Riesenslalom-Spezialistinnen versuchen sich im Curling
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Vor ihrem Olympiadebüt:Riesenslalom-Spezialistinnen versuchen sich im Curling

Olympia-Premiere mit Schwung
Hinter dem Ski-Aufstieg von Sue Piller steckt ihr Töff

Olympia-Premiere für Sue Piller! Die 20-jährige Freiburgerin überzeugt mit tänzerischer Fahrweise. Hinter ihrem Erfolg stehen ihr Stiefvater Fred Labaune und ein unkonventionelles Training: Töfffahren auf ihrer Kawasaki Ninja 650.
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Gestatten: Sue Piller. Die Freiburgerin ist eine der Aufsteigerinnen des Winters bei Swiss-Ski. Der Lohn? Sie ist erstmals an Olympia dabei.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Sue Piller, 20, startet erstmals an Olympia, nach starker Ski-Saison
  • Ihr Stiefvater Fred Labaune, Ex-Fechttrainer, prägt ihre Technik massgeblich
  • Rang 6, drei Top-30-Plätze und erste Weltcuppunkte in dieser Saison
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Für viele kommt sie aus dem Nichts. Eine riesige Überraschung. Doch Sue Piller ist das egal. Die 20-jährige Freiburgerin ist erstmals bei Olympischen Spielen dabei. Verdient hat sie sich das Aufgebot redlich. Erste Weltcuppunkte, drei weitere Top-30-Klassierungen und zuletzt Rang 6. Ski-Legende Bernhard Russi: «Sie hat eine filigrane Fahrweise, richtig sauber. Sehr tänzerisch.»

Doch woher hat Piller diese Technik? Sie wurde hervorragend ausgebildet. Ihr Stiefvater Fred Labaune ist seit 2014 Cheftrainer am regionalen Leistungszentrum Gstaad – er gilt als absoluter Fachmann.

Dazu muss man wissen: Piller wohnt schon länger in Gsteig, ganz in der Nähe. «Fred ist das Mastermind hinter meiner Karriere», sagt sie. Speziell: Labaune war jahrelang Fechter, National- und Olympiatrainer. Irgendwann wechselte er die Sportart.

«Das ist Freiheit, da kann ich abschalten»

Es gibt einen weiteren, speziellen Puzzlestein für Pillers blitzsaubere Fahrweise. Sie fährt Töff. Im vorletzten Frühling machte sie die Prüfung. «Damals noch auf einem kleineren Töff. Aber ich wollte einen grösseren, den ich mir dann nach dem guten letzten Winter gegönnt habe.»

Gesagt, getan. Seither ist die Kawasaki Ninja 650 ihr Benzin-Baby. Ihre Lieblingsroute? Über den Col du Pillon, Col des Mosses, Chateau d’Oex und Saanen zurück nach Gsteig. Eine gute Stunde. «Das ist Freiheit, da kann ich abschalten.»

Nur Spass also? Nicht ganz? Piller ist überzeugt, dass das Pilotieren ihrer 200-Kilo-Maschine auch fürs Skifahren hilft. «Da bekommt man ein Gefühl für die richtige Linie. Bevor ich Töff fuhr, war ich in Kurven häufig zu früh dran. Das passiert mir seither weniger.»

Piller mag übrigens auch die Formel 1. Sie ist Ferrarista und drückt Charles Leclerc (28, Mon) die Daumen. «Aber jetzt habe ich gerade anderes zu tun», sagt sie schmunzelnd.

So tickt Skitalent Sue Piller
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