Einst gab es einen 12:0-Sieg
Erlebt die Nati die nächste Sternstunde gegen Finnland?

Jetzt die Finnen im Viertelfinal! Gegen die gab es schon viele Niederlagen. Doch hier geht es um die grössten Highlights gegen die Skandinavier.
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Auf dem Weg zu Silber 2018: Leonardo Genoni macht gegen die finnischen NHL-Stars Mikael Granlund und Mikko Rantanen den Laden dicht.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz besiegt Finnland 2018 im WM-Viertelfinal 3:2, verliert Final gegen Schweden
  • Genoni war vor acht Jahren der grosse Held
  • Vor 74 Jahren gab es ein 12:0-Sieg
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

WM 2018 in Herning

Davor hatte die Schweiz 30 Jahre lang keinen Ernstkampf mehr gegen die Finnen gewonnen. Dann die Sternstunde im WM-Viertelfinal. Im Tor? Klar, Leonardo Genoni, schon damals der Mann für alle Fälle. Er pariert 32 von 34 Schüssen gegen den hochkarätig besetzten Gegner, bei dem der jetzige Kloten-Coach Lauri Marjamäki an der Bande steht. Dank Toren von Enzo Corvi, Joël Vermin und Grégory Hofmann wenden die Schweizer nach frühem Rückstand im Mitteldrittel das Blatt. Zwölf Minuten vor Ende sorgt Mikko Rantanen mit dem Anschlusstor im Powerplay für unnötige Spannung. Doch das Team von Patrick Fischer lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen und zieht darauf mit dem 3:2-Coup gegen Kanada in den Final ein, wo man erst im Penaltyschiessen Schweden unterliegt.

Vom damaligen Silber-Team sind in Mailand noch acht Spieler (Genoni, Berra, Fora, Josi, Kukan, Andrighetto, Meier und Niederreiter) dabei. Bei den Finnen sind es sechs (Heiskanen, Aho, Mikael Granlund, Rantanen, Teräväinen und Tolvanen).

Nach dem historischen Sieg dauerte es nicht mehr so lange bis zum nächsten Erfolg gegen die Finnen. 2024 gewann man an der WM in Prag auf dem Weg zum nächsten WM-Silber das Gruppenspiel dank einer Fiala-Doublette 3:1.

Olympia 1988 in Calgary

Das Gros aus dem aktuellen Team war damals noch nicht auf der Welt. Und die beiden Goalie-Saurier Genoni (38) und Berra (39), die im Jahr davor geboren wurden, dürften noch nichts von den Heldentaten von Richi Bucher (1955–2012) mitgekriegt haben. Der damalige Davos-Hexer brachte die Finnen in seinem letzten grossen Turnier beim 2:1-Sieg im ersten Gruppenspiel zur Verzweiflung, nachdem Peter Jaks (1966–2011) und Köbi Kölliker (72) das Team von Simon Schenk (1946–2020) früh mit einem Doppelschlag in Führung gebracht hatten.

ZSC-Finne tippt auf enge Kiste

Seit Sonntag ist der zweifache ZSC-Meisterstürmer Juho Lammikko (30) zurück in Zürich, nachdem der Finne zuvor seinen NHL-Vertrag bei den New Jersey Devils aufgelöst hat. Gerade rechtzeitig, um mit den Klubkollegen über den Viertelfinal-Knüller Finnland – Schweiz zu debattieren. Seine Prognose: «Finnland wird gewinnen.» Aber eine klare Sache ist das für den 59-fachen Nationalspieler, der für das Olympiateam im Gegensatz zu ZSC-Verteidiger Mikko Lehtonen kein Aufgebot erhielt, nicht. Zu Blick sagt er: «Es wird ein schwieriges Spiel, die Schweizer haben bislang sehr gut gespielt, vor allem gegen Tschechien waren sie stark.» Er habe sich in diesem Spiel auch sehr über das Siegestor von ZSC-Kollege Dean Kukan gefreut. Lammikko: «Ich glaube, dass es sehr eng wird, womöglich wird der Unterschied nur ein Tor sein. Aber ich bin Finne und tippe auf Finnland.»

Seit Sonntag ist der zweifache ZSC-Meisterstürmer Juho Lammikko (30) zurück in Zürich, nachdem der Finne zuvor seinen NHL-Vertrag bei den New Jersey Devils aufgelöst hat. Gerade rechtzeitig, um mit den Klubkollegen über den Viertelfinal-Knüller Finnland – Schweiz zu debattieren. Seine Prognose: «Finnland wird gewinnen.» Aber eine klare Sache ist das für den 59-fachen Nationalspieler, der für das Olympiateam im Gegensatz zu ZSC-Verteidiger Mikko Lehtonen kein Aufgebot erhielt, nicht. Zu Blick sagt er: «Es wird ein schwieriges Spiel, die Schweizer haben bislang sehr gut gespielt, vor allem gegen Tschechien waren sie stark.» Er habe sich in diesem Spiel auch sehr über das Siegestor von ZSC-Kollege Dean Kukan gefreut. Lammikko: «Ich glaube, dass es sehr eng wird, womöglich wird der Unterschied nur ein Tor sein. Aber ich bin Finne und tippe auf Finnland.»

Die Fanghand des Luzerners, der 2012 im Alter von 55 Jahren einem Herzstillstand erlag, bekam damals das Prädikat «schneller als das Licht». Zum HCD kam er übrigens, als er nach dem Abstieg von Luzern mit einem Kollegen eine Annonce («talentierte Spieler mit Nationalliga-Erfahrung suchen Nationalligaklub») schaltete.

Während die Schweiz die Finalrunde verpasste und auf Platz 8 landete, erlebte Finnland danach einen Höhenflug und holte sich mit Silber erstmals eine Medaille an einem grossen Turnier.

Olympia 1952 in Oslo

Es gab tatsächlich einmal Zeiten, in denen die Nati die Finnen 12:0 wegputzte. 12:0. «Die Schweizer entwickelten einen Drang auf das finnische Tor, der umso schneller den Zusammenbruch der Nordländer herbeiführen musste, als die Scheibe nun wirklich, wie am Schnürchen gezogen, von Stock zu Stock zu wandern begann, bis ihr ein freigespielter Stürmer den Weg ins Tor wies», schrieb die «NZZ» über das Dutzend von Oslo. Hans-Martin Trepp (1922–1970) erzielte dabei drei, Otto Schubiger (1925–2019), Gebi Poltera (1923–2008) und Gian Bazzi (1931–2016) je zwei Tore.

Für eine Olympia-Medaille reicht es für die Schweizer im Gegensatz zu vier Jahren davor (Bronze in St. Moritz) nicht. Sie landen auf Platz 5.

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