Darum gehts
- USA und Israel starten Operation Epic Fury gegen Irans Nuklearprogramm am 28. Februar
- Innerhalb von 24 Stunden über 1000 Ziele im Iran präzise getroffen
- Vier US-Soldaten getötet, Angriffe werden in den nächsten Tagen ausgeweitet
«Die tödlichste, komplexeste und präziseste Luftoperation der Geschichte.» So nennt US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) die Operation Epic Fury. Ziel der amerikanischen und israelischen Streitkräfte ist die endgültige Vernichtung des iranischen Nuklearprogramms.
Schon im Sommer 2025 haben Luftangriffe einen Grossteil der nuklearen Anlagen im Land zerstört. «Jetzt ist es das Ziel, zu verhindern, dass der Iran je wieder ein solches Programm aufbauen kann», betont Hegseth an der Pressekonferenz. Dafür soll der sogenannte «iranische Schutzschild» zerstört werden, also die militärische Kapazität des Landes. «Wir zerstören Raketen-Abschuss- und Produktionsanlagen, die Marine des Irans sowie weitere Sicherheitsinfrastruktur.»
Bei der Operation gab es allerdings auch zivile Opfer. Laut dem iranischen Roten Halbmond, Pendant zum Roten Kreuz, wurden bislang über 550 Menschen infolge von Epic Fury getötet. Der Angriff wirft zudem weitere völkerrechtliche Fragen auf, da keine Resolution des UN-Sicherheitsrates zu einem Angriff auf den Iran vorliegt.
Wochenlange Vorbereitung
Die Operation begann offiziell am Samstag, dem 28. Februar, um 7.15 Uhr Schweizer Zeit – das Go gab Trump bereits am Freitagnachmittag. «Am Freitag, dem 27. Februar, um 15:38 Uhr, erhielt das US-Zentralkommando über den Kriegsminister den endgültigen Startbefehl von Präsident Trump. Der Präsident wies an, und ich zitiere: ‹Operation Epic Fury ist genehmigt. Keine Abbrüche. Viel Glück›», beschrieb Dan Caine (57), der Vorsitzende des US-Generalstabs den Ablauf der Operation.
Vorbereitet habe man sich aber bereits Wochen und Monate vorher. Die US-Armee habe die letzten 30 Tage damit verbracht, ihre Streitkräfte im Nahen Osten in Position zu bringen. «Sie sollten sich bereit halten, um im Falle einer Bedrohung sofort zuschlagen zu können.»
Dabei stand vor allem die Zusammenarbeit verschiedener Teile der US-Armee sowie der israelischen Streitkräfte im Fokus. Mehrere Tausend Soldatinnen und Soldaten stehen laut dem General im Einsatz. «Diese Operation hat gezeigt, wozu wir fähig sind.»
Störung der Kommunikation im Iran
Die Operation startete im Weltraum. Zusammen mit Soldaten aus dem Bereich der elektronischen Kriegsführung störte die US-Space-Force die Kommunikationskanäle im Iran. «So wurde es für den Iran erschwert, unsere Angriffe vorherzusehen und zu reagieren», erklärt der General.
Um 7.15 Uhr starteten über 100 Flugzeuge, um mit dem Angriff auf den Iran zu beginnen. «Besonders stark wurden die Marinestützpunkte an der Südflanke des Landes ins Visier genommen.» Auch am Boden stationierte Artillerie habe laut dem General «präzise und tödliche Schüsse» auf Ziele im Iran abgegeben. In den ersten 24 Stunden der Operation Epic Fury wurden laut Caine insgesamt über 1000 Ziele im Land getroffen.
Lufthoheit errungen
«Die Operation läuft nun seit gut 75 Stunden», sagte Caine bei der Pressekonferenz um 14 Uhr. Die USA und Israel hätten mittlerweile die Lufthoheit im Iran errungen. «Das wird die Sicherheit unserer Streitkräfte verbessern und es ihnen erlauben, die Operation fortzusetzen.» Die Verteidigungssysteme der USA hätten ausserdem bereits Hunderte iranische Raketen abgefangen.
Der Umfang der Angriffe auf den Iran werde sich in den nächsten Tagen noch vergrössern, kündigte der General an. Dabei würden sich weitere Kriegstote auf amerikanischer Seite wohl «nicht vermeiden lassen». Bislang haben vier US-Soldaten bei Operation Epic Fury ihr Leben verloren.