Seine Doping-Aussage, sein Millionen-Einkommen
Pogacar ist der Rad-Superstar an der Tour de Suisse

Als Kind Clown, heute Radsport-King: Tadej Pogacar (27) begeistert mit Mammut-Angriffen und Lockerheit. Der Slowene gewann die Tour de France viermal und lebt nun mit seiner Verlobten in Monaco. An der Tour de Suisse ist er der grosse Favorit.
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Nur etwas mag er auf dem Velo nicht: Langeweile. Tadej Pogacar (27, Slo) begeistert mit seiner angriffigen Fahrweise. Auch bei der Tour de Suisse?
Foto: imago/Sirotti

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Tadej Pogacar gewann vier Tour-de-France- und zwei WM-Titel
  • Er ist bekannt für frühe Attacken, etwa sein WM-Solo 2024 in Zürich
  • Vertrag bis 2030: Er verdient 8 Mio Euro jährlich und lebt in Monaco
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Mathias GermannReporter Sport

Tadej Pogacar wurde am 21. September 1998 im slowenischen Klanec geboren. Heute ist er 27 Jahre alt, der grösste Star im Radsport und Top-Favorit der Tour de Suisse. Blick sagt, wie er aufwuchs und was ihn auf und neben dem Velo auszeichnet.

«Er war so etwas wie der Clown»

Die Grosseltern waren Bauern, die Mutter Französischlehrerin, der Vater leitete eine Stuhlfabrik. Er hat zwei Schwestern. Mit Bruder Tilen fuhr er als Kind gerne Einrad. «Es war immer laut in unserem Haus. Und Tadej war so etwas wie der Clown», erinnert sich seine Mutter Marjeta. Die Kinder halfen im Haushalt und lernten früh, Verantwortung zu übernehmen.

Die erste Liebe? Fussball

Zunächst galt seine Leidenschaft dem Fussball. Bis zum neunten Lebensjahr spielte Pogacar beim lokalen Klub NK Komenda. Talent hatte er, auch wenn er körperlich sehr schmächtig war. Dann entdeckte er das Radfahren. Er bewunderte die Tour-de-France-Sieger Alberto Contador (43, Sp) und Andy Schleck (41, Lux), verfolgte ihre Rennen stundenlang am Fernsehen und ahmte ihre Fahrweise nach. Aus der Begeisterung wurde schnell Berufung.

Er liebt Mammut-Angriffe

Entdeckt wurde Pogacar vom ehemaligen Profi Andrej Hauptman (51, Slo). Bei einem Jugendrennen fiel diesem ein blonder Junge auf, der weit zurücklag. Die Erklärung: Pogacar hatte gleich nach dem Start attackiert und war daran, die Konkurrenz zu überrunden. Diese Angriffslust prägt ihn bis heute. Viele hielten seine frühen Vorstösse zunächst für leichtsinnig. Inzwischen gelten sie als Markenzeichen. Bestes Beispiel: die WM 2024 in Zürich, als er rund 100 Kilometer vor dem Ziel angriff und solo Weltmeister wurde.

Doping? «Das ist es nicht wert»

Pogacar glänzte mit vier Tour-de-France-Siegen (2020, 2021, 2024, 2025), zwei WM-Titeln und Triumphen bei fast allen grossen Klassikern. Was er anfasst, wird fast immer zu Gold. Wo ein Fahrer so überlegen ist, tauchen aber auch Fragen auf. Pogacar weist Doping-Mutmassungen zurück. «Es wird immer Zweifel geben. Aber die Gesundheit zu riskieren, ist es nicht wert», sagte er 2024. Bis heute gibt es keine Hinweise auf unerlaubte Mittel. Der frühere Schweizer Nationaltrainer Bruno Diethelm sagt: «Seine Ausdauerwerte sind aussergewöhnlich. Aber er arbeitet auch extrem hart. Dazu kommt seine einzigartige Lockerheit.»

Gegner loben: «Überhaupt nicht arrogant»

Gerade diese Lockerheit unterscheidet Pogacar von vielen Superstars. Kollegen beschreiben ihn als unkompliziert und frei von Allüren. «Er ist überhaupt nicht arrogant, einfach lässig», sagt Stefan Bissegger. Für Routinier Silvan Dillier ist Pogacars Lockerheit eine Voraussetzung des Erfolgs. «Nicht nur im Sport, auch sonst zeichnet es sehr erfolgreiche Menschen oft aus, dass sie locker mit Druck und Aufmerksamkeit umgehen. Sie schaffen es sogar, das Ganze zu geniessen.»

Verlobte ist auch Rad-Profi

Finanziell hat Pogacar ausgesorgt. Sein Vertrag bei UAE Emirates läuft bis 2030 und soll ihm rund acht Millionen Euro pro Jahr einbringen. Dazu kommen Sponsoren und Merchandising-Einnahmen. Privat ist er seit seiner Jugend mit der slowenischen Radfahrerin Urska Zigart (29, Slo) liiert, die beiden leben in Monaco. Pogacar hat im Gegensatz zu allen anderen Profis die Erlaubnis, seine Ausfahrten nicht im Team-Trikot bestreiten zu müssen. Der Grund: Immer wieder versuchen Hobbyfahrer, an ihm dranzubleiben oder ihn zu überholen – das wird zuweilen gefährlich. Pogacar trug auch schon ein Trikot mit der Aufschrift «Please Do Not Disturb» (Bitte nicht stören).

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