Lohnt sich das überhaupt?
Zentralschweizer Mini-Skigebiet baut neuen Lift auf 765 m ü. M.

Das tief gelegene Familienskigebiet Nollen in Unterägeri ZG zeigt der Klimaerwärmung die kalte Schulter – und investiert in einen neuen Skilift! Er liegt auf nicht einmal 800 Metern über Meer. Und soll über 700 Wintersportler pro Stunde den Berg hochziehen können.
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Das Miniskigebiet Nollen liegt auf 765 Metern über Meer – jetzt gibts einen neuen Skilift.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Skigebiet Nollen in Unterägeri ZG baut auf 765 Metern einen neuen Lift
  • Die Kosten des Kinderlifts wurden dank Spenden und Arbeit auf 167’000 CHF gesenkt
  • Zwölf Tage mit Schnee reichen, um den Skilift wirtschaftlich kostendeckend zu betreiben
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Das braucht Mut! Trotz immer milderen Wintern und seiner tiefen Lage glaubt das Miniskigebiet Nollen in Unterägeri ZG an den Wintersport. Und investiert in die Zukunft. Auf nur 765 Metern über Meer wird derzeit ein neuer Skilift gebaut. Das ist bemerkenswert: Denn deutlich höher gelegene und traditionsreiche Wintersportorte wie zuletzt Braunwald GL auf knapp 1300 Metern über Meer stellen den Skibetrieb ein.

Doch am Nollen will man nicht aufgeben. Im Gegenteil: Die Betreiber setzen auf einen modernen Lift, der bis zu 720 Personen pro Stunde befördern kann. Geplant war die neue Anlage eigentlich schon früher. Nun kommt sie eine Saison später als vorgesehen. Finanziell sei das Projekt eine Herausforderung, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

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Preis auf 167’000 Franken gedrückt

Ursprünglich hätte der neue Kinderlift 225’000 Franken kosten sollen. Dank besser ausgehandelter Konditionen, Unterstützung von Gönnern, Materialspenden und viel freiwilliger Arbeit konnten die Betreiber die Kosten auf 167’000 Franken drücken. Rund 200 Stunden unbezahlte Arbeit leisteten Helferinnen und Helfer. Die Gemeinde Unterägeri hatte bereits 150’000 Franken zugesichert. Ganz abgeschlossen ist die Finanzierung allerdings noch nicht. Gespräche mit Sponsoren und weiteren Institutionen laufen weiter.

Dass sich die Investition trotz tiefer Lage rechnen kann, begründet Verwaltungsrat Mark Zumbühl mit einer einfachen Rechnung: Rund zwölf Betriebstage mit genügend Schnee reichten aus, dass der Skilift wirtschaftlich kostendeckend arbeite, sagt er gegenüber dem Onlineportal Zentralplus. In den vergangenen Saisons waren es 14 Tage.

2,5 Millionen für den Skilift Horn

Dass sich ein Skilift auch auf unter 1000 Metern rentabel betreiben lässt, zeigt ein Blick ins Appenzellerland: Die Verantwortlichen der Luftseilbahn Wasserauen-Ebenalp nehmen ausgerechnet für den tief gelegenen Skilift Horn richtig viel Geld in die Hand. Neben dem Bügellift auf 800 Metern über Meer wollen sie das Gebäude der Talstation und die Kommandozentrale bei der Bergstation erneuern lassen. Hinzu kommen eine Wasserkühlanlage und neue Schneekanonen. Das Preisschild für alles: 2,5 Millionen Franken.

Ist es das wirklich wert? «Wir sind überzeugt, dass der neue Lift bei den Gästen gut ankommen und sich wirtschaftlich auch lohnen wird», sagte Jan Fässler, Leiter Marketing und Kommunikation des Familienskigebiets, gegenüber Blick. Ausschlaggebend sollen die neuen Beschneiungsanlagen sein. «Damit können wir in kurzen Kälteperioden gezielt beschneien», so Fässler. 

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