Darum gehts
- Florida plant Umbenennung Flughafens in Palm Beach in «President Donald J. Trump International Airport»
- Gouverneur Ron DeSantis möchte die Änderung bis zum 1. Juli umsetzen
- Die FAA muss zustimmen, dazu Navigationskarten und Datenbanken aktualisieren
Wer an US-Präsident Donald Trump denkt, dem kommt früher oder später sein opulentes Anwesen im Bundesstaat Florida in den Sinn. Mar-a-Lago, die dekadente Villa in West Palm Beach, wurde von Trump unter anderem als eine Art War-Room verwendet, von wo aus er etwa den Angriff auf den Iran befahl.
Wenn der US-Präsident in sein Anwesen reist, landet sein Flugzeug fast immer auf dem Palm Beach International Airport. Der Flughafen befindet sich nur rund drei Kilometer von Mar-a-Lago entfernt. Jetzt möchte der Bundesstaat Florida, genauer gesagt Gouverneur Ron DeSantis (47), diesen Flughafen auf «President Donald J. Trump International Airport» umtaufen. Die Änderung soll am 1. Juli in Kraft treten.
Behörde muss Antrag bewilligen
Bevor der Flughafen aber seinen Namen offiziell ändert, muss die US-Luftfahrtbehörde FAA noch ihr Okay geben. Die FAA erklärte, sie müsse noch einige Formalitäten erledigen, «darunter die Aktualisierung von Navigationskarten und Datenbanken», um die Änderung zu bestätigen. Das berichtet unter anderem der Sender N-TV.
Der «President Donald J. Trump International Airport» ist nicht die einzige Institution in Florida, mit der sich Trump verewigen will. In Miami ist ebenfalls eine Präsidentenbibliothek geplant.
Trump und Kennedy
Auch an seinem Arbeitsort, der US-amerikanischen Hauptstadt Washington D.C., scheint Trump gerne an Gebäuden vorbeizufahren, die seinen Namen tragen. Im Dezember 2025 drückt der amtierende US-Präsident dem «John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts» seinen Namen auf. Das hätte das Direktorium des angesehenen Kulturzentrums – dem Trump vorsteht – damals einstimmig beschlossen. Das Gebäude heisst nun «The Donald J. Trump and the John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts».
Trumps Institut für Frieden
Auch den Hauptsitz des US-Instituts für Frieden, einer vom Kongress finanzierten Denkfabrik, liess Trump im Dezember 2025 auf seinen Namen umtaufen. Darüber schrieb unter anderem das Wochenmagazin «The Week». Aus dem «United States Institute of Peace» wurde das «Donald J. Trump United States Institute of Peace». Gut zwei Monate nach der Namensänderung gab der US-Präsident sein Okay für den Angriff auf den Iran.
Kriegsschiffe der Trump-Klasse
Besser zu Letzterem passen die US-amerikanischen Kriegsschiffe der Trump-Klasse. Ende letzten Jahres gab der amtierende Präsident bekannt, dass seine Marine eine neue Linie an Kriegsschiffen entwickeln soll. Die ersten dieser bis zu 40'000 Tonnen schweren Schiffe sollen laut dem US-Kriegsministerium schon Anfang der 2030er-Jahre fertig werden – und natürlich Donald Trumps Namen tragen.