Sieg nach schwieriger Woche
Eidgenosse Ott gab sich selbst ein Sägemehl-Verbot

Damian Ott verhinderte am Thurgauer Kantonalen einen Heimsieg. Sein Triumph ist aus einem Grund besonders beeindruckend.
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In den letzten Wochen bereiteten Damian Ott die Finger so einige Probleme.
Foto: BENJAMIN SOLAND
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Damian Ott jubelt am Thurgauer Kantonalen.
Foto: BENJAMIN SOLAND

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Damian Ott gewinnt das Thurgauer Kantonalschwingfest in Sirnach
  • Trotz Fingerverletzung seit über einem Monat brillierte er
  • Viele Arbeitskollegen feuerten Ott vor Ort an
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Nicola AbtReporter Sport

Verkehrte Welt in Sirnach TG! Obwohl Damian Ott (26) als Toggenburger beim Thurgauer Kantonalen als Gast antrat, war es für den Eidgenossen eine Art Heimspiel. Und obwohl niemand mit einem Sieg von ihm rechnete, triumphierte er. Wie war das möglich?

Da wäre zum einen die grandiose Leistung von Ott, welche nach dem Sieg im Schlussgang gegen Samuel Giger noch einmal wertvoller erscheint. Der Grund: Ott laboriert seit über einem Monat an einer Fingerverletzung.

Deshalb war seine Wettkampfvorbereitung alles andere als optimal. «Ich musste letzte Woche das Training pausieren», verrät er Blick. Ott legte sich in Absprache mit seinem Team quasi ein Sägemehl-Verbot auf.

Der König zeigt sich zufrieden

Wer genau hinschaute, entdeckte eine Menge Tapes an seiner linken Hand. «Während des Schwingfests habe ich zum Glück nichts von der Verletzung gespürt. Adrenalin ist die beste Medizin.» Aufgrund dieser Beschwerden hatten im Lager der Nordostschweizer nur die wenigsten mit einem Sieg des Kilchberger-Champions gerechnet.

Werner Schlegel galt als Topfavorit. Der ESAF-Schlussgänger hinterliess im Training den besten Eindruck. Doch wie schon ein paar Mal zuvor verlor er nach einer Startniederlage (gegen Giger) etwas den Faden. Nach der verpassten Maximalnote im zweiten Gang, stellte der ESAF-Schlussgänger vor dem Mittag. Auch König Armon Orlik verabschiedete sich früh aus dem Rennen um den Festsieg.

Der Titelträger klassierte sich letztlich auf Rang zwei. «Es war eine solide Leistung. Ich weiss, woran ich in Zukunft noch arbeiten muss», gab Orlik nach dem Fest zu Protokoll. Zudem gratuliert der König Ott, für den dieser Sieg aus einem bestimmten Grund noch etwas spezieller ist als andere.

Lüscher triumphiert am Solothurner

Das Holzbauunternehmen, für das er arbeitet, liegt in der Nähe des Festplatzes in Sirnach TG. In den letzten Wochen fuhr Ott regelmässig an der Arena vorbei. «Es sind viele Arbeitskollegen hier, die sonst nicht oft bei einem Schwingfest dabei sind», erklärt er. Die Nähe zu seinem Arbeitsplatz und die vielen bekannten Gesichter machten das Thurgauer Kantonale für ihn fast zu einem Heimspiel.

Einen ähnlich emotionalen Sieg feierte Sinisha Lüscher (20) am Solothurner Kantonalen. Nach den grandiosen Leistungstests konnte er seine starke körperliche Verfassung ins Sägemehl übertragen. Im Schlussgang reichte ihm ein Gestellter gegen Nick Alpiger zum Sieg. Kein Resultat gab es auch im finalen Kampf am Emmentalischen zwischen Michael Moser und Adrian Walther, was Walther zum Festsieger machte.

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