Als Daniil Medwedew zum Matchgewinn serviert, erspielt sich Sebastian Gorzny doch noch einen Breakball. Verwandeln kann ihn der US-Amerikaner nicht. Wenig später endet seine Reise bei den diesjährigen US Open. Eindruck hinterlassen hat der 22-Jährige allemal – trotz Out in der zweiten Runde.
Gorzny sorgte mit seinem Auftaktsieg gegen den Belgier Raphaël Collignon für ein Tennis-Märchen. Er, der Wildcard-Inhaber mit Weltranglisten-Position 731, warf sensationell die Nummer 38 des ATP-Rankings raus. Er, der als 15-Jähriger im Koma lag und laut den Ärzten nur noch eine Überlebenschance von fünf Prozent hatte, gewann einen Match auf Grand-Slam-Stufe.
Gegen den Weltranglisten-Achten Medwedew gelingt Gorzny kein zweiter Exploit. 1:6, 3:6, 5:7 lautet das Resultat nach zwei Stunden und sieben Minuten aus der Sicht des Aussenseiters. Medwedew, der US-Open-Champion von 2021, wird froh sein, ums Déjà-vu herumgekommen zu sein. Denn vor dem Major-Event in New York scheiterte der Russe in Winston-Salem bei seinem ersten Auftritt an Gorznys Landsmann und Wildcard-Inhaber Martin Damm (ATP 90).