Highlight ESAF 2022 – die Meilensteine von Joel Wicki
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Er hängt Zwilchhosen an Nagel:Highlight ESAF 2022 – die Meilensteine von Joel Wicki

«Machen unseren Sport kaputt»
König Wicki wurde an Schwingfesten übel beleidigt

Am Tag nach seinem Rücktritt meldet sich Schwingerkönig Joel Wicki noch einmal zu Wort. Eine Frage bringt ihn dabei zum Schmunzeln – und lässt seine Fans zumindest ein klein bisschen hoffen.
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Zeit zum Durchatmen. Schwingerkönig Joel Wicki freut sich auf mehr Ruhe
Foto: René Burch

Darum gehts

  • Am Tag nach seinem Rücktritt spricht Schwingerkönig Joel Wicki zu den Medien
  • Wicki erhielt nach Verkündung zahlreiche Nachrichten – darunter von Marco Odermatt
  • Im Februar wird Wicki erst 29 Jahre alt, ein Comeback bleibt aber unwahrscheinlich
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Nicola AbtReporter Sport

In der Innerschweiz dürften einige auf einen Albtraum gehofft haben. Doch dem ist nicht so, wie Schwingerkönig Joel Wicki (28) in einer Medienrunde erklärt: «Ich trete tatsächlich zurück.»

Nachdem er seinen Entscheid am Sonntagabend im «Sportpanorama» verkündete, sei auf seinem Handy der Wahnsinn ausgebrochen. «Es war ein riesiger Ansturm. Ich brauche auf jeden Fall etwas Zeit, um allen zu antworten.»

Einige Nachrichten haben ihn besonders gefreut. «Beispielsweise haben sich Marco Odermatt und Trauffer gemeldet. Es ist schön zu wissen, dass diese Leute an mich gedacht haben.» Er sei aber noch nicht so weit gekommen, alles anzuschauen.

Anfeindungen gegen Wicki

Nun ist es so, dass es in der näheren Vergangenheit immer wieder zu Comebacks kam. Deshalb hoffen die Fans von Wicki auf Ähnliches. Schliesslich wird der König im Februar erst 29 Jahre alt.

Darauf angesprochen muss Wicki schmunzeln. «Ein Comeback ist sehr unwahrscheinlich. Aber wer weiss», meint er mit einem Augenzwinkern. Vorerst will er sich auf seinen eigenen Landwirtschaftsbetrieb konzentrieren.

Gleichzeitig freut er sich, aus dem Schussfeld zu geraten. Teilweise wurde Wicki an Schwingfesten übel beleidigt oder erhielt böse Briefe nach Hause geschickt. «Das war manchmal wirklich unschön. Darauf kann ich gerne verzichten.»

Ein Appell des Königs

Für die Zukunft des Schwingsports hofft er, dass sich die immer emotionalere Stimmung wieder etwas beruhigt. Pfiffe und Beschimpfungen häufen sich. «Die Entwicklung gefällt mir nicht. So machen wir unseren Sport kaputt. Es darf nicht sein, dass plötzlich Eingangskontrollen nötig sind.»

Oder ein grösseres Sicherheitsdispositiv aufgestellt werden müsse, so Wicki. Sonst verliere der Schwingsport seinen ganz speziellen Zauber. Geschlafen hat Wicki nach seiner Rücktrittsverkündung übrigens ganz gut – im Gegensatz zu so manchem Innerschweizer.

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