Darum gehts
- YB startet Saisonvorbereitung mit Training in Bern, prominente Gäste vor Ort
- Trainer Seoane will Kader von 28 Spielern auf 18 reduzieren
- Neuzugang Joël Mall und Rückkehrer Imeri dabei
Das vergangene Jahr war für YB ein Graus. Mit Platz 6 verpassten die Berner erstmals seit 13 Jahren das europäische Geschäft. Entsprechend gross war die Enttäuschung. «Die ersten zwei Ferienwochen waren hart. Ich habe mir extrem viele Gedanken gemacht, auch um zu akzeptieren, dass es so gelaufen ist», sagt Captain Loris Benito (34) zu Blick.
Mittlerweile richtet sich der Fokus aber wieder nach vorne. Am Mittwochmorgen absolvierte YB die erste Trainingseinheit der Saison 2026/27. Beobachtet wurde sie dabei von prominenten Gästen: Mujinga und Ditaji Kambundji drehten zeitgleich im Leichtathletikstadion ihre Runden.
Meister ist zurück
Bis auf die fünf WM-Teilnehmer Marvin Keller, Christian Fassnacht, Jaouen Hadjam, Armin Gigovic und Keeto Thermoncy sowie den krank gemeldeten Darian Males waren alle Spieler dabei. Darunter Neuzugang Joël Mall (35) sowie Kastriot Imeri (25), der wie vier andere nach seiner Leihe nach Bern zurückgekehrt ist und sich zum Trainingsauftakt mit kahlgeschorenem Kopf präsentierte.
Ob der Genfer, der mit Thun sensationell den Meistertitel holte, bei YB eine Zukunft hat? «Ich verheimliche nicht, dass ein Spieler wie Imeri, der ausgeliehen war und eine hervorragende Saison gespielt hat, mit gewissen Vorstellungen und Erwartungen zurückgekommen ist. Diese gilt es nun mit unseren Ideen und Plänen abzugleichen», sagt Trainer Gerardo Seoane (47).
Kader soll verkleinert werden
Grund für die Unsicherheit ist auch die Kadersituation. «Zählt man Imeri zu unseren Flügelspielern, haben wir dort momentan sechs Spieler. Wenn man nicht europäisch spielt, sind sechs Spieler für zwei Positionen wohl nicht die ideale Lösung.»
Damit spricht Seoane eine der zentralen Aufgaben dieses Sommers an. Neben dem Teambuilding soll vor allem der aktuell 28 Spieler umfassende Kader verkleinert werden. «Wir wollen rund 18 Feldspieler haben, die regelmässig zum Einsatz kommen können, dazu die Goalies und einige junge Spieler, die sich noch entwickeln müssen. Das ist die Aufgabe, die jetzt vor uns liegt», betont der Coach.
Lieber heiss als kalt
Parallel dazu läuft die sportliche Vorbereitung auf Hochtouren. Am 1. Juli brechen die Berner nach Längenfeld im Ötztal (Ö) ins Trainingslager auf. Bis dahin gilt es, der Schweizer Hitze zu trotzen. «In Bern haben wir das Glück, dass man nach dem Training noch schnell in die Aare springen kann. Das ist ein guter Ausgleich. Von daher ist es okay, bei diesen Temperaturen zu trainieren», sagt Gregory Wüthrich (31).
Seoane selbst nimmt die Hitze gelassen: «Viel trinken, sich am Morgen gut eincremen und dann Augen zu und durch. Ich habe es lieber heiss als kalt. Mit Kälte habe ich deutlich mehr Mühe.»
