Weil sie nach der Karriere unbedingt Kinder möchte
Sölden-Siegerin Moltzan liess Eizellen einfrieren

Nach zehn Podestplätzen ist Paula Moltzan am Ziel: Die 32-jährige Amerikanerin feiert ihren ersten Weltcupsieg. Speziell ist ihr Kopfsponsor – er hängt mit ihrem Familienwunsch zusammen.
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Paula Moltzan gewinnt mit 32 erstmals im Weltcup. Mindestens so besonders ist ihr Kopfsponsor.
Foto: AFP

Darum gehts

  • Paula Moltzan holt mit 32 Jahren nach zehn Podestplätzen ihren ersten Weltcupsieg
  • Moltzan blieb trotz Kritik an ihrem riskanten Stil treu und gewinnt auf Van Deer
  • Moltzan liess Eizellen einfrieren, sie will eines Tages eine grosse Familie
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Mathias GermannReporter Sport

Immer versucht, stets gescheitert. Doch nun wird Paula Moltzan endlich belohnt. Nach zehn Podestplätzen feiert die Amerikanerin mit 32 Jahren ihren ersten Weltcupsieg. «Das ist ein Lebensziel, das ich mir damit erfülle», sagt sie. Und im Zielraum gönnt ihr den Triumph jeder. «Ich freue mich sehr für sie, sie ist eine gute Kollegin», sagt Camille Rast (27).

Dass Moltzan so lange auf den ersten Sieg warten musste, liegt auch an ihrer riskanten Fahrweise. Ihre brillanten Radien sind spektakulär, aber gefährlich. Für ihren Kamikaze-Stil wurde sie oft kritisiert. Doch sie blieb sich treu.

Verrückt: Nach 18 Jahren bei Rossignol gewinnt sie gleich bei ihrem ersten Rennen für Van Deer – als einzige Fahrerin auf den Ski der von Marcel Hirscher (37) mitgegründeten Marke. «Wir haben hart gearbeitet, und jetzt funktioniert alles», sagt Moltzan.

Biologische Uhr liess Moltzan handeln

Zuletzt sorgte die Frau aus Minneapolis nicht nur mit ihrem Skimarkenwechsel für Schlagzeilen. Im vergangenen April liess sie ihre Eizellen einfrieren. «Das hat mir eine unglaubliche Last von den Schultern genommen. Es ist wie eine Versicherung für meine Zukunft», erklärte sie kurz danach. Nun könne sie mit freiem Kopf am Start stehen. «Mein Wunsch nach einer grossen Familie bleibt bestehen, während ich im Weltcup alles gebe.»

Moltzans Ehemann Ryan Mooney ist auch ihr Servicemann. Die beiden verbringen dadurch das ganze Jahr zusammen. «Als weibliche Profisportlerin ist man in einem ständigen Wettlauf gegen die Zeit. Der Höhepunkt deiner Karriere fällt genau in die Jahre, in denen auch deine Fruchtbarkeit am höchsten ist», sagt Moltzan. Sie habe nie zwischen Familie und Sport entscheiden müssen.

Auf ihrem Helm wirbt Moltzan für NRM Fertility, eine auf Kinderwunsch spezialisierte Fachklinik. Gut möglich, dass sie nach ihrem Sieg noch häufiger auf dieses Thema angesprochen wird.

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