Jahrelang geheim gehalten
Ist das die neue Wunderwaffe der Ukraine?

Inmitten anhaltender Konflikte präsentiert Wolodimir Selenski nebenbei eine neue Geheimwaffe: die Flugabwehrrakete Koral. Das in der Ukraine entwickelte System könnte im Kriegsverlauf gegen Russland entscheidend werden.
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Am Montag präsentierte sich der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski in einer Videobotschaft zwischen verschiedenen Waffensystemen.
Foto: x.com / @Wolodimir Selenski

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Selenski enthüllt neue Flugabwehrrakete und Roboter in Videobotschaft am Montag
  • Koral-Rakete soll bis 100 km Reichweite haben
  • Über 20'000 Einsätze ukrainischer Kriegsroboter in drei Monaten an der Front
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Mattia JutzelerRedaktor News

Der Krieg im Nahen Osten hat den Kampf in der Ukraine momentan etwas in den Hintergrund gerückt. Aufgrund des Iran-Konflikts fällt es Kiews Verbündeten ausserdem schwer, die ohnehin schon bescheidenen Lieferungen von Luftabwehrsystemen aufrechtzuerhalten. Laut der Website The War Zone ist es für die Ukraine im Krieg gegen Russland deshalb essenziell, eine eigene Boden-Luft-Rakete zu entwickeln.

Wie es jetzt aussieht, hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (48) jüngst so eine Waffe enthüllt. In einer Videoansprache am Montag inszeniert sich Selenski inmitten mehrerer Waffensysteme. Bei einem dieser Systeme handelt es sich um ein bisher unbekanntes Modell, das ohne offizielle Benennung in der Videobotschaft auftauchte. Laut dem Fachportal Defence Blog handelt es sich dabei um die Flugabwehrrakete Koral.

Bis zu 100 Kilometer Reichweite

In Selenskis Video sind demnach einige charakteristische Merkmale der Rakete erkennbar gewesen. Darunter der Motor, der Suchkopf und ein berührungsloser Funk- oder Laser-Näherungszünder.

Laut The War Zone wurde die Reichweite der Rakete erst auf 30 bis 50 Kilometer geschätzt. Später tauchte allerdings eine Angabe von bis zu 100 Kilometern auf. Die Rakete soll rund 300 Kilogramm wiegen, einen Gefechtskopf von etwa 25 Kilogramm tragen und mit etwa 3600 Kilometern pro Stunde fliegen.

Die Koral-Rakete soll neben feindlichen Flugzeugen und Marschflugkörpern auch ballistische Raketen abschiessen können. Dafür braucht die Waffe laut «Focus» eine hohe Beweglichkeit, da diese Ziele schnell ihre Höhe und Richtung ändern können. In der Koral-Rakete ist deshalb neben klassischen Steuerflächen auch eine Gaslenkung im Triebwerksstrahl verbaut. So soll die Rakete noch kurz vor Einschlag ihre Flugbahn korrigieren können. 

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Auch Roboter präsentiert

Das Programm rund um die Luftabwehrrakete selbst ist weiterhin streng geheim, schreibt der Defence Blog. Bekannt ist allerdings, dass die Koral-Rakete in der Ukraine selbst entwickelt und hergestellt werden soll. Eine erste Version der Waffe wurde bereits 2021 präsentiert. Ob die Rakete bereits in Serienproduktion gegangen ist, hat Kiew bislang nicht bekannt gegeben.

Neben der neuen Rakete präsentierte Selenski auch die neueste militärische Robotertechnologie. Diese unbemannten ukrainischen Waffensysteme sind laut dem Präsidenten in den vergangenen drei Monaten bereits über 20'000-mal an der Front zum Einsatz gekommen. Die Kriegsroboter hätten es einmal sogar geschafft, ohne Hilfe menschlicher Infanterie eine russische Position zu erobern.

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