Darum gehts
- Am 1. April führen Ukraine und USA Gespräche über Kriegsende.
- Russland fordert Rückzug aus Donezk, Ukraine will Frontlinienlösung.
- Letzte Gespräche am 22. März, als «konstruktiv» bewertet.
Am 1. April werden die Ukraine und die Vereinigten Staaten Videogespräche führen, um eine Beendigung des Krieges zu erörtern. Das kündigte Präsident Wolodimir Selenski (48) anlässlich des vierten Jahrestags der Befreiung von Butscha auf einer Pressekonferenz an.
«Ich werde dabei sein – man hat mich auch darum gebeten», sagte der Präsident der Ukraine. Neben ihm sollen Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59), Steve Witkoff (67), Jared Kushner (45) und Lindsey Graham (70) an den Gesprächen teilnehmen. Diskutiert werde unter anderem, wie nah man einem trilateralen Abkommen sei.
Donbass weiterhin wichtigstes Thema
Der Präsident betonte, dass die Territorialfrage, insbesondere die Lage im Donbass, weiterhin das dringendste Thema sei. Die Ukraine sei bereit, den Krieg entlang der Frontlinien zu beenden, während Russland weiterhin den Rückzug der Ukraine aus der Region Donezk fordert.
«Sie sagen den Amerikanern, es gebe eine neue Frist: In zwei Monaten würden sie den Osten unseres Landes, den Donbass, einnehmen. Und darum hat die Ukraine zwei Monate Zeit, um das Gebiet zu verlassen, dann wäre der Krieg vorbei. Aber wenn wir nicht gehen, wird Russland den Donbass erobern – und dann werden andere Friedensbedingungen gelten», so Selenski vor den Medien.
«Wenn ihr einziges Ziel der Donbas ist, warum sagen sie dann, dass sie weiter vorgehen?» Es gehe Putin also gar nicht nur um den Donbass, warnt der Ukraine-Präsident.
Selenski hofft auf Vernunft statt Emotionalität
Er fügte hinzu, dass Russland trotz realer Umsetzungsschwierigkeiten weiterhin Druck auf die USA ausübe, um Zugeständnisse von der Ukraine zu erzwingen. «Wir hoffen sehr, dass wir in den Verhandlungen wieder Vernunft statt Emotionalität walten lassen können», so Selenski.
Die Ukraine hatte zuletzt am 22. März Gespräche mit den USA ohne russische Beteiligung geführt. Diese wurden als «konstruktiv» bewertet, und Fortschritte bei der Einigung auf Positionen sowie der Eingrenzung offener Fragen wurden berichtet.