Darum gehts
- Novak Djokovic kämpft bei den French Open mit gesundheitlichen Problemen
- Schulterverletzung seit Monaten, beeinträchtigt Training und Spielvorbereitung spürbar
- Mit Viktor Troicki setzt er auf einen neuen Trainer
Novak Djokovic steht vor einem der herausforderndsten Turniere seines Lebens: Bei den French Open wird der serbische Tennisstar nicht nur gegen seine Konkurrenten antreten, sondern auch gegen seine eigenen körperlichen Grenzen kämpfen müssen. Nach einer zweimonatigen Pause und nur einem einzigen Spiel auf Sand in Rom betrat er das Tennisstadion in Paris mit offensichtlichen gesundheitlichen Problemen.
Bereits in Rom machte sich eine Schulterverletzung bemerkbar, die ihn zu einer langen Pause zwang und eine Reihe wichtiger Turniere wie Miami, Monte Carlo und Madrid kostete. In seinem Comeback-Spiel gegen den Kroaten Dino Prizmic verlor er nach drei Sätzen und offenbarte dabei physische Defizite. «Ich sehe, was mir fehlt, ich bin einen halben Schritt zu langsam», erklärte Djokovic nach der Niederlage. «Es ist frustrierend. Dennoch habe ich mich entschieden, unter diesen Umständen weiterzumachen.»
Am Dienstag traf Djokovic in Paris ein und begann sofort mit seinem Training. Er absolvierte Sparrings mit Alexander Zverev und Marin Cilic. Doch während des Trainings wurde deutlich: Das Schulterproblem bleibt bestehen. Fans bemerkten die Einschränkungen besonders im Duell mit Cilic. Diese Verletzung hatte ihn bereits zuvor entscheidend beeinträchtigt und wirft Schatten auf seine Vorbereitung.
Rückkehr eines Freundes
Die French Open beginnen am kommenden Sonntag, doch die Vorbereitung verlief alles andere als ideal. Djokovic erklärte: «Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal ohne gesundheitliche Probleme in ein Turnier gestartet bin. Es gibt immer etwas Neues, das sich zeigt.» Der körperliche Zustand ist nicht die einzige Herausforderung; auch mentale Stärke wird entscheidend sein, um seine Leistung auf höchstem Niveau zu halten.
Ob ihn ein neuer Trainer zurück zum Erfolg führt? «Willkommen mein Freund, Teamkollege und jetzt Trainer Viktor Troicki», verkündet Djokovic am Mittwochabend auf Social Media. Schon im Sommer 2024 gehörte Troicki, der einst die Weltnummer 12 war, zu seinem Staff. Damals gewann Djokovic Olympiagold. Nun will es der Serbe noch einmal mit ihm versuchen. Seit der Trennung von Andy Murray im Mai 2025 war er ohne Trainer unterwegs.
Dieser Artikel ist zuerst auf «sportal.blic.rs» erschienen. Die serbische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.