Julia Scheib Sturz in Sölden, Riesenslalom
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Schreckmoment in Sölden:Hier fliegt Scheib im Riesenslalom heftig ab

«Ich spür schon das Knie»
Scheib äussert sich nach heftigem Riesen-Abflug

Julia Scheib ist Österreichs grosse Hoffnung auf einen Heimsieg beim Saisonauftakt. Doch anstatt für Jubel sorgt sie für einen Schreckmoment. Sie stürzt im Riesenslalom heftig.
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Julia Scheibs erstes Saisonrennen dauert nur gut eine halbe Minute.
Foto: AP Photo/Alessandro Trovati

Darum gehts

  • Julia Scheib stürzt im Riesenslalom von Sölden heftig
  • Nach dem Schreckmoment gibt die Österreicherin erste Entwarnung
  • Im Vorjahr hat sie den Saisonauftakt noch gewonnen
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Fünf Riesenslaloms hat Julia Scheib (28) letzten Winter gewonnen und am Ende die kleine Kristallkugel in die Höhe gestemmt. Entsprechend gross sind die Erwartungen der österreichischen Fans beim Saisonauftakt in Sölden (Ö). Und dann das. Anstatt zu jubeln, sorgt Scheib für den ersten Schreckmoment des Winters.

Die Österreicherin ist stark unterwegs, liegt bei der zweiten Zwischenzeit 95 Hundertstel vor Alice Robinson (24). Dann passierts. Nach rund 30 Fahrsekunden wird Scheib ausgehebelt und fliegt spektakulär ab. Kurz vor den Fangnetzen kommt sie im rausgerutschten Neuschnee zum Stillstand. Die Fans im Ziel bangen und hoffen, dass da nichts Schlimmeres passiert ist.

Erste Entwarnung im ORF-Interview

Scheib bleibt einen Moment liegen, muss wohl selber kurz den ersten Schock verdauen. Dann fährt sie selbständig Richtung Ziel und lässt sich durchchecken. Kurz darauf gibt sie Entwarnung. «Die ersten Checks waren positiv», sagt sie im ORF-Interview. «Es ist nichts Gröberes, das ist das Allerwichtigste.» Sie habe schon zweimal das Kreuzband gerissen und deswegen direkt ausschliessen können, dass da etwas passiert sei. Dennoch gibt sie zu: «Ich spüre schon das Knie.»

Gegenüber der «Krone» erklärt sie später, wie es zum Sturz gekommen ist. «Ich habe bei einem Tor zu viel Risiko genommen, dann war es sehr schnell vorbei», so Scheib. «Ich war zu knapp dran und bin mit Schützer oder Hand hängengeblieben.» Daneben bedauert sie vor allem, dass es nun so lange dauert, bis das nächste Rennen ansteht. Erst in einem Monat wird sie wieder starten – beim Riesenslalom in Killington (USA) am 28. November.

Hat Scheib vor einem Jahr noch dafür gesorgt, dass die Österreicherinnen erstmals seit elf Jahren zum Saisonauftakt in Sölden jubeln, ist sie nun bei der Entscheidung nur Zuschauerin. Ihre Teamkolleginnen können nicht in die Bresche springen. Einzig Franziska Gritsch (29), die wegen ihrer Liebe zum Trainer 2023 das österreichische Team verliess und im Frühjahr 2025 ihren Kaderstatus verloren hat, qualifiziert sich nur für den 2. Lauf. Sie liegt auf Zwischenrang 15.

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