollegin Janine Enderli hier

Präsident Trump bestätigte den Erfolg der Operation indirekt durch die Veröffentlichung eines Videos der Explosionen auf Truth Social. Dieser Angriff ist Teil einer breiteren Offensive: Innerhalb des einmonatigen Krieges haben die USA bereits über 11'000 Ziele im Iran attackiert, um dessen militärische Offensivkapazitäten systematisch zu schwächen. Die Amerikaner hatten schon beim Angriff auf die Atomanlagen im vergangenen Jahr bunkerbrechende Bomben eingesetzt. 

Parallel zu den Luftschlägen verschärft sich die Lage auf den Seewegen des Persischen Golfs. Die Behörden von Dubai gaben am Dienstag bekannt, dass sie den Brand an Bord eines kuwaitischen Rohöltankers, der in den Gewässern von Dubai vor Anker lag, erfolgreich gelöscht haben. Auslöser war ein Drohnenangriff. 

Das Pentagon wird am 14 Uhr Schweizer Zeit eine Pressekonferenz zum Krieg im Iran abhalten – die erste dieser Art seit fast zwei Wochen. Blick begleitet die Pressekonferenz live im Ticker.

07:08 Uhr

Trump zeigt Bereitschaft für Kriegs-Ende

Von Angela Rosser, Redaktorin am Newsdesk

Eine Mission, um die Öffnung der Strasse von Hormus durchzusetzen, könnte US-Präsident Donald Trump nochmals Wochen kosten. Darum sei er mittlerweile bereit, die Militäraktionen gegen den Iran zu beenden, auch wenn die strategisch wichtige Meerenge weiterhin blockiert bleibe, schreibt das «Wall Street Journal»

Laut der Zeitung will Trump den Fokus auf die Schwächung der iranischen Marine und Raketenarsenale legen. Iran-Expertinnen und Experten wie Suzanne Maloney kritisieren diese Strategie scharf als «unglaublich unverantwortlich», da die anhaltende Blockade der Strasse massive wirtschaftliche Schäden verursacht. 

Die blockierte Strasse von Hormus sei das Problem «anderer Nationen» meint Trump.
Foto: keystone-sda.ch

Im vergangenen Monat äusserte Trump immer wieder widersprüchliche Aussagen in Bezug auf die Meerenge. Zum einen drohte er mit Angriffen auf zivile Infrastrukturen, sollte die Strasse nicht geöffnet werden und auf der anderen Seite spielte der die Bedeutung der Meerenge herunter. Für die USA sei die Strasse von Hormus gar nicht von solcher Wichtigkeit. Ihre Schliessung sei ein Problem «anderer Nationen».

Maloney kritisiert weiter, dass die USA und Israel diesen Krieg gemeinsam begonnen haben und sich nicht den Folgen entziehen können. «Energiemärkte sind von Natur aus global, und es gibt keine Möglichkeit, die USA vor dem bereits eintretenden wirtschaftlichen Schaden zu schützen, der sich bei anhaltender Schliessung der Meerenge exponentiell verschlimmern wird.»

Neben den Hauptzielen ist zwar auch Thema, weiter Druck auf Teheran auszuüben, um den freien Warenverkehr wieder aufzunehmen, sollte dies jedoch scheitern, hat Trump einen Plan B. So würde Washington Verbündete in Europa und am Golf drängen, Initiative zu ergreifen, um die Strasse wieder zu öffnen. 

Man könnte also denken, dass diese Aktion auch seine Art sein könnte, sich an Europa und den Nato-Staaten zu rächen, welche ihm die Unterstützung bei dem Angriffs-Krieg auf den Iran verweigerten. Wie wütend Trump auf Europa ist, hat Ausland-Redaktor Guido Felder hier beschrieben. Mehr zu seiner Kritik an der Nato und dass die USA «von niemandem» Hilfe brauche, liest du hier.

03:34 Uhr

Golfstaaten holen Hilfe bei Selenski

Von Guido Felder, Auslandredaktor

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski zieht eine positive Bilanz seiner jüngsten Reise in die Golfregion und spricht auf seiner Homepage von «historischen Vereinbarungen» mit Golfstaaten.

  • Sicherheit und Verteidigung: Es wurden konkrete Abkommen zur Stärkung der Luftverteidigung getroffen. Ein zentraler Punkt ist die gemeinsame Entwicklung von Rüstungsgütern. Die Ukraine kann wertvolles Kampf-Know-how und moderne Verteidigungstechnologien in die Region exportieren. Da kümmert es niemanden, wenn sich der Rheinmetall-Chef in einem Artikel von meinem Kollegen Martin Schmidt über die einfache ukrainische Drohnenproduktion lächerlich macht.
  • Wirtschaft und Energie: Um die ukrainische Infrastruktur zu sichern, wurde eine enge Zusammenarbeit im Energiebereich vereinbart. Dies umfasst insbesondere die Lieferung von Kraftstoffen aus den Golfstaaten.
  • Erweiterung des Netzwerks: Während feste Zusagen bereits mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar bestehen, laufen derzeit Verhandlungen mit Jordanien und Kuwait. Zudem signalisierten Bahrain und Oman bereits Interesse an einer verstärkten Kooperation mit der Ukraine.

<p>Wolodimir Selenski war in Katar, um das ukrainische Wissen zur Drohnenabwehr weiterzugeben.</p>
Foto: IMAGO/APAimages
30.03.2026, 22:32 Uhr

Iran will Mautsystem in der Strasse von Hormus einführen

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Die Strasse von Hormus verschwindet nicht aus den Schlagzeilen. Seit Beginn des Konflikts blockiert der Iran die für den internationalen Rohstoffhandel essenzielle Meerenge. Jetzt will die Islamische Republik für die Strasse von Hormus ein ​​Mautsystem​​ einführen. Der zuständige Parlamentsausschuss hat entsprechende Pläne am Montag bewilligt, wie ​​CNN​​ mit Bezug auf den staatlichen iranischen Rundfunk IRIB berichtet. Der Vorschlag solle umgehend im Parlament beraten und verabschiedet werden.

Foto: KEYSTONE/EPA/OLIVIER HOSLET

Mit dem System will der Iran seine Kontrolle und Überwachung der Strasse von Hormus stärken sowie Geld für den Krieg generieren. Wie hoch die Preise sein werden, ist unbekannt, die Rede war aber schon von 2 Millionen Dollar pro Durchfahrt. Der Entwurf würde vorsehen, dass Schiffe aus Staaten, die in den vergangenen Jahren Sanktionen gegen die Islamische Republik verhängt haben, die Meerenge in Zukunft nicht passieren dürfen. Davon betroffen wären dementsprechend Schiffe aus den USA, Israel sowie aus Staaten der EU. 

Der iranische Parlamentsausschuss stellt sich damit gegen US-Präsident Donald Trump (79). Dieser hatte den Iran bereits mehrfach dazu aufgefordert, die Meerenge wieder uneingeschränkt zu öffnen. Die Blockade des Irans treibt unter anderem ​​die weltweiten Benzinpreise in die Höhe​​. 

30.03.2026, 16:32 Uhr

Darum will Pakistan zwischen den USA und dem Iran vermitteln

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Reden die USA und der Iran trotz des Krieges miteinander? Donald Trump (79) scheint sich selbst nicht ganz sicher zu sein, ob er der Islamischen Republik drohen oder mit ihr verhandeln will. Am Montagmittag schrieb der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social, dass ein Deal mit dem Iran kurz bevorstehe. Darüber berichtete meine Kollegin Janine Enderli in ihrem Ticker Eintrag. Der Iran streitet seinerseits ab, dass es bisher überhaupt Verhandlungen mit den USA gegeben hat, wie etwa «Al Jazeera» schreibt.

Währenddessen hat sich eine dritte Nation als Schlüsselfigur für potenzielle Verhandlungen ins Spiel gebracht. Pakistan hat am Sonntag angekündigt, on Kürze Gespräche zwischen den USA und dem Iran ausrichten zu wollen. «Pakistan fühlt sich geehrt, dass sowohl der Iran als auch die USA Pakistan ihr Vertrauen ausgesprochen haben», sagte der Aussenminister laut der Nachrichtenagentur AP News. Weder die US-Regierung noch die Islamische Republik haben sich bis jetzt zu diesen angeblichen Gesprächen geäussert.

Foto: keystone-sda.ch

Warum möchte Pakistan aber zwischen den beiden Konfliktparteien vermitteln? Einerseits hat das Land laut AP News sowohl gute Beziehungen zu Washington D.C. als auch zu Teheran. Pakistan habe den USA beispielsweise bei der Übermittlung von Trumps 15-Punkte-Friedensplan an den Iran geholfen.

Andererseits habe der Krieg grosse Auswirkungen auf Pakistan. Das Land beziehe den grössten Teil seines Öls und Gases aus dem Nahen Osten. Der Konflikt im Iran hätte Pakistan dazu gezwungen, seine Treibstoffpreise um etwa 20 Prozent zu erhöhen. Das setzte die Regierung in Islamabad unter Druck. Auch kämpft Pakistan selbst im Moment gegen die Taliban-Regierung in Afghanistan. 

Das Land ist also an einer schnellen Lösung des Konflikts im Iran interessiert. Ob sich Pakistan aber tatsächlich als Schlüsselfigur in möglichen Verhandlungen etablieren kann, bleibt offen. 

30.03.2026, 13:37 Uhr

Trump bekräftigt Regimewechsel und droht schon wieder

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Aus den USA kommen weiter widersprüchliche Signale zur Bewältigung des Konflikts mit dem Iran. US-Präsident Donald Trump sprach in der Nacht von einem «Regimewechsel», den die USA im Iran eingeleitet haben. Am Montagmittag hat der Republikaner zwar erneut bekräftigt, dass ein Deal mit dem Iran kurz bevorstehe, im gleichen Atemzug droht er den Iranern jedoch heftig. 

Foto: keystone-sda.ch

Auf Truth Social schreibt Trump: «Die Vereinigten Staaten von Amerika führen ernsthafte Gespräche mit einem neuen und vernünftigeren Regime, um unsere Militäroperationen im Iran zu beenden. Es wurden grosse Fortschritte erzielt, aber sollte aus irgendeinem Grund nicht bald eine Einigung erzielt werden – die wir aber wahrscheinlich erzielen werden – werden wir unseren angenehmen Aufenthalt im Iran beenden, indem wir alle Kraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg (und möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!), die wir bisher bewusst nicht angegriffen haben, sprengen und vollständig zerstören.»

Dies werde eine Vergeltung sein für die «vielen US-Soldaten und andere», die der Iran während der 47-jährigen Schreckensherrschaft des alten Regimes massakriert und getötet habe. 

Aktuell läuft in den USA eine grosse Diskussion über den Einsatz von Bodentruppen. Der Iran behauptet sogar, genaue Invasionspläne der Amerikaner zu kennen, wie mein Kollege Daniel Kestenholz in diesem Artikel dargelegt hat. 

30.03.2026, 13:31 Uhr

Iran bestätigt: Hochrangiger Marine-Kommandant ist tot

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Über Tage wurde spekuliert und auf eine Antwort gewartet. Nun ist klar: Der iranische Marinekommandant der Revolutionsgarden, Alireza Tangsiri, ist tot. 

Foto: keystone-sda.ch

In einer Erklärung der Garden heisst es, Tangsiri sei seinen «schweren Verletzungen» erlegen. 

Letzte Woche erklärte Israels Verteidigungsminister Israel Katz, der Kommandant sei zusammen mit anderen Beamten bei einer «präzisen und tödlichen Operation» der israelischen Armee getötet worden. 

Seit Beginn des Iran-Krieges töteten US-israelische Luftangriffe bereits zahlreiche Mullah-Vertreter. Neben Obermullah Ali Chamenei (†86) wurde auch Sicherheitschef Ali Laridschani eliminiert. ​In diesem Artikel​ liest du, warum er für die iranische Führung so zentral war. 

30.03.2026, 10:22 Uhr

Spanien schliesst Luftraum für am Krieg beteiligte Jets

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

US-Präsident Donald Trump (79) ist kein Freund der spanischen Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez (54). Am Montag liefert ihm Madrid einen weiteren Grund für seine Abneigung. 

Spanien schliesst seinen Luftraum für Flugzeuge, die am Iran-Krieg beteiligt sind. Das berichtet die Zeitung «El Pais» am Montag. Aussenminister José Manuel Albares (54) bestätigte den Bericht kurz darauf in einem Interview mit dem Radiosender RAC 1. Nachdem die spanische Regierung den USA bereits die Nutzung der Luftwaffenstützpunkte Morón und Rota für Angriffe und die Versorgung von im Nahostkonflikt eingesetzten Einheiten untersagt hatte, geht sie nun einen Schritt weiter. Die Luftraumbeschränkung betrifft vor allem amerikanische Flugzeuge, die in anderen europäischen Ländern wie Frankreich oder Grossbritannien stationiert sind und an Militäroperationen am Golf beteiligt sind.

Spanien will die Eskalation im Nahen Osten nicht weiter anheizen. Das unterstrich Madrids Aussenminister Albares am Montag.
Foto: keystone-sda.ch

Albares betonte, Spanien solle nicht unternehmen, was die Eskalation verstärken könnte. Dies stehe im Einklang mit der Politik der spanischen Regierung seit Kriegsbeginn, sich nicht daran zu beteiligen, da sie den Krieg als ausserhalb des Völkerrechts liegend betrachte. Das Verbot betrifft laut «El Pais» auch Tankflugzeuge. 

In der Vergangenheit hat Trump Spanien mehrmals mit einem Ausschluss aus der Nato gedroht. In diesem Zuge thematisierte er auch mögliche Strafzölle der USA gegen das europäische Land.

30.03.2026, 07:22 Uhr

Trump erwägt Uran-Militäroperation

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Braucht er dafür die Bodentruppen? Wie das «Wall Street Journal» am Sonntagabend berichtete, erwägt US-Präsident Donald Trump (79) eine Militäroperation, um dem Iran fast 500 Kilogramm Uran abzunehmen. Die Mission dürfte mindestens Tage, vielleicht sogar Wochen in Anspruch nehmen, schreibt die US-Zeitung.

Trump soll seine Berater zudem angehalten haben, Druck auf den Iran auszuüben, damit dieser der Herausgabe des Materials als Bedingung für ein Kriegsende zustimmt. Trump habe in Gesprächen mit politischen Verbündeten deutlich gemacht, dass die Iraner das Material nicht behalten dürfen, und er hat die Möglichkeit einer gewaltsamen Beschlagnahmung erörtert, sollte der Iran es am Verhandlungstisch nicht herausgeben, berichtet das «Wall Street Journal» weiter.

US-Präsident Donald Trump will an das iranische Uran – militärisch oder diplomatisch.
Foto: keystone-sda.ch

Gegenüber Reportern erklärte Trump am Sonntagabend: «Sie werden uns den nuklearen Staub liefern.» Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), Rafael Grossi (65), vermutet, dass sich das Uran hauptsächlich an zwei der drei Standorte befindet, die die USA und Israel im Juni angegriffen haben: einem unterirdischen Tunnel im Atomkomplex in Isfahan und einem Lager in Natans. Experten zufolge verfügen die Iraner über Zentrifugen zur Urananreicherung und die Fähigkeit, eine neue unterirdische Anreicherungsanlage zu errichten.

Die Bergung des Materials im Rahmen einer Miltäroperation müsste wahrscheinlich von einem Elite-Spezialeinsatzkommando durchgeführt werden, das speziell für die Entfernung radioaktiver Stoffe aus Konfliktgebieten ausgebildet ist. «Das ist keine Sache, die man mal eben schnell erledigt», sagte der Ex-US-General Joseph Votel (68), ehemaliger Kommandant des US Central Command und des US Special Operations Command dem «Wall Street Journal». Wie mein Kollege Daniel Kestenholz in seinem Artikel schreibt, weiss Teheran bereits über Trumps Überlegungen Bescheid

30.03.2026, 05:28 Uhr

Trump spricht von De-facto-«Regimewechsel» im Iran

Von Daniel Kestenholz, Redaktor Nachtdienst

An Bord der Air Force One hat US-Präsident Donald Trump keinen Zweifel: Die Liquidierung von Revolutionsführer Ali Chamenei und Dutzenden weiterer Spitzenbeamter komme einem vollständigen Regimewechsel im Iran gleich. «Das eine Regime wurde dezimiert, zerstört – sie sind alle tot», sagte Trump gegenüber mitreisenden Journalisten am späten Sonntag. «Das nächste Regime ist so gut wie tot, und beim dritten Regime – da haben wir es mit anderen Leuten zu tun als je zuvor, und ehrlich gesagt, die sind sehr vernünftig.»

«Dritte Gruppe scheint vernünftiger zu sein»
0:58
Trump über Regimewechsel:«Dritte Gruppe scheint vernünftiger zu sein»

Es sei «wirklich ein Regimewechsel», so Trump laut der «Times of Israel». «Besser kann man es kaum machen.» Ein Abkommen zur Beendigung des Krieges «könnte bald zustande kommen». Iran habe zugestimmt, 20 weitere Schiffe durch Hormus passieren zu lassen.

Die Realität dagegen scheint komplizierter: Die Islamische Republik als solche steht noch. Washington versucht nun, mit Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf zusammenzuarbeiten. Dabei gilt der enge Vertraute der Revolutionsgarden als ebenso kompromisslos wie seine Vorgänger.

Chameneis Sohn Modschtaba, von iranischen Geistlichen zum neuen Revolutionsführer bestimmt, soll schwer verletzt sein und ist laut Trump nicht erreichbar. «Er ist vielleicht am Leben, aber offensichtlich sehr schwer verwundet», so der US-Präsident. Modschtaba Khamenei soll bereits am ersten Kriegstag getroffen und verletzt worden sein.

30.03.2026, 01:26 Uhr

Fotos zeigen zerstörtes US-Spionageflugzeug

Von Daniel Kestenholz, Redaktor Nachtdienst

Ein iranischer Raketen- und Drohnenangriff auf den Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien hat eines der wertvollsten Aufklärungsflugzeuge der US-Luftwaffe zerstört. Bilder vom Angriff am Freitag zeigen das völlig zerstörte Wrack einer E-3G-Sentry – das Rumpfmittelteil wurde förmlich aufgerissen, die Elektronik liegt offen im Schutt. Besonders verheerend: Der Angriff zielte offenbar gezielt auf das rotierende Radardom am Heck des Flugzeugs, das Herzstück des Aufklärungssystems. Mindestens zwölf US-Soldaten wurden verletzt, fünf davon schwer.

Das bei einem iranischen Angriff in Saudi-Arabien zerstörte US-Spionageflugzeug E-3G Sentry.

Die E-3G-Sentry ist kein gewöhnliches Flugzeug. Sie ist das Auge der US-Streitkräfte am Himmel – in der Lage, Drohnen, Raketen und Flugzeuge über Hunderte von Kilometern zu verfolgen. Luftwaffenexperte Colonel John Venable spricht gegenüber dem «Wall Street Journal» von einem «riesigen Problem»: Die USA besitzen nur noch 16 solcher Maschinen, die Produktion wurde bereits 1992 eingestellt. Jedes zerstörte Exemplar ist unwiederbringlich verloren. «Es schwächt unsere Fähigkeit erheblich, die Lage im Golf zu überblicken», warnt Venable.

Teheran hat mit einem einzigen Angriff nicht nur ein Dutzend US-Soldaten ausser Gefecht gesetzt, sondern auch ein strategisch unersetzliches Aufklärungssystem eliminiert. Der Ersatz – die Boeing E-7 Wedgetail – kostet 700 Millionen Dollar pro Stück und ist noch nicht einsatzbereit. Teheran machte damit unmissverständlich klar: Der Iran weiss offenbar, wo die verwundbarsten Punkte der US-Militärmaschinerie liegen.

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