Agierte Ballout (†21) allein?
Zweiter Verdächtiger nach Berlin-Anschlag untergetaucht

Nach dem tödlichen CSD-Anschlag in Berlin bleibt die Frage offen: Handelte der Täter allein? Ein Verdächtiger wurde festgenommen, freigelassen und ist nun untergetaucht. Sein Aufenthaltsort bleibt unbekannt.
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Agierte Abdul Ballout alleine oder hatte der CSD-Terrorist einen Komplizen?
Foto: imago/Independent Photo Agency Int.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Abdul Ballout (†21) raste am 25. Juli in Berlin Menschenmenge.
  • 29 Verletzte, eine Tote, Verdacht auf Komplizen führte zu Verhaftung.
  • Taymaz S. (28) freigelassen, trotz krimineller Vergangenheit seit 2024 ausreisepflichtig
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Mattia JutzelerRedaktor News

Agierte Abdul Ballout (†21) alleine oder hatte der CSD-Terrorist einen Komplizen? Diese Frage beschäftigt die Ermittler in Deutschland schon seit dem Anschlag am Samstagabend. Ballout raste mit einem weissen Lieferwagen in eine Menschenmenge am Christopher Street Day in Berlin. Eine Mutter aus Polen stirbt bei der Attacke, 29 weitere Menschen werden verletzt.

Bereits in der Nacht auf Sonntag konnten die Ermittler einen iranischen Staatsbürger festnehmen. Laut Informationen des Rundfunks Berlin-Brandenburg handelte es sich bei dem Mann um den mutmasslichen Beifahrer von Ballout. Bereits am Montag wurde der Mann jedoch aufgrund mangelnder Hinweise auf eine Mittäterschaft wieder freigelassen.

Wegen Kopfverletzung verhaftet

Recherchen der «Bild» bringen nun neue Informationen zum mutmasslichen Komplizen Ballouts ans Licht. Bei dem Iraner handle es sich um den 28-jährigen Taymaz S.

Am Samstagabend wurde er mit einer Kopfverletzung in der Nähe des Tatorts verhaftet. Der Grund: Die Frontscheibe des weissen Tatfahrzeugs war beim Terroranschlag auf Höhe des Beifahrersitzes kaputtgegangen. Die Ermittler gingen davon aus, dass dieser Schaden von einem möglichen Beifahrer verursacht wurde. Deshalb wurde im Umfeld des Tatorts nach einer Person mit Kopfverletzung gefahndet.

Im Fahrzeug selbst wurden jedoch keine DNA-Spuren des 28-Jährigen gefunden. Taymaz S. wurde dementsprechend wieder auf freien Fuss gesetzt.

Taymaz S. wäre ausreisepflichtig

Der Iraner hat aber offenbar trotzdem keine weisse Weste. Der «Bild» liegt die Asylakte von Taymaz S. vor. Der 28-Jährige ist demnach seit August 2024 aufgrund mehrerer Straftaten ausreisepflichtig. Zu diesen Straftaten gehören mehrfache gefährliche Körperverletzung, Bandendiebstahl und räuberische Erpressung.

Zwar liessen die Behörden den Iraner trotzdem laufen. Die Polizei hatte aber scheinbar die Absicht, Taymaz S. zu observieren. Der 28-Jährige ist den Beamten aber scheinbar entwischt. Laut Informationen aus Sicherheitskreisen ist den Behörden der aktuelle Aufenthaltsort des Iraners nicht bekannt.

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