«Holdener und Rast wollen ihr eigenes Süppchen kochen»
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Differenzen im Slalom-Team:«Holdener und Rast wollen ihr eigenes Süppchen kochen»

Doch kein sofortiger Rücktritt
Rast kann im Kugel-Kampf weiter auf ihren Ski-Mentor zählen

24 Tage nach Olympia-Silber kehrt Camille Rast voller Energie in den Weltcup zurück. Beim Riesenslalom in Åre will die 26-Jährige ihren Rückstand auf Julia Scheib verkürzen – und kämpft um die Kugel.
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Camille Rast ist zurück auf der Ski-Bühne. Und kämpft gleich um die Kristallkugel im Riesenslalom. 89 Punkte Rückstand hat die Walliserin auf Julia Scheib.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Camille Rast kehrt nach 24 Tagen Pause in Åre zurück
  • 89 Punkte Rückstand auf Julia Scheib im Riesenslalom-Weltcup
  • Nur der Daumen bereitet Probleme – allerdings vor allem im Slalom
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Mathias GermannReporter Sport

Gut drei Wochen sind vergangen. Genauer: 24 Tage. Nach Silber an den Olympischen Spielen kehrt Camille Rast (26) in den Weltcup zurück. «Die Pause tat mir gut. Ich genoss die Zeit mit Familie und Freunden. Jetzt habe ich wieder Energie», sagt sie. Die braucht sie auch. Rast will noch die Riesenslalom-Kugel.

Zwei Rennen vor Schluss liegt sie 89 Punkte hinter Julia Scheib (27, Ö). Das ist viel. Doch Rast wäre nicht Rast, wenn sie nicht sagen würde: «Da ist noch etwas offen.» Rast liebt Herausforderungen. Druck lähmt sie nicht. Er macht sie stärker. Der Gewinn der Kugel wäre ein Traum.

Vor dem Riesenslalom in Åre (Sd) bleibt sie dennoch nüchtern: «Mein Ziel vor dem Winter war ein Platz in den Top 7 der Disziplinenwertung. Das habe ich locker geschafft.» Das stimmt. Zweimal Zweite, einmal Erste – Rast übertraf ihre Erwartungen. «Alles, was jetzt noch kommt, ist Bonus.»

Rast durfte weiter auf Ski-Mentor zählen

Nach Olympia legte sie eine Woche Pause ein. Sie genoss die Zeit daheim in Vétroz. Viele Kinder gratulierten ihr. Danach folgten ein Konditionsblock und drei Tage Training in Vercorin VS. An ihrer Seite: Trainer Denis Wicki.

Wicki? Genau. Ihr Ski-Mentor hörte nach Cortina nicht auf, wie viele meinten. Er bleibt bis Ende April bei Swiss-Ski angestellt. «Denis fährt nicht mehr an die Rennen. Aber sonst arbeitet er noch. So gelingt ihm ein sanfter Übergang in die Pension», sagt Alpin-Direktor Hans Flatscher. «Das ist mit uns abgesprochen – und wir sind froh darüber.»

Ein Nachfolger für Wicki steht noch nicht fest. In Schweden ist Rast trotzdem gut betreut. Nur eines nervt: ihr linker Daumen. Gebrochen ist nichts. «Aber die Bänder sind leicht angerissen», sagt sie. Die Schiene kann sie erst nach der Saison ablegen. Im Slalom stört der Daumen etwas. «Dort hilft er sicher nicht.» Im Riesenslalom ist das Problem kleiner. 

Ski-Legende Nef: «Driften ist tödlich»

Kann Rast den Rückstand auf Scheib in Åre verkleinern? Der flache Hang liegt keiner von beiden. Die Walliserin wurde in neun Rennen nie besser als Achte. Scheib kam in drei Riesenslaloms nicht über Rang sechs hinaus. Ex-Riesenslalom-Star Sonja Nef (53) kennt den Störtloppsbacken. Sie gewann hier dreimal. «Driften ist in Åre tödlich. Du musst von Kante zu Kante fahren und jeden Schwung voll ziehen. Dann hast du ein Hammergefühl.»

Das beherrschen sowohl Rast als auch Scheib. Beide fahren stärker denn je. «Es gibt wohl etwas Frühlingsschnee», sagt Rast. «Aber auch das ist zwischendurch schön.» Wicki, Flatscher, Nef und viele Schweizer Ski-Fans hoffen, dass Rast zum Saisonende noch einmal aufblüht.

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