Auch beim Bund wird angeklopft
Engelberg fordert Millionen für Olympia-Infrastruktur

Engelberg will als Austragungsort für Olympia 2038 glänzen. Dafür muss gebaut werden. Mit welchem Geld ist aber noch unklar.
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Dass Engelberg an den Olympischen Winterspielen 2038 Schauplatz der Langlauf- und Skisprung-Wettbewerbe sein soll, ist seit geraumer Zeit klar.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Engelberg plant für Olympia 2038 vielleicht doch eine neue Skisprungschanze
  • Auch für die Langlaufwettkämpfe muss in der Alpenstadt noch Geld investiert werden
  • Es bleibt weniger als ein Jahr Zeit für die Fertigstellung des Engelberger Dossiers
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Benjamin GwerderRedaktor Sport

Engelberg ist im Schweizer Olympia-Dossier 2038 als zentraler Austragungsort für Skispringen und Langlauf vorgesehen. Während die Grossschanze am Fusse des Titlis seit Jahren als Weltcup-Standort etabliert ist, sorgt jetzt jedoch vor allem die fehlende Normalschanze für Diskussionen.

Denn auch wenn man für die dezentral geplanten Winterspiele 2038 möglichst wenig neue Infrastruktur baut: Eine Normalschanze muss her. Dafür wird neben einer temporären Lösung nun auch ernsthaft über einen fixen Neubau der Schanze gesprochen, verrät der Engelberger Talammann Mike Bacher zu Blick.

«Wollen keine Infrastruktur erstellen, die nur für zwei Olympiawochen gebraucht wird»

Was spricht denn gegen ein Provisorium, wie es noch vor drei Monaten intensiv diskutiert wurde? Mike Bacher sagt dazu: «Für Engelberg steht nicht die Bauform, sondern die langfristige Nutzung im Zentrum. Wir wollen keine Infrastruktur erstellen, die nur für zwei Olympiawochen gebraucht wird. Jede Investition muss sich in die touristische Gesamtstrategie einfügen.»

Zudem argumentiert der Talammann: «Es ist absehbar, dass die bestehende Grossschanze in den kommenden Jahren modernisiert werden muss, um den Anforderungen des internationalen Verbands zu entsprechen.»

Finanzierung der neuen Infrastruktur ist «noch zu prüfen»

Nicht weniger komplex präsentiert sich die Ausgangslage im Langlauf. Ob die Wettkämpfe auf dem Talboden oder 300 Höhenmeter weiter oben auf der Gerschnialp stattfinden, ist noch offen.

Klar ist hingegen: Auch diese beiden Varianten ziehen infrastrukturelle Anpassungen nach sich. Denkbar sind laut Bacher Loipenerweiterungen und neue Erschliessungen mit Strassen oder zusätzlichen Bergbahnen.

Das alles kostet viel Geld. Geld, das die Gemeinde und der Kanton Obwalden nicht alleine zusammenbringen. In einem Communiqué forderten diese vor einer Woche deshalb eine «wesentliche Mitfinanzierung» durch den Bund, die Trägerorganisation der Olympischen Spiele oder zentralschweizerische Partnerschaften.

Wie sich das mit den vorgesehenen 200 Millionen Franken Bundesgeldern für die Spiele vereinbaren lässt, ist bislang unbekannt. Es ist laut Bacher «noch zu prüfen, wie man das aufteilt».

In weniger als einem Jahr müssen alle Fragen geklärt sein

Zeit zum Klären dieser zentralen Frage bleibt nicht allzu viel. Das Engelberger Dossier soll bis spätestens Februar 2027 fertig sein. Danach fliesst es in die nationale Kandidatur ein, die noch im selben Jahr beim IOC eingereicht werden muss.

Dass man das noch im vorgegebenen Zeitrahmen schafft, dürfte aber möglich sein. Schliesslich hat die vom Tourismus geprägte Ortschaft grosses Interesse, diesen Grossevent unter anderem zwischen Hahnen und Titlis durchzuführen. Die Spiele sind für Engelberg ein riesiger Schritt zum Ziel, sich auch als Nordisch-Destination zu etablieren.

Ob das auch die Bevölkerung so sieht, entscheidet sich schon bald. Denn Bacher weiss: «So oder so wird es in Engelberg zu gegebenem Zeitpunkt eine kommunale Volksabstimmung zur Frage der Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2038 geben.»

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