Alles zum nächsten Nati-Gegner
Petkovic-Wiedersehen, ein paar Stars und der algerische Manzambi

Die Nati trifft im Sechzehntelfinal in der Nacht auf Freitag auf Algerien. Die Nordafrikaner qualifizieren sich dank eines 3:3 gegen Österreich für die K.o.-Runde. Es kommt damit zum Wiedersehen mit Vladimir Petkovic, der die Nati von 2014 bis 2021 trainierte.
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Für die Nati kommt es im Sechzehntelfinal zum Wiedersehen mit Vladimir Petkovic.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Für die Schweizer Nati gibts im Sechzehntelfinal ein Wiedersehen mit petkovic
  • Star des Teams ist Ex-ManCity-Spieler Riyad Mahrez
  • Auch Algerien hat einen Spieltyp wie Johan Manzambi im Kader
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Der Trainer: ein alter Bekannter

Die Nati trifft in der Nacht auf Freitag (5 Uhr) in Vancouver auf einen alten Bekannten: Vladimir Petkovic (62). Der in Sarajevo geborene Schweizer war der Vorgänger von Murat Yakin und trainierte die Nati von 2014 bis 2021. Mit einem Schnitt von 1,79 Punkten ist der Tessiner der erfolgreichste Nati-Trainer der Geschichte, und wie inzwischen auch Murat Yakin führte Petkovic die Nati an drei Endrunden in Serie in die K.o.-Phase. Nach der EM 2021 trat er auf dem Höhepunkt ab, das später insolvente Girondins Bordeaux lockte mit einem Millionenvertrag. Wenige Wochen zuvor hatte die Nati dank des Sieges im Penaltyschiessen gegen Weltmeister Frankreich erstmals einen EM-Viertelfinal erreicht, in dem man gegen Spanien erst im Penaltyschiessen scheiterte. Im Februar 2024 trat Petkovic die Nachfolge von Djamel Belmadi als Cheftrainer der «Fennecs» an. Nachdem er zu Beginn gleich heftig in die Kritik geraten war, führte er Algerien zur ersten WM-Teilnahme seit 2014. Als Dank wurde Petkovics Vertrag vor der WM bis 2028 verlängert. 

«Freue mich auf das Wiedersehen mit Vlado»
0:34
Yakin über Duell mit Algerien:«Freue mich auf das Wiedersehen mit Vlado»

Die späte Genugtuung für die Schande von Gijon

Sie war eine der schwärzesten Stunde in der WM-Geschichte und ging als «Schande von Gijon» in diese ein. Als sich Deutschland und Österreich (1:0) an der WM 1982 nach dem frühen Führungstreffer von Horst Hrubesch auf einen Nichtangriffspakt einigten, weil beiden Nationen das Resultat zum Weiterkommen reichte, waren die Algerier, die zuvor Deutschland sensationell 2:1 geschlagen hatten, die Betrogenen. Nun, 44 Jahre später, bot sich den Algeriern ihrerseits die Möglichkeit, mit den Österreichern einen Nichtangriffspakt zu schliessen, weil beiden ein Unentschieden reichte. Am Ende hiess es – 3:3, der Iran guckte in die Röhre. Zur Ehrenrettung beider Teams muss man aber sagen: Beide Teams boten 96 Minuten lang ein Offensivspektakel.

Der Star und seine Adjutanten

Riyad Mahrez (35) ist zwar in die Jahre gekommen, doch der Edeltechniker ist noch immer der Star und Captain des Teams. Und sichert den «Fennecs» mit seinen beiden Toren letztlich das Ticket für die K.o.-Runde. Kaum ein anderer algerischer Spieler hat auf Klubebene so viel erreicht wie Mahrez. Der begnadete Linksfuss war 2016 einer der wichtigsten Spieler bei Leicester City auf dem Weg zum sensationellen Titel in der Premier League. Später wechselte Afrikas Fussballer des Jahres 2016 zu Manchester City, gewann vier weitere Meistertitel und 2023 an der Seite von Manuel Akanji die Champions League. Doch die Nordafrikaner haben weitere illustre Namen in ihrem Kader: Nabil Bentaleb (Lille), Ramy Bensebaini (Dortmund), Rayan Aït-Nouri (Manchester City) oder Luca Zidane (Granada), der Sohn von Zinédine Zidane. Mit Jaouen Hadjam (YB) und Melvin Mastil (Lausanne/Nyon) sind auch zwei Spieler dabei, die in der Schweiz spielen. 

Ibrahim Maza: das Super-Talent

Die Nati hat Johan Manzambi, Algerien hat Ibrahim Maza. Beide gehören zu den grössten Nachwuchstalenten Europas – und haben neben einer ähnlichen Position und dem gleichen Jahrgang (2005) auch sonst viele Gemeinsamkeiten. Beide haben Wurzeln in drei Ländern. Manzambi in der DR Kongo, Angola und der Schweiz, Maza in Algerien (Vater), Vietnam (Mutter) und Deutschland, wo er in Berlin geboren wurde. Maza schaffte bei Bayer Leverkusen den Durchbruch und wird mittlerweile bei vielen Top-Klubs Europas gehandelt. Und der Marktwert von Manzambi und Maza wird ähnlich hoch eingeschätzt (ca. 50 Mio Euro), wobei Manzambi mit seinen drei Toren an der WM bisher für mehr Schlagzeilen sorgte. In der Nacht auf Freitag kommt es zum Duell der beiden Top-Talente.

Einfacher Weg an die WM

Algerien war einer der grossen Profiteure der Aufstockung des WM-Teilnehmerfeldes von 32 auf 48 Teams. Denn dank der Erhöhung auf neun afrikanische Plätze war die WM-Qualifikation, die erste seit 2014, für den Afrika-Cup-Sieger von 2019 ein Kinderspiel, wobei Guinea und Mosambik auf dem Weg in die USA, Kanada und Mexiko die grössten Herausforderungen darstellten. Für das flächenmässig zehntgrösste Land der Welt ist es aber erst die fünfte WM-Teilnahme. Erst einmal, 2014, erreichte man zuvor die K.o.-Runde. Dort scheiterte man in einem spektakulären Duell gegen den späteren Weltmeister Deutschland erst in der Verlängerung. Gegen die Nati gab es bislang erst zwei Begegnungen. Bei den beiden Schweizer Testspiel-Siegen (2:1 und 2:0) in den Achtzigerjahren schoss Heinz Hermann drei der vier Tore.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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