«Es machte einfach ‹Klick› – und ich war sauer auf mich»
Kilde mit emotionalen Worten über seinen Verletzungsschock

OP und Reha statt Weltcuprennen und Kampf um Hundertstel. Aleksander Aamodt Kilde spricht ausführlich über seinen Verletzungsschock. Auch seine Mutter leidet mit ihm mit.
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Aleksander Aamodt Kilde wird erneut von einer schweren Verletzung ausgebremst.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

  • Aleksander Aamodt Kilde spricht über den neuerlichen Verletzungsschock
  • Er habe ein Klicken gehört und sei nach dem Sturz sauer auf sich gewesen
  • Ob er noch einmal in den Weltcup zurückkehrt, lässt er offen
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Ramona BieriRedaktorin Sport

«Im Moment bin ich am Boden zerstört, wütend und frustriert», schreibt Aleksander Aamodt Kilde (34) Anfang Woche auf Instagram. Wenige Tage zuvor hat er sich im Training schwer verletzt. Der Norweger zog sich einen Achillessehnenriss zu und musste operiert werden. Die Ski-Saison ist für ihn vorbei, noch bevor sie angefangen hat.

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Nun hat Kilde erstmals ausführlich über den Verletzungsschock gesprochen. «Die gesamte Kraft wirkte auf den Knöchel und die Achillessehne und dann machte es einfach ‹Klick›. Ich spürte, dass etwas passiert war», erinnert er sich gegenüber dem norwegischen Sender NRK an den verhängnisvollen Moment.

Schon kurz nach dem Sturz machte sich Frust bei ihm breit. «Es tat weh, und ich lag da und war vor allem sauer auf mich selbst», meint Kilde. «Weil ich es wieder geschafft hatte, zu stürzen.» Im Januar 2024 hatte er sich bei einem Sturz in Wengen BE schwer verletzt und erst letzten Winter sein Comeback gegeben. Auch deswegen habe er ein paar Tage gebraucht, um das Ganze zu verdauen.

Für Mama Kilde ist es herzzerreissend

Kilde sagt klar, dass er die ganze Saison verpassen wird. Er will sich die Zeit lassen, die er braucht. Nichtsdestotrotz sei er froh, «dass es ‹nur› die Achillessehne war und keine Knieverletzung». So habe er einen klaren Plan für die Reha.

Der Sturz und die Verletzung sind auch für Kildes Eltern ein Schock. Seine Mutter ist in den Ferien, als sie davon erfährt. Und ist erleichtert, dass es nichts ist, was ihn für den Rest seines Lebens beeinträchtigen wird. «Aber es ist natürlich herzzerreissend», sagt Kristin Kilde, die sofort zu ihrem Sohn reist. Und betont, dass sie stolz ist, wie er das alles wegsteckt. «Er ist der coolste Mensch, den ich kenne», meint sie. «Er schüttelt alles einfach ab und steht wieder auf, ist so unglaublich fleissig und positiv.»

«Sein Herz ist gebrochen»

Ähnlich tönt es von Kildes Verlobter Mikaela Shiffrin (31). «Er ist okay, aber sein Herz ist gebrochen», sagt sie im FIS-Talk vor dem Saisonauftakt in Sölden. Besonders viel Kraft gebe ihm, dass sich so viele Teamkollegen, Konkurrenten oder Fans mit guten Wünschen gemeldet hätten.

Ob Kilde noch einmal in den Weltcup zurückkehrt, lässt er offen. «Ich habe darüber nachgedacht», gibt er gegenüber «Verdens Gang» zu. Beantworten könne er die Frage aktuell aber nicht. «Ich möchte mir darüber jetzt auch nicht zu viele Gedanken machen.» Er hofft stattdessen, Ende Winter zumindest wieder auf den Ski zu stehen.

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