Drei Kugeln liegen griffbereit
Erklärt Odermatts gefährlichster Super-G-Kontrahent den Rücktritt?

Marco Odermatt könnte in drei Tagen drei Kugeln gewinnen. Zum Spielverderber möchte ein Österreicher avancieren, welcher vielleicht schon bald in den Ruhestand treten wird.
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Marco Odermatt hat zwiespältige Erinnerungen an Courchevel.
Foto: SVEN THOMANN
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Marcel W. PerrenSki-Reporter

Marco Odermatt hat zwiespältige Erinnerungen an Courchevel. Enttäuschend: 2023 landete der Nidwaldner anlässlich der WM als Top-Favorit im Super-G als Vierter knapp neben dem Podest. Glorreich: Drei Tage später wurde Odermatt Abfahrtsweltmeister, obwohl er zuvor in der Königsdisziplin keinen Weltcupsieg herausfahren konnte. Danach sicherte er sich auch noch Riesen-Gold.

Jetzt kehrt der Superstar vom Vierwaldstättersee in den französischen Nobelskiort zurück. Mit der Abfahrt (Freitag) und den beiden Super-G (Samstag und Sonntag) stehen in den nächsten drei Tagen drei Weltcuprennen auf dem Programm. Eines ist bereits jetzt klar: Odermatt wird zum fünften Mal die grosse Kristallkugel für den Sieg im Gesamtweltcup gewinnen.

Der zweitplatzierte Brasil-Norweger Pinheiro Braathen (25) liegt 572 Punkte im Hintertreffen und wird in dieser Saison voraussichtlich nur noch den Riesen-und den Slalom beim Weltcupfinal in Hafjell bestreiten. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass sich Odermatt am Freitag auch die kleine Abfahrtskugel sichern wird. Vor den beiden letzten Rennen in dieser Sparte liegt der 28-jährige 175 Punkte vor Olympia-Held Franjo von Allmen (24). Anders ausgedrückt: Odermatt genügt für den dritten Abfahrtsgesamtsieg seiner Traumkarriere ein zehnter Rang.

Wie entscheidet sich der stärkste Österreicher?

Im Super-G duelliert sich der Buochser mit Vincent «Vinc» Kriechmayr, wobei er auch hier deutlich in der Pole-Positon liegt. Vor den drei verbleibenden Super-G weist der Österreicher ein Defizit von 158 Punkten auf. Für richtig viel Spannung sorgt Kriechmayr neben der Piste. Der 34-jährige Doppel-Weltmeister von 2021 hat noch nicht bekannt gegeben, ob er seine Karriere nach diesem Winter fortsetzen wird.

Beat Feuz kennt Kriechmayr aus der gemeinsamen Zeit bei Head-Ski sehr gut. «Im Herbst habe ich geglaubt, dass Vinc noch länger Skirennen bestreiten wird. Aber mittlerweile wäre ich nicht mehr überrascht, wenn er nach dieser Saison den Rücktritt bekannt geben würde», betont der Olympiasieger aus dem Emmental. Head-Rennchef Rainer Salzgeber tönt anders: «Vinc hat mir kürzlich gesagt, dass er sich noch nicht entschieden habe. Aber mein Gefühl sagt mir irgendwie, dass er seine Karriere fortsetzen wird.»

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