«Sie schickten mir das Foto einer Waffe»
Tennis-Profi Stefanini wird vor Match mit dem Tod bedroht

Die Tennisspielerin Lucrezia Stefanini berichtet von schlimmen Vorfällen rund um ihrem Quali-Match für das Turnier von Indian Wells. Die Italienerin bekam offenbar üble Morddrohungen.
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Lucrezia Stefanini macht derzeit eine schwere Zeit durch,
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Tennisspielerin Lucrezia Stefanini erhielt vor Indian-Wells-Match Morddrohungen via Whatsapp
  • Unbekannte nannten Elternnamen, Geburtsort und schickten Foto einer Waffe
  • WTA filterte 2024 rund 12'000 Hasskommentare, 15 Fälle an Behörden gemeldet
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Andri BäggliRedaktion Sport

Die italienische Tennisspielerin Lucrezia Stefanini (WTA 138) erlebt eine schwere Zeit. Die 27-Jährige verlor ihr Qualifikationsmatch für Indian Wells gegen die Andorranerin Victoria Jimenez Kasintseva mit 6:4, 4:6, 4:6. Doch die sportliche Pleite ist gar nicht ihre grösste Sorge.

Wie Stefanini schildert, erlebte sie zuletzt einen wahren Horror. Vor der Partie gegen Kasintseva erhielt die Italienerin offenbar massive Morddrohungen über Whatsapp von einer unbekannten Nummer.

«Ich erhielt eine Nachricht, in der mir gedroht wurde, dass man mich und meine Familie umbringen würde, sollte ich das Spiel gewinnen.» Damit aber nicht genug. Um die Spielerin weiter einzuschüchtern, schickten die unbekannten Täter der Italienerin auch noch ein Foto einer Waffe. «Sie nannten sogar die Namen meiner Eltern und meinen Geburtsort. Das ist sehr ernst», so Stefanini.

«Tennis wird von solchen Leuten zerstört»

Die Spielerin meldete den Vorfall direkt dem Verband, der sofort Massnahmen ergriff. «Sie begleiteten mich zum Auto und standen mir während des gesamten Turniers zur Verfügung.»

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Alle involvierten Personen seien sehr freundlich und hilfsbereit gewesen. Stefanini ist trotzdem entsetzt über die Vorkommnisse: «Ich kann nicht glauben, dass der Tennissport von solchen Leuten zerstört werden kann und dass ich mit so einem schlechten Gefühl auf den Platz gehen musste.»

Davon unterkriegen lassen will sich die Weltnummer 138 aber nicht. «Trotz allem habe ich mein Bestes gegeben, um das Match zu Ende zu spielen. Ich werde dieser Nachricht nicht noch mehr Bedeutung beimessen, aber ich habe Anzeige erstattet und das werde ich auch weiterhin tun, wenn mir weiterhin solche Nachrichten geschickt werden», gibt sich Stefanini kämpferisch.

Nicht der erste Vorfall

Immer wieder werden Tennisprofis massiv bedroht. So machten im vergangenen Sommer unter anderem die Profis Eva Lys, Emma Raducanu und Iga Swiatek ihre Erfahrungen publik.

Und auch der Tennisverband wurde aktiv. Mittels künstlicher Intelligenz sollen seit 2024 Hassbotschaften auf den sozialen Medien gefiltert und gelöscht werden. Rund 12'000 Posts und Kommentare seien allein zwischen Januar und Oktober 2024 gelöscht worden, wie die WTA auf der eigenen Website schreibt.

15 Konten wurden gar an die Strafverfolgungsbehörden geschickt. Neuere Zahlen dazu gibt es nicht – die Anzahl gelöschter Kommentare dürfte mittlerweile aber weitaus höher sein.


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