Nach jedem Spiel hagelts Hassnachrichten für Bencic
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«Wir töten seine Familie»
Italienisches Tennis-Ass macht Morddrohungen öffentlich

Nach seinem Sieg gegen Stan Wawrinka bei den US Open enthüllt Matteo Berrettini Morddrohungen gegen seine Familie. Die Drohungen stehen im Zusammenhang mit Sportwetten. Er fordert deshalb besseren Schutz für junge Tennisprofis.
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Matteo Berrettini enthüllt Morddrohungen gegen seine Familie.
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Matteo Berrettini enthüllt Morddrohungen gegen seine Familie
  • Bruder erhielt Drohungen bei French Open, Täter forderten absichtliche Niederlagen
  • Berrettini fordert besseren Schutz, insbesondere für junge Profis
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Manuela BiglerRedaktorin Sport-Desk & Respeakerin

Matteo Berrettini (30, ATP 43) sorgt an den US Open für eine schockierende Enthüllung. Der Italiener gibt nach seinem Auftaktsieg (7:6, 7:6, 6:0) gegen Stan Wawrinka (41, ATP 127) bekannt, dass seine Familie Morddrohungen erhalten habe, die offenbar durch verlorene Sportwetten ausgelöst wurden.

Nach der Partie gegen den Romand, der sich mit der Niederlage von der Tennisbühne verabschiedete, wurde Berrettini bei der Pressekonferenz im Hinblick auf die neue Partnerschaft der US Open mit dem Prognosemarkt Kalshi befragt und auf die zunehmende Verbindung zwischen Tennis und Wettgeschäft angesprochen.

«Wir töten seine Familie»

Der 30-Jährige erklärte daraufhin, sein Bruder Jacopo habe während der French Open zu Beginn des Jahres Drohnachrichten erhalten, die im Zusammenhang mit seinen Partien standen. «Ich habe ein Spiel gewonnen, und sie haben meinem Bruder Sachen geschrieben wie: ‹Matteo ist so schlecht. Sag ihm, er soll verlieren, ansonsten töten wir seine Familie›», berichtete Berrettini über die bedrohlichen Nachrichten.

Der Hintergrund der Drohungen seien Personen, die auf Berrettinis Partien gewettet hatten und den Ausgang der Matches beeinflussen wollten. Der Vorfall sei umgehend der ATP gemeldet und Anzeige erstattet worden, betonte der Italiener. Auch die Telefonnummern und weitere Informationen hätten sie an die Tennisorganisation weitergeleitet.

Beleidigungen zu Karrierebeginn

Berrettini beschäftigt diese Vorfälle persönlich. Vor allem um jüngere Profis macht er sich dabei Sorgen. «Ich bin 30 Jahre alt und erwachsen. Wenn ich aber an die jüngeren Spielerinnen und Spieler denke, kann es beängstigend sein, solche Nachrichten zu erhalten, und den psychischen Druck erhöhen», so der ehemalige Weltranglisten-Sechste. Er fordert deshalb bessere Schutzmassnahmen und eine stärkere Organisation, die sich gezielt mit Bedrohungen und Wettmissbrauch beschäftigt.

Berrettini ist kein Einzelfall. Bereits im März enthüllte die italienische Tennisspielerin Lucrezia Stefanini (28, WTA 119), dass sie vor ihrem Qualifikationsmatch für Indian Wells von einer unbekannten Nummer massive Morddrohungen über Whatsapp erhalten habe. Auch Berrettini hatte schon vor mehreren Jahren zu Beginn seiner Karriere berichtet, dass er nach Niederlagen regelmässig beleidigende Nachrichten erhalte. Dass im aktuellen Fall seine Familie bedroht werde, überschreitet für ihn aber nun definitiv eine Grenze.

Für den Italiener sind die US Open derweil beendet. Dem Argentinier Mariano Navone (25, ATP 49) unterliegt Berrettini 6:3, 3:6, 4:6 und 6:7 und muss damit seine Segel beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres streichen.

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