Darum gehts
- Dario Cologna sammelt Geld für Olympia 2038 in der Schweiz
- Mbappé macht On-Mitgründer zum gefragten Mann
- Influencer vergisst Kleiderordnung im noblen Club Baur au Lac
Cologna geht auf Geldsuche
Olympisches Gold hat Dario Cologna (40) schon. Nun hilft der frühere Langlauf-Star mit, die Winterspiele in die Schweiz zu holen. Gemeinsam mit Swiss-Olympic-Präsidentin und alt Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold (62) wirbt er vor den versammelten Gästen für die Kandidatur «Switzerland 2038».
Denn diese ist auf Unterstützung aus der Privatwirtschaft angewiesen. Gesucht sind Zusagen für die geplante private Defizitgarantie von 200 Millionen Franken. Diese Absicherung soll bis zur Eingabe der Kandidatur im nächsten Jahr stehen. Auch Investor Urs Wietlisbach und Biathlon-Mäzen Michael Hartweg engagieren sich auf der Suche nach Unterstützern.
Colognas Botschaft an diesem Abend: Die Spiele seien eine grosse Chance, die Schweiz dürfe wieder einmal etwas riskieren. Ob daraus Zusagen werden, muss sich zeigen. Metzler-Arnold zieht gegenüber Blick aber ein positives erstes Fazit: «Das Echo war gut. Man hat mir gesagt, dass es heute ein paar gute Gespräche dazu gab.»
Die Schweiz befindet sich mit dem Internationalen Olympische Komitee (IOC) noch bis Ende 2027 im «privilegierten Dialog». Bund und Parlament befassen sich derzeit mit einem Bundesbeitrag von maximal 200 Millionen Franken. Das Konzept setzt auf mehrere Austragungsorte und hohe private Finanzierung.
Die Schweiz befindet sich mit dem Internationalen Olympische Komitee (IOC) noch bis Ende 2027 im «privilegierten Dialog». Bund und Parlament befassen sich derzeit mit einem Bundesbeitrag von maximal 200 Millionen Franken. Das Konzept setzt auf mehrere Austragungsorte und hohe private Finanzierung.
Vor vier Jahren warb das Netzwerk noch mit einem Bodybuilder
Auch der Gastgeber hat Neuigkeiten: Das Sport & Business Network SBN wird eine Aktiengesellschaft. Einer der fünf neuen Verwaltungsräte ist Ringier-CEO Marc Walder. Zum Medienunternehmen gehört auch Blick. Dass er einmal in diesem Gremium sitzen würde, hätte Walder vor vier Jahren selbst nicht gedacht.
Damals stand das Netzwerk vom Gründer und ehemaligen Handballspieler Besfort Biljali noch in den Kinderschuhen. Beim ersten Anlass war ein Bodybuilder zu Gast. Seither hat Biljali auch Sportgrössen wie Marco Odermatt und Diego Benaglio und Wirtschaftsbosse wie UBS-CEO Sergio Ermotti zu seinen Veranstaltungen geholt. Nun folgt mit der AG der nächste Schritt.
Walder erklärt sein Engagement mit seiner eigenen Laufbahn. Als ehemaliger Tennisprofi kennt er beide Welten, die das SBN zusammenbringen will. Was auf dem Sportplatz zählt, hilft aus seiner Sicht auch im Berufsalltag. «Agilität, stetiges Dazulernen und Teamfähigkeit sind Fähigkeiten, die der Sport vermittelt und in Unternehmen gefragt sind – heute mehr denn je», sagt Walder.
Die thailändische Königin ruft nach Bangkok
Im neuen Verwaltungsrat sitzt auch Hans-Peter Strebel. Doch der Pharma-Unternehmer und grosse EVZ-Fan hat an diesem Abend noch ganz andere Neuigkeiten. Sein Spitzensportzentrum in Cham soll zum Vorbild für eine Einrichtung in Thailand werden. Den Anstoss dazu gab ein royaler Besuch im Februar.
Wie Strebel erzählt, ist Suthida, die Königin von Thailand, Anfang Jahr im OYM zu Gast gewesen. Das Konzept gefällt ihr nun offenbar so gut, dass sie sich eine ähnliche Einrichtung in ihrer Heimat wünscht. Deshalb reist Strebel demnächst nach Bangkok. Aus einem Besuch in der Zentralschweiz könnte so ein internationales Projekt entstehen.
Mbappé macht On-Mitgründer zum gefragten Mann
Ein besonders gefragter Mann ist an diesem Abend On-Mitgründer Olivier Bernhard. Wenige Tage zuvor hat sein Unternehmen nämlich einen Coup angekündigt: Fussball-Superstar Kylian Mbappé wechselt vom US-Konkurrenten Nike zur Schweizer Marke. Der achtfache Duathlon-Weltmeister führt darüber ein Gespräch nach dem anderen. Auch beim Hauptthema des Abends hat Bernhard bereits vorgelegt: Mit On gehört er zu den ersten Unterstützern, die in die Vision von olympischen Winterspielen 2038 in der Schweiz investiert haben.
Salzgeber crasht die Show mit Vettel-Ankündigung
Nach den Gesprächen über Olympia übernimmt spontan noch Rainer Maria Salzgeber das Mikrofon – und wechselt vom Wintersport in die Formel 1. Der Walliser schaltet sich mit einer Ankündigung für den nächsten grossen SBN-Abend ein. Sein Gesprächspartner am 13. November im Zürcher Dolder: Der vierfache Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel.
Salzgeber wird den Anlass moderieren und macht den Gästen schon jetzt Lust auf den prominenten Besucher. «Wir werden nicht nur über seine Weltmeistertitel sprechen», kündigt er auch nach dem einen oder anderen Glas Weisswein mit dem gewohnten Charme an.
Sport-Influencer Bolliger tanzt aus der Reihe
Während andere über Millionen und internationale Projekte sprechen, hat Peter Bolliger an diesem Abend eine ganz praktische Sorge: seine Garderobe. Der Luzerner Sport-Influencer verwechselt den Anlass mit einem anderen und plant, in Shorts zu kommen. Dabei hat ihn SBN-Gründer Biljali im Vorfeld mehrfach auf die Kleiderordnung des Club Baur au Lac hingewiesen.
Zum Glück hat Bolliger zufällig auch eine lange Hose dabei. Und die Mitarbeitenden zeigen sich kulant: Draussen stehen lassen sie ihn nicht. Ganz unbemerkt bleibt sein Auftritt im eleganten Rahmen trotzdem nicht. «Ich bin sicher aufgefallen, ja», sagt er etwas verlegen.