Staudenmann weint bittere Tränen
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Königstitel ist futsch:Staudenmann weint trotz Sieg bittere Tränen

«Es ging nicht mehr»
Kilchberger-Sieger Staudenmann bricht Mathe-Studium ab

Fabian Staudenmann schlägt einen neuen Weg ein. Der Spitzenschwinger verlässt die Mathematik, bleibt der Universität Bern aber treu.
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Nach der Enttäuschung am ESAF zog Fabian Staudenmann einen überraschenden Schlussstrich.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schwinger Fabian Staudenmann beendet nach zwei Jahren sein Mathematikstudium
  • Er wechselt zur Volkswirtschaftslehre, um Studium und Sport besser zu verbinden
  • Sein grosses Ziel ist der Köngistitel 2028 in Thun – in Mollis verpasste er diesen
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Nicola AbtReporter Sport

Die Liebesbeziehung zwischen Schwinger Fabian Staudenmann (25) und der Mathematik reicht bis in seine Kindheit zurück. Das Jonglieren mit Zahlen und Formeln faszinierte den Berner bereits in der ersten Klasse.

Im Gegensatz zu Sprachen könne man sich auf die Regeln der Mathematik stets verlassen. «Es ist schwarz und weiss, alles logisch erklärbar. Und es gibt keine Ausnahmen», erklärte er einst. Doch nun scheint die Liebe erloschen. Staudenmann hat sein Mathematikstudium nach zwei Jahren abgebrochen.

«Ich mag Zahlen immer noch, aber neben dem Sport ging es einfach nicht mehr», erklärt der 20-fache Kranzfestsieger. Das Studium verlangte ihm derart viel ab, dass teilweise zu wenig Zeit für den Schwingsport blieb. «Da ich das Privileg habe, mir meine Prioritäten im Leben selber zu setzen, entschied ich mich für einen Wechsel.»

Das Arbeitsumfeld bleibt gleich

Der Prozess zu diesem Schritt sei ein schleichender gewesen. Staudenmann spricht von «zwei, drei Monaten», in denen er sich immer wieder damit beschäftigt hatte. Den definitiven Entscheid fällte er bereits vor dem ESAF in Mollis GL. Dort verpasste Staudenmann sein grosses Ziel, den Königstitel.

In Thun 2028 will er dieses unbedingt erreichen. Dafür ist der Kilchberger-Sieger bereit, eine seiner Leidenschaften vorübergehend aufzugeben. «Ich strebe den maximalen Erfolg im Sägemehl an. So muss ich mir letztlich nichts vorwerfen, alles dafür getan zu haben.» Zudem könne man auch mit 35 oder 40 Jahren noch studieren. «Die Biologie macht das im Sport eher schwierig.»

Das Kapitel Mathematik ist somit vorerst abgeschlossen. Wie geht es weiter? Zurück in seinen gelernten Beruf als Automatiker zu gehen, kam genauso wenig infrage, wie nur noch auf den Schwingsport zu setzen. Deshalb bleibt Staudenmann der Uni Bern treu.

Er wechselt von der Mathematik zur Volkswirtschaftslehre. «Das lässt sich besser mit dem Sport kombinieren. Zudem interessiert mich auch dieses Themenfeld sehr.» Auf den Studiengang aufmerksam geworden ist er durch eine zufällige Begegnung. Jemand, der einen Doktortitel in der Volkswirtschaftslehre hat, erzählte Staudenmann von seinen Erfahrungen.

Daraufhin setzte sich der zweifache Weissenstein-Champion intensiver damit auseinander. Und fand Gefallen daran. Der Studienwechsel ist im Hinblick auf die neue Kranzfestsaison aber nicht Staudenmanns einzige Veränderung.

Intensive Phase steht bevor

So will er in Zukunft wieder mehr im Sägemehl stehen. «Athletisch bin ich seit Jahren top betreut, dieser Bereich bekam dadurch vielleicht etwas zu viel Gewicht», erklärte er im November. «Künftig mache ich lieber eine harte Schwingeinheit mehr – und dafür ein intensives Krafttraining weniger.»

Der Start verlief im sowie neben dem Sägemehl schon einmal vielversprechend. Staudenmann triumphierte am letzten Wochenende beim Hallenschwingfest in Büren an der Aare BE. Im Schlussgang bodigte der Berner Teamleader seinen Verbandskollegen Matthieu Burger (24).

Und auch in seinem neuen Studium konnte der Berner einen Erfolg verzeichnen. Staudenmann bestand die ersten Tests. «Bisher gefällt es mir sehr gut.» Ein weiterer Prüfstein wartet im Sommer. Die Semesterprüfungen fallen mit dem Start der Kranzfestsaison zusammen. «Das wird eine intensive Phase.»

Rechtzeitig zum Saisonhighlight in Kilchberg ZH kann sich Staudenmann dann aber wieder voll und ganz seiner grössten Leidenschaft widmen: dem Schwingsport.


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