Darum gehts
- Die geplanten Weltcuprennen in Narvik finden nicht statt
- Die Organisatoren ziehen zurück, weil das Risiko wegen noch nicht fertig gebauter Anlagen zu gross wäre
- Aktuell sucht die FIS nach einem Ersatzort
Am kommenden Wochenende startet mit den Riesenslaloms in Sölden (Ö) die neue Ski-Saison. Noch bevor diese Rennen begonnen haben, gibt es im Weltcup-Kalender eine Änderung. Die Frauen werden am 12. und 13. März nicht wie vorgesehen in Narvik (No) fahren.
Wie der Weltskiverband FIS mitteilt, hat das lokale Organisationskomitee entschieden, die Rennen abzusagen. Vorgesehen waren in der nördlich des Polarkreises gelegenen Ortschaft eine Abfahrt und ein Super-G. Allerdings galt die Station bisher sowieso nur als provisorisch.
Erst letzte Woche hatte sich FIS-Renndirektor Peter Gerdol bei einer Inspektion vor Ort wenig begeistert gezeigt. «Sie müssen sich um alles kümmern: Pisten, Schneebereitstellung, Lifte, Sicherheitsanlagen – also einfach alles», sagte er gegenüber NRK. «Nichts ist fertig, und alles ist noch in Arbeit.»
Fokus auf die WM 2029
Nun machen die Organisatoren einen Rückzieher. Der Entscheid fällt nach einer Gesamtbewertung der Risiken, die mit der rechtzeitigen Fertigstellung der Anlage verbunden sind. Technisch wäre es zwar möglich gewesen, das Projekt rechtzeitig fertigzustellen, zu testen und die Bewilligung zu bekommen. Aber damit wäre man ein erhebliches Risiko eingegangen.
«Wir sind uns alle einig, dass Narvik seine Anstrengungen besser auf die Errichtung einer hochmodernen Anlage für die alpinen Skiweltmeisterschaften 2029 konzentrieren sollte», wird Gerdol zitiert. Erstmals seit den 1990er-Jahren hätten in Narvik wieder Weltcuprennen stattfinden sollen. Die Absage hat keinen Einfluss darauf, dass drei Jahre nach der Junioren-WM 2026 auch die WM der Grossen dort stattfinden soll. «Wir haben grosses Vertrauen in das Projekt, den Austragungsort und Narvik als zukünftigen Gastgeber der Weltmeisterschaften.» Zudem ist geplant, dass der Weltcupfinal 2028 im norwegischen Ort stattfindet.
Wo die abgesagten Rennen stattdessen durchgeführt werden, ist noch nicht bekannt. Wie die FIS schreibt, arbeitet man bereits daran, einen Ersatzort zu finden.