Emotionale Worte vor dem Tschechien-Spiel
Fiala machte Nati mit Video-Botschaft heiss

Trotz gewichtiger Ausfälle: Die Schweizer Nati holt sich im letzten Gruppenspiel den wichtigen Extrapunkt und umgeht so schwierigere Gegner in der K.o.-Phase. Mit einer Video-Botschaft aus dem Spital hat der verletzte Kevin Fiala sein Team dazu angetrieben.
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Die Schweizer Nati umgeht mit dem wichtigen 4:3-Overtime-Sieg gegen Tschechien einen stärkeren Gegner in der K.o.-Phase.
Foto: Keystone

Darum gehts

  • Die Nati siegt 4:3 in der Overtime gegen Tschechien im letzten Gruppenspiel
  • Kurashev, Meier und Knak spielen sich ins Rampenlicht
  • Emotionale Botschaft von Kevin Fiala aus dem Spitalbett motiviert Team
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Die Nati beweist in ihrem letzten Gruppenspiel gegen Tschechien vor allem etwas: Widerstandskraft gegen Rückschläge. Nach dem Verletzungsschock von Kevin Fiala und den Ausfällen der angeschlagenen Denis Malgin und Andrea Glauser zeigen die Schweizer gegen die hartnäckigen Weltmeister von 2024 ein starkes Spiel.

Ins Rampenlicht gerückt sind bei diesem wichtigen 4:3-Overtime-Sieg drei Namen: Philipp Kurashev, Timo Meier und Simon Knak.

Philipp Kurashev: Der NHL-Stürmer übernimmt den Platz von Fiala an der Seite von Nico Hischier und Timo Meier. «Den hat er sich verdient», sagt Trainer Patrick Fischer. Nach einer schwierigen letzten Saison, Verletzungen und einer Operation nähert sich der Sharks-Spieler wieder seiner Top-Leistung. Kurashev selbst möchte sich aber nicht als DER Fiala-Aufrücker in den Paradesturm sehen, «wir sind ein Team, und wer dann die Chance bekommt, macht einfach das Beste daraus».

Timo Meier: Was auch immer der gefrühstückt hat vor dem Tschechen-Match – er sollte seinen Teamkollegen etwas abgeben. Der Devils-Stürmer nagelt jeden an die Bande, der nicht rechtzeitig die Flucht ergreift. «Wenn du dem Puck nachjagst und hast Timo im Nacken, ist das kein schönes Gefühl», sagt sein NHL-Captain Nico Hischier mit einem Grinsen. «Er spielt hier sein volles Potenzial aus.» Meiers physische Präsenz ist überragend. Hinzu kommen ein Tor (2:1) und ein Assist (zum 3:2).

Simon Knak: Der 24-Jährige sitzt auf der Tribüne und scharrt mit den Kufen. Nach dem Malgin-Ausfall darf der HCD-Stürmer ran. «Wenn wir schon bei Einzelspielern sind», so Headcoach Fischer, «muss man über Simon sprechen. Er spielt hier sein erstes Olympia-Turnier mit all dem Drumherum und bringt mit seiner Linie unglaublich viel Power rein.» Fischer lässt ihn wie an der letzten WM mit Ken Jäger und Damien Riat laufen, «das hat dort schon super harmoniert».

«Er sagte, dass er an uns glaubt»

Apropos Resilienz: Die Schweiz kassiert zwei Minuten vor Schluss doch noch das 3:3, nachdem 80 Sekunden zuvor ein Treffer der Tschechen aberkannt worden ist. Der Grund: Star-Stürmer Pastrnak trifft Goalie Genoni mit dem Oberarm an der Maske. Trotz des regulären Ausgleichstores ist bei den Schweizern keinerlei Spannungsabfall auszumachen. Mit Kukan sichert einer der Spieler den Zusatzpunkt, dem bisher in der Gruppenphase noch nicht allzu viel gelungen ist.

Für dieses wichtige Duell hat die Nati jedoch auch jemand Besonderes angetrieben. Am Morgen erreicht die Mannschaft eine emotionale Video-Botschaft von Kevin Fiala aus dem Spitalbett. «Kevin hat gesagt, dass er weiterhin an uns glaubt, immer an unserer Seite sein wird und uns so schnell wie möglich wieder live anfeuern will. Wir haben definitiv für die Jungs gespielt, die heute nicht in der Aufstellung waren», betont Hischier nach dem wichtigen Sieg, mit dem die Schweizer einen schwierigeren Gegner in der Gruppenphase umgehen.

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