Darum gehts
- Weltmeister erhält 50 Mio. Dollar (ca. 40 Mio. CHF)
- Total werden am Turnier 703 Millionen CHF verteilt
- Fifa erwartet Einnahmen von mehreren Milliarden CHF
«Fussball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen immer die Deutschen.» Dieser Satz von Gary Lineker von der WM 1990 hat längst Kultstatus erreicht, müsste in der heutigen Zeit jedoch sowohl aus sportlichen Gründen, wie das DFB-Debakel an diesem Turnier zeigt, als auch wegen der zunehmenden Komplexität angepasst werden.
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Denn während Fussball durch die laufende Einführung neuer (WM-)Regeln nicht nur für Laien immer komplizierter wird, ist aus dem einst einfachen Spiel einer der grössten Wirtschaftssektoren der Welt geworden. Exemplarisch dafür steht die laufende WM nicht nur mit 48 Ländern und 104 Spielen, sondern auch mit immensem Preisgeld.
Über 387 Millionen als Antrittsgage
Anders als etwa in der Champions League zählen bei der WM 2026 für die Prämien nicht die eingefahrenen Punkte oder Siege, sondern einzig und allein die erreichte Turnierrunde. Egal also, ob man als Gruppendritter knapp weiterkam oder als souveräner Gruppensieger: Der Scheck war derselbe.
Allein das Startgeld betrug für alle 48 Teams umgerechnet über 8 Millionen Schweizer Franken. Macht total rund 387 Mio. CHF! Je weiter man im Turnier kam, desto höher waren natürlich die Prämien. Die Nati verdiente an ihrem Viertelfinaleinzug etwa 15,34 Millionen. Hinzu kamen Beiträge an die Vorbereitungskosten in Höhe von ca. 2 Mio., die jede Nation erhält. Zudem gibts weitere Zuschüsse im Wert von insgesamt 13 Millionen, die die Fifa an die Teams verteilt.
| Rang | Preisgeld in USD | Preisgeld in CHF |
| Weltmeister | 50'000'000 | 40'370'000 |
| Finalist | 33'000'000 | 26'650'000 |
| Dritter | 29'000'000 | 23'420'000 |
| Vierter | 27'000'000 | 21'800'000 |
| Viertelfinalist | 19'000'000 | 15'340'000 |
| Achtelfinalist | 15'000'000 | 12'110'000 |
| Sechzehntelfinalist | 11'000'000 | 8'880'000 |
| Aus in Gruppenphase | 10'000'000 | 8'070'000 |
| Total | 871'000'000 | 703'270'000 |
Künftiger Weltmeister nimmt über 40 Millionen nach Hause
Den dicksten Scheck gibts für den Weltmeister und dieser reicht in bislang unbekannte Sphären. Über 40 Millionen Schweizer Franken landen von der Fifa auf dem Verbandskonto. 2022 waren es noch rund 32 Mio. Insgesamt beträgt das ausgeschüttete Preisgeld über 703 Millionen Franken, nie gabs an einer WM mehr. Nebst den finanziellen Belohnungen fürs sportliche Abschneiden fliesst ein Teil davon über Investitionen in den globalen Fussball an die Verbände.
Dass die Fifa in der Lage ist, diese gigantischen Summen zu bezahlen, hängt mit der «besseren finanziellen Lage denn je» zusammen, wie Präsident Gianni Infantino auf einem Kongress Ende April erläuterte. Wie viel der Weltverband am Turnier verdient, ist (noch) nicht bekannt. Schätzungen belaufen sich aber auf einen hohen einstelligen Milliardenbetrag. Bei dieser Summe wirken die über 700 Millionen an Prämien fürs gesamte Turnier plötzlich gar nicht mehr so gross.
