Die Schweiz startet als Topfavorit in die Mixed-Staffel an der Rad-WM im kanadischen Montreal. Am Schluss gibt es aber wie im Vorjahr wegen eines Defekts (damals bei Marlen Reusser) nicht die Goldmedaille, sondern nur Bronze. Gewonnen hat das Rennen Italien vor Frankreich.
Bereits früh ist klar, dass es ganz schwer wird mit dem Traum von Gold: Nach rund 5 Kilometern erleidet Stefan Küng einen technischen Defekt und muss das Rad wechseln. Die Teamkollegen Stefan Bissegger und Mauro Schmid fahren zu. Trotzdem grätscht der Ausfall in die Strategie rein und kostet Zeit, obwohl das Duo zu Beginn auch ohne Küng noch mit den besten Teams mithalten kann. So starten Marlen Reusser, Noemi Rüegg und Jasmin Liechti mit einem Defizit von 35,14 Sekunden ins Rennen.
Zeitfahr-Weltmeisterin Reusser und Co. drücken auf die Tube und machen bis zur zweiten Zwischenzeit drei Sekunden gut. Liechti stempelt da aus und Reusser und Rüegg bestreiten den Schlussabschnitt und den steilen Aufstieg auf sich alleine gestellt. In diesem geben sie nochmals alles und kommen mit einem Rückstand von 19,86 Sekunden im Ziel an.
Ab dann geht das Warten auf die letzten Fahrerinnen los. Weil sich Frankreich vor die Schweiz schiebt, geht es ins Fernduell mit Australien. Weil die Frauen-Ablösung aber auch schon früh einen Defekt beklagt und entsprechend zurückgebunden wird, kann sich das Schweizer Sextett über Bronze freuen.