Darum gehts
- Jannik Sinner hat in den letzten zwölf Monaten am meisten Geld verdient
- Der Italiener führt die Top 10 des Wirtschaftsmagazins «Forbes» an
- Erstmals sind mehr Frauen als Männer unter den bestverdienenden Tennis-Stars
Alle Jahre wieder veröffentlicht das Wirtschaftsmagazin «Forbes» die Top 10 der bestverdienenden aktiven Tennis-Stars. Zusammengesetzt wird das Total aus Preisgeldern und durch Gespräche mit Brancheninsidern geschätzten Werbe- und Sponsoreneinnahmen der letzten zwölf Monate inklusive der US Open 2025.
Im Gegensatz zu den letztjährigen Top 10 hat es einige Änderungen gegeben. Rausgefallen sind Daniil Medwedew (Platz 10), Frances Tiafoe (Platz 9) und Taylor Fritz (Platz 8). Neu dabei sind dafür Elena Rybakina (Platz 10), Alexander Zverev (Platz 9) und, etwas überraschend, Serena Williams (Platz 3). Die Schweiz war letztmals 2022 in den Top 10 vertreten – als Roger Federer (45) mit 72,8 Millionen Franken auf Rang 1 lag.
An der Spitze der Rangliste löst Jannik Sinner (25, ATP 1) seinen ärgsten Konkurrenten Carlos Alcaraz (23, ATP 3) ab. Der Italiener ist mit umgerechnet 46,9 Millionen Franken der Kohle-König unter den Tennis-Stars. Auffallend: 18,6 Millionen hat er an Preisgeldern eingenommen, die Werbe- und Sponsoreneinnahmen sind mit 28,3 Millionen deutlich höher. Im Vorjahr lag Sinner mit total 38,3 Millionen Franken auf Platz 2. Dieser geht nun an Carlos Alcaraz, der auf 43,5 Millionen Franken kommt. Auch er verdient deutlich weniger auf dem Court (12,7 Mio.) als daneben (30,8 Mio.).
Fast kein Preisgeld für Williams
Noch deutlicher ist der Unterschied bei der Drittplatzierten Serena Williams (44). Die Amerikanerin hat in Wimbledon ihr Comeback gegeben – und ihren einzigen Match verloren. So kommt sie auf lediglich rund 80'000 Franken Preisgeld. Dafür überflügelt sie bei den Werbeeinnahmen mit 32,42 Millionen Franken sowohl Sinner als auch Alcaraz. Sie ist so überraschend in den Top 3 klassiert – und unerwartet damit auch die bestverdienende Frau.
Da Serena Williams und Elena Rybakina (27, WTA 2) – neben Alexander Zverev (29, ATP 2), der erstmals seit 2019 wieder in der Forbes-Liste auftaucht – in die Top 10 vorgestossen sind, gibt es ein Novum. Denn zum ersten Mal sind in den Top 10 mehr Frauen als Männer klassiert.
Dabei haben die sechs Frauen zusammen (139,4 Millionen) auch mehr verdient als die Männer (130 Millionen). Insgesamt haben die zehn topverdienenden Tennis-Stars in den letzten zwölf Monaten 269,4 Millionen Franken eingenommen. Das sind rund 17 Prozent mehr als im Vorjahr (230,6 Mio.).