Darum gehts
- Die Skisaison steht auch in diesem Winter im Zeichen des Duells Schweiz gegen Österreich
- Österreich macht vor Saisonstart eine Ansage und will wieder zur Nummer 1 werden
- Bei den Männern und den Frauen hat man heisse Eisen im Feuer
Schweiz gegen Österreich – es ist das ewige Duell im Weltcup. In den letzten sieben Jahren hatten unsere Skistars im Nationencup sechsmal die Nase vorne – zuletzt viermal in Folge.
Nun gibts eine Kampfansage. Österreich will wieder Ski-Nation Nummer 1 werden. «Wir arbeiten hart daran!», sagt ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober (63) gegenüber der «Krone». «Ich bin guter Dinge, dass uns das wieder gelingen wird.»
Auch Männer-Cheftrainer Marko Pfeifer (52) ist überzeugt, dass die Schweizer vermehrt geärgert werden können: «Wir haben in jeder Disziplin die Qualität, Siege einzufahren. Diese Mentalität müssen wir auch zeigen – dann kommen auch Kugeln und Medaillen von selbst.»
«Vinc ist in Topform»
Selbst in der Abfahrt könne man Marco Odermatt (29), Franjo von Allmen (25) und Co. Paroli bieten. «Vinc ist in Topform, trainiert wie ein Junger. Dem traue ich alles zu», sagt Pfeifer über Teamleader Vincent Kriechmayr (35). Nach einigem Hin und Her hat er im Frühjahr entschieden, noch eine Saison anzuhängen. Er hat als letzter Österreicher in der Abfahrt triumphiert (März 2023 und 2026).
Nicht nur er soll Odermatt fordern, sondern auch Marco Schwarz (31). Künftig verzichtet er auf Slaloms, legt den Fokus auf Riesenslalom und Speed. Odermatts Überlegenheit beschäftigt ihn im Hinblick auf den Gesamtweltcup nicht. «Ich spüre, dass da noch viel Potenzial da ist», meint Schwarz gegenüber Oe24. Heisst: Er rechnet sich durchaus Chancen auf die grosse Kugel aus.
Sportdirektor Mario Stecher (49) meint gegenüber Laola1, dass Österreich schon letzte Saison aufgeholt habe. Das sehe man etwa daran, dass der Abstand im Nationencup kleiner geworden sei. In der Saison 2024/25 betrug er 3364 Punkte, letzten Winter waren es nur noch 706.
Traurige letzte Saison für Hütter
Für den Sieg im Nationencup brauchts auch die Punkte der Frauen. Die Österreicherinnen haben letzten Winter 606 Punkte mehr eingefahren als die Schweizerinnen. Unter anderem gewann Julia Scheib (28) vor Camille Rast (27) die Riesenslalom-Kugel. Eine andere Konkurrentin von Rast und Wendy Holdener (33) steht vor dem Comeback. Katharina Liensberger (29) hat sich im Januar das Kreuzband gerissen und ist nun zurück auf den Ski. Die ersten Rennen kommen für sie noch zu früh, aber sie arbeitet an der Rückkehr.
Noch eine letzte Saison können die Österreicher auf Punkte von Cornelia Hütter (33) zählen. Eine Sache stimmt die Olympia-Dritte im Super-G aber traurig. Heimrennen sind keine im Kalender. «Das ist natürlich schade. Auf die hätte ich mich schon gefreut», sagt sie der «Krone».
Dafür gibts eine WM in der Schweiz. Oder wie es Pfeifer nennt: «In der Höhle des Löwen.» In Crans-Montana VS wollen die Österreicher uns die Party vermiesen. Legende Michaela Kirchgasser (41) sagt gegenüber der «Krone», dass sie ein gutes Gefühl habe, da man aus den Trainings viele gute Sachen höre. «Wir machen sieben Medaillen», lässt sie sich deswegen schon zu einer Ansage hinreissen.