Darum gehts
- Marco Odermatt erreicht 102 Weltcup-Podestplätze und überholt Schweizer Legenden
- 54. Weltcup-Sieg in Garmisch-Partenkirchen, gleichauf mit Hermann Maier
- 15 Kristallkugeln insgesamt, Rekordhalter unter Schweizer Skirennfahrern
Im Januar hat Marco Odermatt (28) als fünfter Fahrer nach Marc Girardelli (Lux, 100), Henrik Kristoffersen (No, 102), Marcel Hirscher (Ö, 138) und Ingemar Stenmark (Sd, 155) die Marke von 100 Weltcup-Podestplätzen geknackt.
Rund einen Monat später erlebt der Nidwaldner den nächsten historischen Moment. In der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen (De) feiert er seinen 54. Sieg und zieht mit Österreich-Legende Hermann Maier (53) gleich. Öfter gejubelt haben bei den Männern nur noch Hirscher (67 Siege) und Stenmark (86 Siege).
Auch der nächste Meilenstein in Odermatts grandioser Karriere lässt nicht lange auf sich warten. Zwei Wochen nach Garmisch kehrt er nach Courchevel (Fr) zurück, wo er 2023 Doppel-Weltmeister (Abfahrt und Riesenslalom) wurde. Und wird in der Abfahrt Dritter.
In seinem 22. Weltcuprennen diesen Winter ist es Podest Nummer 14 (9 Siege, dreimal Platz 2 und zweimal Platz 3). Und in seinem 196. Weltcuprennen die 102. Top-3-Klassierung. Damit erklimmt Odermatt endgültig den Schweizer Ski-Olymp. Denn er lässt Lara Gut-Behrami (34, 395 Rennen) und Vreni Schneider (61, 173 Rennen) hinter sich, die in ihren Karrieren jeweils auf 101 Podestplatzierungen kommen. Damit ist er geschlechterübergreifend der Schweizer Ski-Star mit den meisten Weltcup-Podesten.
Nächste Legenden überflügelt
Während er bei den Männern die Nummer 3 ist, liegt Odermatt geschlechterübergreifend «nur» auf Platz 7. Die Österreicherinnen Renate Götschl (50, 110) und Annemarie Moser-Pröll (72, 114) sowie die Amerikanerinnen Lindsey Vonn (41, 145) und Mikaela Shiffrin (30, 164) sind neben Hirscher und Stenmark noch vor ihm. Da er in dieser Saison nur noch fünf Rennen bestreiten wird, ist klar, dass er sich Götschl zwar noch annähern kann, aber überflügeln wird er sie frühestens in der nächsten Saison.
Zum dritten Mal in Folge entscheidet Odermatt die Abfahrtswertung für sich, den Gesamtweltcup gewinnt er zum fünften Mal. Damit zieht er an Pirmin Zurbriggen (4 Gesamtweltcupsiege) vorbei und hat die grosse Kugel so oft gewonnen wie kein Schweizer vor ihm. Auch Girardelli gewann sie fünfmal, nur Hirscher (8) war noch erfolgreicher.
Für Odermatt sind es die Kristallkugeln Nummer 14 und 15, damit überflügelt er Hermann Maier (14 Kugeln). Und zieht mit Zurbriggen und Girardelli gleich. Beide haben 15-mal Kristall daheim. Da Odermatt auch im Kampf um die Super-G- und Riesenslalom-Kugel vor den letzten Rennen in der Pole-Position ist, wird er wohl die beiden noch übertreffen. Und zum dritterfolgreichsten Kugelsammler bei den Männern. Nur Stenmark (18 Kugeln) und Hirscher (20) haben noch mehr daheim.