Das Podest
1. Lenz Hächler 2:17,19
2. Reto Mächler +0,85
3. Federico Toscano +0,90
Das Rennen
Mit Startnummer 4 zaubert Lenz Hächler einen Lauf in den Schnee, an den keiner rankommt. Um eine halbe Sekunde und mehr distanziert das Schweizer Supertalent die Konkurrenz. «Es war ein solider Lauf», lautet sein Halbzeit-Fazit. Die Piste sei lässig zum Fahren. Für die Entscheidung nimmt sich Hächler vor, noch einmal anzugreifen. Als er sich aus dem Starthäuschen katapultiert, nimmt er über zwei Sekunden Vorsprung mit. Denn der Halbzeit-Sechzehnte Reto Mächler hat eine Ansage gemacht. An seiner Fahrt beisst sich ein Konkurrent nach dem anderen die Zähne aus – obwohl er selber gar nicht damit zufrieden ist. Bis zum Schluss darf er vom Titel träumen. Und muss ihn dann doch einem anderen überlassen. Hächler dosiert angesichts des Vorsprungs das Risiko und fährt den Titel souverän nach Hause. Erstmals krönt er sich zum Schweizer Meister im Riesenslalom. Und das drei Jahre, nachdem er sich schon einmal den Titel im Slalom geschnappt hat.
Das gab zu reden
Mit dem Riesenslalom endet eine Schweizer Ski-Karriere. Daniele Sette bestreitet sein letztes Rennen. Für den 34-Jährigen ist es doppelt besonders, denn er kommt aus St. Moritz und sagt damit vor seiner Haustüre Tschüss. «Es ist mega schön», sagt er nach dem ersten Lauf auf seine Dernière angesprochen. Zur Halbzeit liegt er auf Platz 14. Sein Bestresultat im Weltcup fuhr er 2021 als Elfter heraus. Zwei Jahre später hat er seinen Kader-Status bei Swiss-Ski verloren und sich seither auf eigene Faust durchgekämpft. «Ich habe immer gesagt, dass ich Ski fahren werde, bis ich an meine Grenzen stosse – körperlich und mental. Und jetzt fühlt es sich an, als hätte ich alles gegeben», begründet er seinen Rücktrittsentscheid. Sette hält sich bei seiner letzten Fahrt nicht zurück, greift noch einmal an. Die zwischenzeitliche Führung verpasst er nur knapp, macht am Ende einen schönen Sprung nach vorne und wird Sechster.
Das gab zu reden II
Sandro Zurbrügg wäre als Lenz Hächlers härtester Konkurrent an den Start gegangen. Doch das Rennen findet ohne den Sieger der Riesenslalom-Wertung im Europacup statt. Er ist in der Abfahrt gestürzt und hat sich das Kreuzband gerissen. Auch der Europacup-Zweitplatzierte Fadri Janutin ist nicht dabei. Er verzichtet kurzfristig auf einen Start.
Die Bedingungen
Am Morgen früh drückt die Sonne durch, aber noch während dem ersten Lauf wird der Nebel immer dichter. Das macht die Aufgabe alles andere als einfacher. Die Piste ist zunächst in gutem Zustand, die frühe Startzeit (7.45 Uhr) sorgt dafür, dass sie hart ist. Doch mit der Zeit wird sie weicher und von immer mehr Schlägen gezeichnet. In der Pause zwischen den Läufen wird mit Salz gearbeitet. Der Nebel verzieht sich, der bewölkte Himmel sorgt dennoch für schwierige Sichtverhältnisse. Hinzu kommen die Schläge, mit denen die Fahrer zu kämpfen haben.
So gehts weiter
An der Schweizer Meisterschaft steht bei den Männern noch eine Entscheidung aus. Am Montag findet zum Abschluss der Slalom statt.
Donnerstag, 09.04.2026
Abfahrt Männer: Sandro Manser
Abfahrt Frauen: Stefanie Grob
Samstag, 11.04.2026
Super-G Männer: Sandro Manser
Super-G Frauen: Corinne Suter
Sonntag, 12.04.2026
Riesenslalom Frauen 1. Lauf: 9.45 Uhr, 2. Lauf: offen
Riesenslalom Männer: Lenz Hächler
Montag, 13.04.2026
Slalom Frauen 1. Lauf: 08.10 Uhr, 2. Lauf: 10.55 Uhr
Slalom Männer 1. Lauf: 09.35 Uhr, 2. Lauf: 12.10 Uhr
Donnerstag, 09.04.2026
Abfahrt Männer: Sandro Manser
Abfahrt Frauen: Stefanie Grob
Samstag, 11.04.2026
Super-G Männer: Sandro Manser
Super-G Frauen: Corinne Suter
Sonntag, 12.04.2026
Riesenslalom Frauen 1. Lauf: 9.45 Uhr, 2. Lauf: offen
Riesenslalom Männer: Lenz Hächler
Montag, 13.04.2026
Slalom Frauen 1. Lauf: 08.10 Uhr, 2. Lauf: 10.55 Uhr
Slalom Männer 1. Lauf: 09.35 Uhr, 2. Lauf: 12.10 Uhr
Das Rennen zum Nachlesen im Ticker