Darum gehts
- Die Schweizer Nati zieht nach 3:0 gegen Italien in den Viertelfinal ein
- Coach Fischer kritisiert ungenutzte Chancen und lobt konzentrierte Leistung
- Für Hischiers 3:0 im Powerplay brauchten die Schweizer nur sechs Sekunden
Der Vor-Viertelfinal gegen die Italiener ist eigentlich eine klare Sache. Kostet aber Schweizer Nerven, denn zu lange bleibt der Vorsprung bei 2:0 stehen. Das stört auch Patrick Fischer nach dem 3:0-Sieg. «Dass wir den Match nicht früher zumachen können. Wir haben das dritte Tor gesucht, aber dabei unzählige Chancen liegen gelassen», resümiert der Nati-Trainer, dessen weitere Kurz-Zusammenfassung des Duells mit dem Gastgeber lautet: «Reife Leistung mit der Scheibe, wir haben nichts anbrennen lassen und den Gegner von Anfang an ernst genommen.»
Fischer betont dies womöglich, weil ein solches Pflichtprogramm nicht die hilfreichste Vorbereitung auf den Viertelfinal-Brocken Finnland ist. Wohl aber, dass seine Mannschaft diesen Charaktertest bestanden und nicht schon den nächsten Kontrahenten im Kopf hat. «Der Fokus war auf den Italienern, wir haben sie respektiert. Dieses Spiel mussten wir zuerst gewinnen. Das haben wir uns vorgenommen, um nicht überheblich zu sein und schon an Finnland zu denken», sagt Sven Andrighetto, der im Powerplay das Zuspiel für Josis 2:0 liefert.
Für Hischiers 3:0 in Überzahl brauchen die Schweizer gerade mal sechs Sekunden. Damit kann Fischer die Pendenz, das Powerplay verbessern zu wollen, abhaken. Wie das Team schnellstmöglich diesen Sieg.
Fischer mit Appell an Schweizer Fans
Hat die Nati mit diesem dominanten Auftritt das angestrebte gute Gefühl geholt für den nächsten Kracher? Captain Josi sieht es so: «Wir wissen, wie wir spielen müssen, um erfolgreich zu sein.» Und er weiss, was auf seine Nati zwischen den gegnerischen Pfosten erwartet. Finnen-Goalie Juuso Saros (30) ist sein Keeper bei Nashville. «Ich werde meine Jungs mit Tipps versorgen.» Und ernsthaft: «Die Finnen spielen ähnlich wie wir, bleiben voll in ihrem System. Details werden entscheiden.» Trainer Fischer ergänzt: «Sie sind technisch sehr gut, sicher an der Scheibe, taktisch sehr gut und verfügen über Offensivpower.»
Diese Hürde steht für die Nati noch vor den Medaillenspielen. Deshalb macht Fischer noch einen Appell: «Wir brauchen in dieser Arena viele Schweizer Fans, damit wir diesen Vorteil haben. Und sie sollen alle Kuhglocken mitbringen.»
