Darum gehts
- Trump sagt im Interview «it's close to over» im Kontext des Konflikts am Persischen Golf
- mögliche Friedensgespräche in Islamabad in den kommenden Tagen
- Leser zweifeln an Glaubwürdigkeit von Trumps Aussagen
Wie geht es weiter im Iran-Krieg? Für Aufsehen sorgt dabei eine Aussage von US-Präsident Donald Trump: In einem Interview mit Fox Business antwortete er auf die Frage, ob der Krieg vorbei sei: «Ich glaube, er ist fast vorbei.» Er zeigt sich überzeugt, dass der Iran dringend an einer Einigung interessiert sei und einen Deal abschliessen wolle.
Parallel dazu stellte Trump Friedensgespräche in Islamabad in Aussicht, die bereits in den kommenden Tagen stattfinden könnten. Auch vor Ort gibt es erste vorsichtige Signale: Trotz der angespannten Lage hat der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus zuletzt zugenommen, während das US-Militär mit der Räumung von Seeminen begonnen hat.
Skepsis gegenüber Trumps Aussagen
Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Konflikts stösst in der Leserschaft allerdings auf Skepsis. Viele zweifeln an der Glaubwürdigkeit von US-Präsident Donald Trump. So schreibt Leser Hans Huber zugespitzt: «Was Trump sagt, oder ob er etwas nicht sagt, hat null Bedeutung, es ist Luft, Abluft, NICHTS!»
Für Manfred Hürlimann ist klar: «Der Oberplauderi hat schon wieder geplaudert. Schon der Ukrainekrieg war nach seinen Aussagen nach drei Wochen zu Ende. Wie viele Wochen sind seither vergangen? Und nun plaudert er vom Ende des Irankrieges, den er zusammen mit der israelischen Armee angefangen hat?»
Auch Sabine Keller meint: «Wenn Donald Trump das Ende eines Krieges per Interview verkündet, hat das für mich wenig mit Realität zu tun.» Er habe schon oft grosse Ankündigungen gemacht, die sich später als haltlos erwiesen hätten. «‹Close to over› passt in dieses Muster: viel Rhetorik, wenig Substanz. Wer so kommuniziert, verspielt Vertrauen. Aber das ist ja ohnehin schon weg.»
Chris Meister findet ähnliche Worte: «Dass der Krieg vorbei sei, hat Trump schon dutzendmal verkündet. Vorbei ist er erst, wenn die USA alle Punkte des Irans erfüllen: Die Kapitulation der USA in anderen Worten.»
Sorge vor wirtschaftlicher Eskalation
Daneben diskutiert die Leserschaft auch die geopolitische Rolle Israels im Konflikt sowie mögliche wirtschaftliche Folgen einer weiteren Eskalation. So schreibt Martin Ueltschi: «Diese Blockade mag den Iran stark finanziell schaden. Aber die daraus resultierende Erdölverknappung wird die Weltwirtschaft noch um Faktoren mehr schaden – ein totales Eigentor eines verblendeten Narzissten.» Weiter warnt er: «Wenn der Iran mit der Unterstützung der Huthi nun den Zugang zum Roten Meer schliesst, dann ist eine globale wirtschaftliche Apokalypse so sicher wie das Amen in der Kirche.»
Auch Leser Martin Rettenmund äussert sich grundsätzlich zum Konflikt: «Dieser Krieg wird wohl als der absolut strategieloseste und kopfloseste in die Geschichte eingehen. Trump hat absolut nichts erreicht, aber Israel hat endlich sein wahres Gesicht gezeigt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Welt gegen Israel erhebt.»