Flugsicherung in der Krise
Skyguide konkretisiert Sparpläne – 50 Kündigungen vorgesehen

Die Schweizer Flugsicherung Skyguide steckt in finanziellen Problemen – und kündigte im Frühling eine Entlassungswelle an. Jetzt ist klar: Es kommt zu 50 Kündigungen, einige davon noch in diesem Jahr. Es hätte aber noch viel schlimmer kommen können.
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Die Flugsicherung Skyguide will 50 Kündigungen aussprechen.
Foto: Philippe Rossier

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Skyguide streicht 50 Stellen in Dübendorf und Genf bis Frühling 2027
  • Ursprünglich drohten Kündigungen von bis zu 220 der 1500 Mitarbeitenden
  • Jährliches Finanzloch: 15 bis 20 Millionen CHF trotz Einsparungen
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Jetzt ist klar, wie viele Angestellte bei Skyguide gehen müssen. Insgesamt kommt es bei der Flugsicherung zu 50 Kündigungen, wie das Unternehmen am Montag mitteilt. Damit fällt die Entlassungswelle weniger hart aus als im Februar noch angekündigt: Ursprünglich drohte die Kündigung von bis zu 220 der rund 1500 Beschäftigten. Während des Konsultationsverfahrens konnte also der ganz grosse Hammer abgewendet werden.

Die erste Kündigungswelle rollt diesen Herbst durch die Zentralen der Schweizer Flugsicherung in Dübendorf ZH und Genf. In den kommenden Wochen erhalten 14 Angestellte die Kündigung. Als weitere Sparmassnahme verschlankt Skyguide die Konzernstruktur: Die Geschäftsleitung schrumpft von neun auf fünf Köpfe. Im Frühling 2027 folgen dann 35 weitere Kündigungen. Diesbezüglich läuft die konkrete Planung aber noch, wie es in einer Medienmitteilung dazu heisst. Gleichzeitig betont das Unternehmen: Man halte am geplanten Sparziel von 51 Millionen Franken und dem Abbau von rund 200 Stellen unverändert fest.

Flugsicherung unter Druck

Den Sparkurs rechtfertigt Skyguide mit dem massiven finanziellen Druck. Trotz eines heissen Reisesommers hinkt das Flugaufkommen den Prognosen hinterher. Die bittere Konsequenz: Jährlich klafft ein Loch von 15 bis 20 Millionen Franken in der Kasse. Gleichzeitig streitet Skyguide mit den europäischen Behörden über die Höhe der Vergütung.

Skyguide steckt seit Jahren in der Dauerkrise. Peter Merz (57) übernahm im letzten November als CEO – und erbte von seinem Vorgänger Alex Bristol (56) viele Probleme. Bereits Ende 2025 griff der neue Skyguide-Chef durch: Er verhängte einen Einstellungs- und Beschaffungsstopp. Und kündigte an, in diesem Jahr 24 Millionen Franken sparen zu wollen. Nun folgt die Entlassungswelle mit 50 Kündigungen.

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