Grund zur Nervosität?
Staudenmann ist wegen ESAF-Analyse im Rückstand

Fabian Staudenmann startet am Sonntag in die Saison. Obwohl der Winter reibungslos verlief, ist er noch nicht ganz auf dem Niveau des Vorjahrs.
Kommentieren

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
Die Zusammenfassung von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast.
RMS_Portrait_AUTOR_1051.JPG
Nicola AbtReporter Sport

Neue Saison. Gleiche Rituale. Am Sonntag kann Fabian Staudenmann erneut auf seinen Fleischlieferanten zählen. Wie gewohnt bringt der Eidgenosse und Metzger Severin Schwander das Poulet mit. Mit einem Wasserkocher wird der Reis fürs Mittagessen aufgewärmt. Kulinarisch gesehen steht einem perfekten Saisonstart am Mittelländischen nichts im Weg.

1/5
Wie stark ist Fabian Staudenmann? Am Sonntag gibt es darauf erste Antworten.
Foto: keystone-sda.ch

Technisch macht Staudenmann im Sägemehl sowieso niemand etwas vor. Bleibt die Frage nach seiner körperlichen Verfassung. «Im vergangenen Jahr zu dieser Zeit war ich etwas stärker», gibt der Kilchberger-Sieger ehrlich zu. Und liefert auch gleich den Grund dafür.

Es fehlte ein klarer Plan

Nach dem verpassten Königstitel am ESAF nahm sich Staudenmann bewusst etwas länger Zeit, um alles zu analysieren. Er hinterfragte seine Vorgehensweise, um in drei Jahren in Thun sein grosses Ziel zu erreichen. «Das kostete Energie und Zeit.»

Deshalb befand sich Staudenmann für einige Wochen in einem luftleeren Raum. Ganz anders präsentierte sich die Situation nach seinem Sieg am Jubiläumsfest 2024 – eine Zwischenstation auf dem Weg nach Mollis GL. «Ich hatte für die nächsten rund 340 Tage einen klaren Plan.»

Dieser fehlte ihm im vergangenen Herbst, weshalb es etwas länger dauerte, bis Staudenmann wieder eine klare Trainingsstruktur hatte. Mittlerweile läuft die Maschinerie bereits seit mehreren Monaten reibungslos.

Heisse Phase im Studium

Dass ihm im Vergleich zum vergangenen Jahr körperlich noch etwas fehlt, nimmt er gelassen. «Klar, es ist nicht optimal. Aber deswegen werde ich nicht nervös.» Dafür stand er diesen Winter öfter im Sägemehl als je zuvor. Denn eine Erkenntnis der tiefgründigen Analyse nach dem ESAF war, mehr Einheiten im Schwingkeller zu absolvieren.

Dass seine Form bereits wieder ganz gut ist, beweisen die Resultate der Rangschwingfeste. Zweimal Erster und zweimal Zweiter deuten auf eine solide Basis hin. «Ich fühle mich bereit und verspüre eine grosse Vorfreude.» Ganz frei ist sein Kopf derzeit dennoch nicht.

Neben dem Schwingsport fordert ihn auch sein Studium der Volkswirtschaftslehre. Anfang Juni stehen die Prüfungen an. Staudenmann ist fleissig am Lernen – «zumindest teilweise», wie er mit einem Schmunzeln sagt. Vorerst richtet sich sein Fokus aber voll auf den Saisonstart am Mittelländischen.

In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Liebe Leserin, Lieber Leser
Der Kommentarbereich von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast. Noch kein Blick+-Abo? Finde unsere Angebote hier:
Hast du bereits ein Abo?
Meistgelesen