Wieder «nur» Bronze in der WM-Mixed-Staffel
Küng-Kollege Schmid erklärt Ursache des Defekt-Dramas

Das Schweizer Team holt bei der Rad-WM 2026 in Montreal Bronze im Mixed-Teamzeitfahren. Ein Materialdefekt bei Stefan Küng kostet entscheidende Sekunden. Italien holt Gold, Frankreich Silber.
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Italien holt Gold, Frankreich Silber, die Schweiz Bronze. Das Mixed-Teamzeitfahren ist für die Swiss-Cycling-Athleten frustrierend.
Foto: IMAGO/SW Pix

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Team holt Bronze im Mixed-Teamzeitfahren der WM 2026 in Montréal
  • Defekte bei Küng und Reusser verhindern mögliche Goldmedaille für die Schweiz
  • Italien gewinnt mit 19 Sekunden Vorsprung, Frauen-Team holt 16 Sekunden auf
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Mathias GermannReporter Sport

Hat jemand gesagt, dass sich Geschichte nicht wiederholt? Stimmt natürlich. Trotzdem sind die Parallelen zwischen der WM 2025 in Kigali (Ruanda) und jener 2026 in Montréal (Ka.) frappant. Zumindest aus Schweizer Sicht. Leider.

Erneut gibt es im Mixed-Teamzeitfahren kein Gold, dafür wieder Bronze. Der Grund? Pech. Nicht nur, aber zu einem grossen Teil. Gold geht an Italien, Silber an Frankreich. 19 respektive 11 Sekunden sind sie schneller als das Schweizer Sextett. Und man fragt sich: Was wäre gewesen, wenn?

Rückblick. Vor einem Jahr erlitt Marlen Reusser (35), die mit Abstand stärkste Schweizerin, früh einen Defekt. Das Schaltwerk war kaputt. Die beiden anderen Schweizerinnen warteten nicht auf sie – ein Fehler. Reusser holte sie zwar wieder ein, doch zu viel Zeit war verloren gegangen.

Diesmal ist es wieder ein Schweizer Zeitfahr-Ass, das Grund zum Fluchen hat: Stefan Küng (32). Nach drei Kilometern macht sein Velo schlapp. «Doof», sagt er im SRF. Was genau kaputt ging? Küng zuckt mit den Schultern. Er will sein Material nicht schlechtmachen.

Teamkollege Mauro Schmid (26) erklärt gegenüber Cycling Pro Net: «Sein Lenker brach.» Stefan Bissegger (28) und Schmid reagieren wohl richtig, warten nicht. Doch ohne die Lokomotive Küng verlieren sie bis zur Übergabe ans Frauen-Trio 35 Sekunden. Platz 6 zur Halbzeit. Eine grosse Hypothek.

Küng: «Wären ganz sicher 20 Sekunden schneller gefahren»

«Ich war selten so kaputt wie jetzt. Es war brutal», sagt Schmid. Und: «Letztes Jahr hatte Marlen einen Defekt. Das hat uns den Titel gekostet. Umso bitterer, was heute passiert ist.» Bissegger sagt: «Jetzt richten es hoffentlich die Frauen.»

Sie versuchen es. Reusser, Noemi Rüegg (25) und Jasmin Liechti (23) zeigen ihre Klasse. 16 der 35 Sekunden Rückstand auf Italien holen sie bis ins Ziel auf. Wäre es nur ein Frauen-Teamzeitfahren gewesen, hätte es Gold gegeben. So wird es Bronze.

«Zu dritt wären wir ganz sicher 20 Sekunden schneller gefahren», meint Küng. Der Konjunktiv bringt allerdings nichts. Material ist im Zeitfahren ebenso entscheidend wie Körper und Kopf. Das weiss auch Bissegger: «Defekte gibt es. Das ist part of the game.» Und Italien hat den Sieg sicher nicht geklaut. 

Katastrophale Strassen in Montreal

Reusser sagt: «Es ist schon etwas traurig, erneut so ein Pech. Happy dürfen wir mit der Leistung trotzdem sein.»

Ihre Hand ist es nicht. Sie schmerzt, ist bandagiert. «Es hat viele schlimme Schlaglöcher auf den drei Kilometern in der Stadt. Der Knochen ist gereizt, er tut ziemlich weh. Die Strassen sind eine Katastrophe.»

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