Darum gehts
- Donald Trump bestätigt iranische Seeminen in Strasse von Hormus
- Zwölf Maham 3-Minen mit 120 kg TNT ohne Lagekarte auf Meeresboden
- Tiefseedrohnen und Sonar notwendig, um Minen zu orten und entschärfen
US-Präsident Donald Trump (79) behauptete am Freitag, die vom Iran in der Strasse von Hormus verlegten Seeminen seien mittlerweile vollständig geborgen – oder würden derzeit noch entfernt. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er dazu: «Der Iran hat mithilfe der USA alle Seeminen geräumt oder ist dabei, sie zu räumen!»
Schon vor einiger Zeit hatten US-Medien berichtet, dass iranische Streitkräfte einige Seeminen in die Strasse von Hormus gelegt haben, jetzt wurde diese Information auch von Trump bestätigt. Die Frage, die sich bei der Minen-Mission stellte: Wie lokalisiert man die Sprengsätze und entschärft sie?
Minen verfügen über Magnetsensor und Akustiksensor
Die iranischen Revolutionsgarden hatten die Minen offenbar überstürzt verlegt, vermutlich mithilfe von Fischerbooten, um dem Beschuss der US-Luftwaffe zu entgehen. Es gab keine genaue Karte ihrer Lage, berichtete «La Repubblica» am Samstag. Laut der italienischen Zeitung sollen die Mullah-Gesandten während der Verhandlungen in Pakistans Hauptstadt Islamabad gesagt haben: «Wir wissen nicht, wo sie sind, und wir haben nicht die Mittel, sie zu neutralisieren.»
Zwölf Minen des Typs Maham 3, die jeweils mit 120 Kilogramm TNT beladen wurden, sollen auf dem Meeresboden versteckt worden sein. Die Ladung einer Mine reicht aus, den Rumpf eines Schiffes aufzubrechen, Maschinenräume zu zerstören oder ein Schiff manövrierunfähig zu machen oder zum Sinken zu bringen. Sie verfügen über einen Magnetsensor, der durch die Metallmasse der Schiffe aktiviert wird, und einen akustischen Sensor, der sie beim Geräusch von Schiffspropellern zur Detonation bringt.
Tiefseedrohne muss ran
Die Ortung der Maham 3-Minen ohne ihre Koordinaten ist eine äusserst komplexe Mission. Minensucher-Boote können sich ihnen nicht nähern, da der Lärm ihrer Motoren die Sprengsätze sonst zur Explosion bringen würde. Stattdessen muss eine ferngesteuerte Tiefseedrohne zum Einsatz kommen, die den Meeresgrund mit Sonar absucht.
Noch problematischer sind die iranischen Sprengsätze älterer Bauart, zu denen es in den vergangenen Tagen ebenfalls unbestätigte Berichte gab. Sie sind mit Kontaktzündern versehen und ähneln optisch Seeigeln.
Sie sind für gewöhnlich mit einer Kette verankert, die den Berichten nach in einigen Fällen gerissen sein soll, wodurch sie im Persischen Golf getrieben haben sollen. Eine solche Bedrohung würde die Lage zusätzlich verschärfen, da sie die Überwachung der Meeresoberfläche erfordert.