Granit Xhaka im WM-Interview
«Ich will Weltmeister werden»

Nach einer überragenden Saison mit Sunderland will Granit Xhaka seinen Höhenflug mit der Schweiz fortsetzen. Im Interview spricht der Nati-Captain über die WM, sein Bauchgefühl und sein Karriereende.
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Darum gehts

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Blick: Granit Xhaka, die WM in Nordamerika wird Ihr siebtes grosses Turnier. Sind Sie überhaupt noch nervös?
Granit Xhaka: Nervös ist das falsche Wort. Aber kurz vor dem Turnierstart spüre ich schon, wie das Adrenalin in mir ansteigt. Noch herrscht bei mir aber vor allem eine riesige Vorfreude. Die müssen wir in den verbleibenden Tagen der Vorbereitung geniessen und nutzen. Wenn es dann losgeht, werden wir bereit sein.

Es ist Tradition, dass Sie genügend Kleidung bis zum Final einpacken. Dieses Jahr müsste die Nati dafür noch ein Spiel mehr bestreiten. Haben Sie überhaupt so viel Platz im Gepäck?
Wir haben einen grossen Koffer von der Nati bekommen. Da hat es genug Platz darin. Darum hat sich an meinem Motto nichts geändert (lacht).

«Sie werden eine Einheit sehen»
0:57
Captain Xhaka nach Ankunft:«Sie werden eine Einheit sehen»

Also bleibt der WM-Titel Ihr grosses Ziel?
Ich will Weltmeister werden. Davon darf man träumen, denn im Fussball ist alles möglich. An einem Turnier muss sehr vieles stimmen. Auch abseits des Platzes. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir eine sehr gute Truppe zusammen haben. Wir wissen, was wir können. Und wir wissen, was die Erwartungen an dieses Team sind.

Eine Frage, die ebenfalls vor jedem Turnier gestellt wird. Ist die aktuelle Mannschaft die beste Nati Ihrer Ära?
Ich bin kein Fan davon, Mannschaften zu vergleichen. Seit ich dabei bin, hatte jedes Kader seine Stärken und seine Schwächen.

Gegen Jordanien absolvierte der Basler sein 144. Länderspiel.
Foto: TOTO MARTI

Zwischen dem ersten Gruppenspiel und einem möglichen Achtelfinal könnten bis zu 24 Tage liegen. Was braucht es, um den Fokus über einen solch langen Zeitraum hochzuhalten?
Wir müssen uns an der EM vor zwei Jahren in Deutschland orientieren. In Stuttgart hatten wir super Bedingungen. Ein Hotel ganz für uns, viel Ruhe und eine tolle Infrastruktur. Wenn du diese Dinge richtig zu nutzen weisst, kannst du viel aus dem Teamgeist herausholen. Das haben wir mit unseren Leistungen während des Turniers gezeigt. Mit etwas Glück im Penaltyschiessen gegen England wäre viel möglich gewesen. 

Also haben Sie keine Angst vor dem Lagerkoller in San Diego?
Nein, uns wird nicht langweilig werden. Wir haben Trainings, Teammeetings und auch neben dem Platz genug Möglichkeiten, uns zu beschäftigen.

Granit Xhaka persönlich

Granit Xhaka kommt am 27. September 1992 in Basel auf die Welt. Als Junior kickt er erst für Concordia Basel, bevor er in den Nachwuchs des FC Basel wechselt. Beim FCB gibt er 2010 sein Profidebüt. Zuvor ist er mit der Schweizer U17-Nati in Nigeria Weltmeister geworden. Mit Basel feiert er zwei Meistertitel und einen Cupsieg, ehe er 2012 zu Gladbach in die Bundesliga geht. Dort lernt er seine Frau Leonita kennen, mit der er drei Töchter hat. 2016 folgt der Wechsel in die Premier League zu Arsenal. Mit vielen Höhen und Tiefen und zwei FA-Cup-Siegen im Gepäck geht er von London zurück in die Bundesliga zu Leverkusen. Dort führt er das Team gleich in seiner ersten Saison zum ersten Meistertitel und zum Pokalsieg. Nach zwei Jahren zieht es den Nati-Rekordspieler und Captain (145 Einsätze, Debüt 2011) zu Sunderland, das er als Aufsteiger sensationell auf Platz sieben führt.

Granit Xhaka kommt am 27. September 1992 in Basel auf die Welt. Als Junior kickt er erst für Concordia Basel, bevor er in den Nachwuchs des FC Basel wechselt. Beim FCB gibt er 2010 sein Profidebüt. Zuvor ist er mit der Schweizer U17-Nati in Nigeria Weltmeister geworden. Mit Basel feiert er zwei Meistertitel und einen Cupsieg, ehe er 2012 zu Gladbach in die Bundesliga geht. Dort lernt er seine Frau Leonita kennen, mit der er drei Töchter hat. 2016 folgt der Wechsel in die Premier League zu Arsenal. Mit vielen Höhen und Tiefen und zwei FA-Cup-Siegen im Gepäck geht er von London zurück in die Bundesliga zu Leverkusen. Dort führt er das Team gleich in seiner ersten Saison zum ersten Meistertitel und zum Pokalsieg. Nach zwei Jahren zieht es den Nati-Rekordspieler und Captain (145 Einsätze, Debüt 2011) zu Sunderland, das er als Aufsteiger sensationell auf Platz sieben führt.

Mit Sunderland haben Sie eine Traumsaison hingelegt und als Aufsteiger die Qualifikation für die Europa League geschafft. Dass es gleich so gut läuft, dürften auch Sie nicht erwartet haben, oder?
Ich bin ehrlicherweise nicht überrascht. Während meiner Karriere habe ich immer alle meine Entscheidungen nach meinem Bauchgefühl getroffen. Der Wechsel von Leverkusen zu Sunderland war kein Schnellschuss. Ich habe sehr viele Gespräche mit Besitzer, Sportchef und Trainer geführt, bevor ich unterschrieben habe.

Nach Ihrem Wechsel zurück auf die Insel gab es auch kritische Stimmen. Genau wie zwei Jahre zuvor, als Sie nach Leverkusen gingen. An beiden Orten haben Sie aber gleich in Ihrer ersten Saison unglaubliche Erfolge gefeiert. Auf Ihr Bauchgefühl scheint Verlass zu sein.
Klar kann man sagen, dass der Meistertitel mit Leverkusen eine kleine Überraschung war. Das Gleiche gilt für diese Saison, wenn du als Aufsteiger in der Premier League auf Platz sieben landest. Ich beurteile das aber etwas anders, weil ich die ganze Arbeit sehe, die hinter diesen Erfolgen steckt. Wenn man Tag für Tag hart arbeitet, kann man viele Dinge erreichen.

Im Interview vor dem Abflug an die WM spricht Xhaka über seine grossen Ziele für das Turnier.
Foto: TOTO MARTI

Sie sind zum besten Transfer der Premier League und zu Sunderlands Spieler des Jahres gewählt worden. Was bedeuten Ihnen solche Auszeichnungen?
Es ist sicher eine Art der Bestätigung, dass ich alles für den Erfolg mache. Aber für mich haben individuelle Preise keinen hohen Stellenwert. Und es ist mir auch nicht wichtig, dass ich als Person so im Mittelpunkt stehe.

Das tun Sie als Captain von Sunderland aber.
Aber das ist nicht der Grund, warum ich Captain bin. Sondern weil ich junge Spieler mitziehen und ihnen Professionalität vorleben möchte. Es ist schön, zu sehen, wenn sich diese an mir orientieren können. So war das diese Saison in Sunderland, aber auch schon davor in Leverkusen.

Nach den Heimspielen singen die Sunderland-Fans den Elvis-Song «Can't Help Falling in Love». Haben Sie sich auch schon in Sunderland verliebt?
Ja, es ist ein wenig ein Zuhause für mich. Die Stadt fühlt sich an wie Basel. Wie das Quartier St. Johann, wo ich aufgewachsen bin. Nur wenn man sich an einem Ort wohlfühlt, kann man seine besten Leistungen abrufen.

Granit Xhaka ist auch in Sunderland Captain und Herzstück seiner Mannschaft.
Foto: TOTO MARTI

Was ist der grösste Erfolg Ihrer Karriere?
Meine Karriere als Gesamtpaket. Ich würde keine Minute davon ändern.

Weil Sie immer alles richtig entschieden haben?
Ja. Ich habe nie eine Entscheidung von heute auf morgen getroffen. Manchmal hat es etwas länger gedauert, und ich habe auch immer gern meine Familie miteinbezogen. Aber es ist am Ende immer aufgegangen.

Und dadurch Kritiker immer wieder verstummen lassen.
Es wurde immer viel über mich als Spieler und Person geschrieben und gesagt. Das hat mich aber noch nie interessiert. Ich habe nie auf Leute ausserhalb meines nahen Umfeldes gehört. Und ich habe nie eine Entscheidung getroffen, um jemandem etwas zu beweisen.

Sie haben noch zwei Jahre Vertrag in Sunderland. Was sagt Ihr Bauchgefühl? Bleiben Sie so lange?
Für mich ist das Wichtigste, dass meine Familie glücklich ist. Und das sind wir in Sunderland. Über einen Wechsel mache ich mir überhaupt keine Gedanken. Ich bin richtig froh, habe ich endlich einen Sommer, in dem es keine Spekulationen um meine Zukunft gibt. Das war in den vergangenen Jahren selten der Fall. So kann ich meinen Fokus voll auf die WM richten. 

Dann verschwenden Sie auch noch keinen Gedanken ans Karriereende?
Wenn ich das Gefühl habe, dass mein Hunger weg ist, werde ich von heute auf morgen aufhören. Das gilt für die Nati und für meinen Klub. Dann wird es mir auch egal sein, ob ich noch einen gültigen Vertrag habe. Aber aktuell bin ich noch topfit.

Und hungrig?
Absolut.

Dann ist das womöglich gar nicht Ihre letzte WM?
Vielleicht spiele ich in vier Jahren ja noch einmal eine. Oder sogar noch zwei. (lacht)

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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1
Mexiko
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0
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Südafrika
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0
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3
Südkorea
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Tschechien
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Playoffs
Gruppe B
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
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Gruppe C
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Brasilien
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Marokko
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Haiti
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4
Schottland
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Gruppe D
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USA
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Paraguay
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3
Australien
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4
Türkei
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Gruppe E
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Deutschland
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2
Curacao
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Elfenbeinküste
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Ecuador
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Gruppe F
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Niederlande
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Japan
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Schweden
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Tunesien
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Gruppe G
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Ägypten
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Iran
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Neuseeland
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Gruppe H
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Kap Verde
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3
Saudi Arabien
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Uruguay
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Gruppe I
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Frankreich
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Senegal
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Irak
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Norwegen
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Gruppe J
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Argentinien
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Algerien
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Österreich
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Jordanien
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Gruppe K
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Portugal
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Demokratische Republik Kongo
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Usbekistan
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Kolumbien
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Playoffs
Gruppe L
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England
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Kroatien
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Panama
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