Produkte fehlen wochenlang
Das steckt hinter den neusten Lücken im Migros-Regal

In der Migros sind seit Wochen verschiedene Deos nicht mehr erhältlich. Eigenmarken wie I am und M-Budget fehlen. Grund sind Änderungen bei Produktion und Beschaffung. Der Unterbruch kann noch länger andauern.
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Verschiedene Deos sind in der Migros seit Wochen nicht mehr zu haben.
Foto: Blick

Darum gehts

  • In Migros-Filialen fehlen Eigenmarken-Deos wegen Lieferunterbrüchen
  • Probleme betreffen I am und M-Budget
  • Der Unterbruch kann noch lange dauern
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Bei der Migros hats derzeit empfindliche Lücken im Deo-Regal. Mit dem Rekordsommer hat das allerdings nichts zu tun. «Lieferunterbruch» schreibt der orange Riese auf den Preisschildern der fehlenden Produkte, wie ein Blick in die Filiale am Stadelhofen in Zürich zeigt.

Betroffen sind allerdings nicht alle Deodorants. Markenprodukte wie Borotalco, Denim oder Axe stehen weiterhin in den Regalen, wie CH Media zuerst berichtet hat. Probleme gibt es ausgerechnet bei den Migros-Eigenmarken I am und M-Budget. Sowohl Deo-Sprays als auch Roll-ons fehlen teilweise.

Fehlen noch «ein paar Wochen»

Die Migros bestätigt die Engpässe gegenüber Blick. «Die Lieferunterbrüche stehen im Zusammenhang mit Änderungen in der Beschaffung und Produktion einzelner Produkte», sagt eine Sprecherin. Gewisse Deos sind schon länger knapp. «Bei einzelnen Deodorant-Produkten unserer Eigenmarken kommt es seit einigen Wochen zu Lieferunterbrüchen», sagt sie. Die Verfügbarkeit werde schrittweise wiederhergestellt. Aber: «Je nach Produkt kann dies noch ein paar Wochen in Anspruch nehmen», so die Migros-Sprecherin.

Spannend:. Erst im März hat sich die Migros von der Kosmetikherstellerin Mibelle mit 1400 Angestellten getrennt – und diese nach Spanien verkauft. Zum Handkuss gekommen ist das spanische Familienunternehmen Persán mit Sitz in Sevilla.

Eine Mibelle-Sprecherin sagt zu Blick: «Mibelle hat die Produktion von Deodorants bereits vor einiger Zeit eingestellt und beliefert die Migros in diesem Produktsegment nicht mehr. Die aktuell diskutierten Lieferengpässe stehen daher nicht im Zusammenhang mit Mibelle oder unserer Eigentümerin Persán.»

Persán ist vor allem in den Bereichen Körper- und Haushaltspflege tätig. Die Übernahme ist Teil der internationalen Expansionsstrategie der Spanier. Bisher war das Unternehmen mit drei Werken in Spanien, Frankreich und Polen vertreten. Die Firma ist grösstenteils als Herstellerin von Eigenmarken für verschiedene Handelsketten und Supermärkte tätig und produziert Artikel für die verschiedensten Marken.

Türkische Limonade statt Coca-Cola

Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten reagieren empfindlich, wenn sie beim Shoppen auf Lücken im Gestell treffen. Meist stecken dann harte Preisverhandlungen dahinter. Etwa wenn in der Migros Fanta und Sprite fehlen, weil der orange Riese einen Preiskampf mit Coca-Cola führt – und stattdessen türkische Limonade feilbietet. Im Sommer gab es wegen eines Preiskampfs in den Filialen von Migros und Discounter-Tochter Denner kein Sanpellegrino.

Nicht immer stecken aber Verhandlungen um den Preis hinter den Lücken im Regal. Zuletzt waren auch im Migros-Onlineshop verschiedene Produkte nicht erhältlich. Grund dafür war das neue Logistikzentrum in Regensdorf ZH.

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