Einen Spieler für die WM 2026 abstellen zu können, bringt den Klubs Aufmerksamkeit, Ruhm und Ehre – und Geld, denn: Die Fifa schüttet im Rahmen ihres «Programms zur Beteiligung von Klubs» jedem Verein proportional zur Zahl seiner WM-Fahrer einen Betrag aus.
Bei der Endrunde in Katar vor vier Jahren betrug die Summe umgerechnet rund 160 Millionen Franken, wodurch jedem Klub pro Spieler und Tag, den er im Kreise der Nationalmannschaft verbracht hat, etwa 8700 Franken zugesprochen worden sind.
YB-Sextett an der WM
Für 2026 hat die Fifa den Gesamtbetrag noch einmal kräftig nach oben geschraubt: Er beläuft sich neu auf 280 Millionen Franken. Aufgrund der Erweiterung des Teilnehmerfeldes auf 48 Teams, der längeren Turnierdauer und dem Einbezug von Quali-Spielen dürfte die Tagespauschale pro Spieler aber etwa gleich bleiben – davon geht zumindest die Deutsche Kreditbank, die eine umfassende Studie zu den ausgezahlten Klub-Beiträgen durchgeführt hat, aus. Die Fifa selbst hat noch keinen offiziellen Betrag genannt.
Wir verlosen eine Reise für zwei Personen zum Spiel der Schweizer Nationalmannschaft gegen Bosnien-Herzegowina am 18. Juni in Los Angeles. Im Gewinn im Wert von 20'000 Franken inbegriffen sind zwei Tickets für das WM-Spiel in der Kategorie Bronze Cat. 1 sowie Flug und zwei Hotelübernachtungen. Werde jetzt Teil der Blick-Community und gewinne mit etwas Glück ein einmaliges WM-Erlebnis!
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Weil sie jeweils mindestens einen WM-Fahrer unter Vertrag stehen haben, profitieren auch sechs Super-League-Teams von diesen Geldern. Allen voran YB: Gleich sechs Berner Spieler werden ihre Nation in Nordamerika vertreten – neben den Nati-Spielern Marvin Keller und Christian Fassnacht sind auch Jaouen Hadjam (Algerien), Yan Valery (Tunesien) und Armin Gigovic (Bosnien-Herzegowina) mit dabei. Dazu kommt mit Haitis Keeto Thermoncy ein U21-Spieler, der noch auf seinen ersten Einsatz in der Super League wartet.
Sechs Spieler, die mit der von der Fifa miteinberechneten Vorbereitungszeit von zehn Tagen jeweils mindestens 25 Tage im WM-Camp verbringen werden – selbst im schlechtesten Fall dürfte YB das rund 1,3 Millionen Franken in die Kasse spülen. Und weil vor allem die Schweiz und Algerien gute Chancen auf die K.o.-Phase haben, könnte der Gewinn noch einmal deutlich ansteigen. Alleine für ein Weiterkommen in den Sechzehntelfinal verlängert sich das Turnier für die Spieler um bis zu einer Woche und erhöht den Fifa-Beitrag so um Zehntausende von Franken.
Auch Ex-Vereine profitieren
Auch dem FC Lugano winken dank seinen WM-Fahrern Hannes Delcroix (Haiti) und Hadj Mahmoud (Tunesien) mindestens 450'000 Franken. Je einen Spieler an die WM schicken der FC Zürich (Curaçaos Livano Comenencia), Servette (Dylan Bronn für Tunesien), St. Gallen (Ghana-Keeper Lawrence Ati Zigi) und Lausanne, dessen an Stade Nyonnais ausgeliehener Torhüter Melvin Mastil für das algerische Kader nominiert worden ist. Sie alle erhalten mindestens 220'000 Franken.
Gemäss den Fifa-Regularien können auch frühere Vereine von WM-Teilnehmern in den Genuss dieser Ausgleichszahlungen kommen, wobei anteilsmässig bis zu einem Drittel der jeweiligen Tagespauschale entrichtet wird. Dies betrifft etwa den FC Basel dank Winter-Abgang Jonas Adjetey (Ghana), GC dank Ayumu Seko (Japan) oder den FC Luzern mit Nati-Spieler Ardon Jashari.












