Belgier mit Rekord-Titel
Evenepoel deklassiert alle – auch Küng

WM-Zeitfahren: Remco Evenepoel (26) triumphiert erneut und schreibt Geschichte mit seinem vierten Titel in Serie. Stefan Küng (33) wird Siebter. Angesichts seiner Verletzung im Frühling ist das ordentlich.
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Der beste Zeitfahrer der Geschichte? Remco Evenepoel gewinnt den WM-Titel zum vierten Mal nacheinander.
Foto: IMAGO/Photo News

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Stefan Küng wird bei der WM im Zeitfahren Siebter in Bern
  • Remco Evenepoel siegt mit 1:44 Minuten Vorsprung, vierter WM-Titel in Folge
  • Küng fehlen 31 Sekunden auf Bronze, Strecke: 39,2 Kilometer
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Mathias GermannReporter Sport

Im Frühling brach sich Stefan Küng (33) den Oberschenkel. Er wusste nicht, ob er je wieder der Alte werden würde. «Einige brauchten dafür ein Jahr. Andere fast zwei. Und einige schafften es gar nicht mehr», sagte Küng. Er hat es geschafft. Bei seinem Comeback in Polen gewann er ein Zeitfahren, zuletzt bei der Vuelta erneut. An der WM reicht es zu Rang 7. Solide. Angesichts seiner Verletzungsgeschichte sogar bemerkenswert.

Mit WM-Gold hat Küng dennoch nichts zu tun. 1:44 Minuten fehlen ihm auf den Sieger: Remco Evenepoel (26), den roten Zeitfahr-Teufel aus Belgien. Er ist 57 Sekunden schneller als Filippo Ganna (32, It.). Bronze holt Frankreichs Supertalent Paul Seixas (19) mit 1:13 Minuten Rückstand. Küng fehlen 31 Sekunden auf das Podest.

Dass der Thurgauer kaum um Edelmetall kämpfen wird, zeigt sich schon bei der ersten Zwischenzeit: Rang 7. Diesen gibt er bis ins Ziel nicht mehr her. Er bricht auf den 39,2 Kilometern nicht ein, verliert aber kontinuierlich Zeit. Für das Mixed-Team-Zeitfahren am Dienstag ist Küng damit gerüstet. Dann dürfte das Schweizer Team mit Lokomotive Marlen Reusser (35) um Gold kämpfen.

Stefan Bissegger (28) landet auf Rang 28. Es ist nicht sein Jahr. Nach dem starken achten Rang bei Paris-Roubaix erlitt er im Sommer einen doppelten Schambeinbruch.

Evenepoel schafft Historisches

Und Evenepoel? Er holt zum vierten Mal in Folge den WM-Titel im Zeitfahren. Das schaffte vor ihm keiner. Ebenfalls viermal Gold gewannen Fabian Cancellara (2006, 2007, 2009, 2010) und Tony Martin (2011, 2012, 2013, 2016).

«Genial. Ich hatte den ganzen Tag ein wunderbares Gefühl», sagt Evenepoel. Das nächste Ziel wartet bereits: Am kommenden Sonntag will er auch im Strassenrennen Weltmeister werden. Das schaffte er bislang «nur» 2022. «Zuerst geniesse ich aber diesen Erfolg.»

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