Für hohen Marktwert braucht es Sieg gegen die Schweiz
YB-Star Hadjam löst in Bern Nati-Dilemma aus

YB möchte Jaouen Hadjam verkaufen. Teuer. Dazu braucht der algerische Linksverteidiger ein Topspiel gegen die Schweiz. YB steckt also in einem Patriotismus-Dilemma.
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Darum gehts

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Alain KunzReporter Fussball

Seit der Rückkehr von Jaouen Hadjam nach seiner im ersten Spiel des Afrika-Cups Anfang Januar erlittenen Sprunggelenks-Verletzung Ende April hat YB auf diese Saison hin zwei Linksverteidiger zu viel: Stefan Bukinac (20), Olivier Mambwa (17), Rhodri Smith (19) und Jaouen Hadjam (23). Weil die Berner grosse Stücke auf Mambwa halten und für Bukinac viel Geld bezahlt haben, dürften diese beiden gesetzt sein. Da wäre es gut, wenn man das Kader mit dem Verkauf eines Spielers verschlanken könnte, der Millionen einbringt: Hadjam!

Hull City und Como zeigen Interesse am Franko-Algerier

Der Algerier wird auf rund sechs Millionen Franken geschätzt. Zuletzt gabs Gerüchte um Premier-League-Aufsteiger Hull City und Champions-League-Teilnehmer Como aus der Serie A.

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Jaouen Hadjam beim verrückten 3:3 gegen Österreich mit Stefan Posch (l.).
Foto: ISI Photos via Getty Images

Ein Topspiel gegen die Schweiz – und der Marktwert steigt unverzüglich. Hadjam ist da eine Gefahr. Die noch grössere ist wohl der Coach: Algeriens Trainer Vladimir Petkovic (62) ist ehemaliger YB- und Nati-Trainer. «Ich arbeite gerne mit ihm», sagt der Franko-Algerier, «er hat uns viel von seiner taktischen Disziplin mitgegeben.» Das haben auch Hadjams letzte Trainer Giorgio Contini und Gerardo Seoane versucht und gemacht. Denn Hadjam ist nicht mehr der defensive Hasardeur, den Goalie David von Ballmoos einst – vor zwei Jahren – wutentbrannt am Schlafittchen packte, weil der in der Verteidigung wieder mal freigeistig unterwegs war. Der aber auch zu Heldentaten in der Lage war wie bei jenem irren Solo gegen Servette, als er gleich sieben Genfer aussteigen liess, was inoffizieller Weltrekord ist.

Mit ManCity-Star Aït-Nouri hat Hadjam brutale Konkurrenz

Bevor sich Hadjam gegen Burkina Faso die folgenschwere Verletzung zuzog, war er richtig gut drauf gewesen. Das erwähnte Solo fiel in diese Periode Ende 2025. Dazu drei Skorerpunkte gegen Winterthur. Und auch in der Nati hatte er sich seinen Platz geholt, weil der Mann, an dem es im Normalfall kein Vorbeikommen gibt, Manchester-City-Mann Rayan Aït-Nouri (25), eine Reihe nach vorne gerückt war. Das hatte Petkovic gemacht, um beide gleichzeitig spielen lassen zu können. An der WM dann war der City-Spieler beim 0:3 gegen Argentinien erste Wahl, derweil Hadjam 90 Minuten zuschauen musste. Beim 2:1 gegen Jordanien kriegte Hadjam fünf Einsatzminuten. Und beim verrückten 3:3 gegen Österreich spielte der Mann aus den Pariser Banlieues von Beginn weg, Aït-Nouri war Ersatz. Als er Hadjam ersetzte, stand es 2:2.

Und nun, gegen die Schweiz? Fakt ist, dass ein Startelfeinsatz und eine starke Leistung seinen Marktwert steigern, was wohl eine Schweizer Niederlage bedingen würde. Und ein Patriotismus-Dilemma bei Berns Sportboss Spycher auslöst.

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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